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31.01.2013 11:20

Erstes GDCh-Lehrerfortbildungszentrum an einer Pädagogischen Hochschule eröffnet

Kirsten Buttgereit M.A. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pädagogische Hochschule Karlsruhe

    Mit Beginn des Jahres 2013 wurde am Institut für Chemie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe ein von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie dem Fonds der Chemischen Industrie gefördertes Lehrerfortbildungszentrum Chemie eingerichtet. Die feierliche Eröffnung fand am 30. Januar 2013 statt.

    Mit Beginn des Jahres 2013 wurde am Institut für Chemie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe ein von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie dem Fonds der Chemischen Industrie gefördertes Lehrerfortbildungszentrum Chemie eingerichtet.
    Am Mittwoch, den 30. Januar 2013 wurde das Zentrum mit zahlreichen Gästen aus Schule, Hochschule, den Staatlichen Seminaren zur Lehrerbildung, dem Kultusministerium, der Wirtschaft und Verbänden an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe feierlich eröffnet.
    Mit dem GDCh-Lehrerfortbildungszentrum „wird unsere Hochschule zu einem wichtigen Kompetenzzentrum für die Chemiedidaktik im Südwesten, auf das wir stolz sind“, freute sich Rektorin Dr. Christine Böckelmann in ihrer Begrüßung und lobte das Engagement der der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) sowie dem Fonds der Chemischen Industrie: Diese „beklagen nicht einfach Nachwuchsprobleme im Bereich der Naturwissenschaften, sondern engagieren sich selber aktiv an dem Ort, an dem eine nachhaltige Wirkung in Bezug auf den naturwissenschaftlichen Nachwuchs erzielt werden kann: in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung.“ Deshalb sei es ein Projekt mit absolutem Vorbildcharakter.
    Prof. Dr. Holger Butenschön der Universität Hannover und Vorsitzender der GDCh-Kommission für Lehrerfortbildung, erläuterte in seinen Grußworten hierzu, gute Chemielehrerbildung sei im Urinteresse der Fachwissenschaft und Chemieindustrie. Guter Chemieunterricht wecke nicht nur die Lust, später einen Beruf in dieser Richtung zu ergreifen, sondern befähige die Schülerinnen und Schüler auch, sich ihr eigenes Urteil in diesem Bereich zu bilden. Entsprechend hätte der Antrag von Prof. Dr. Matthias Ducci für die Einrichtung eines solchen Zentrums am Institut für Chemie der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe durch seine fachliche Exzellenz in der Chemielehreraus- und fortbildung überzeugt.
    „Wesentliches Merkmal des GDCh-Lehrerfortbildungszentrums Karlsruhe ist es, dass Fortbildungen für (Chemie)Lehrkräfte aller Schulformen angeboten werden, vom Grundschullehrer des Faches MeNuK bis hin zum Chemielehrer in der gymnasialen Oberstufe“, legte Professor Ducci daraufhin dar. „Ein weiteres besonderes Kennzeichen sind die Orte, an denen die Fortbildungen durchgeführt werden. Neben Veranstaltungen an der PH Karlsruhe und der PH Freiburg, deren Chemieabteilung Partner des Karlsruher Zentrums ist, wird es zahlreiche Fortbildungen an besonders interessierten Schulen geben“, fuhr er fort. Zum Profil des Zentrums gehöre ebenfalls die Durchführung etlicher Fortbildungen durch auswärtige Referenten aus Schule, Hochschule und Industrie. Hiermit sei eine größere Authentizität bei der Vermittlung neuer Konzepte und Experimente gegenüber anderen Fortbildungsformen gewährleistet, betonte der Leiter des neuen Zentrums.
    Kultusstaatssekretär Dr. Frank Mentrup, MdL sprach seine herzlichen Glückwünsche zum neuen Zentrum aus: Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe leiste mit der Einrichtung des Lehrkräftefortbildungszentrums der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) einen großen Beitrag zur Stärkung der MINT-Fächer an den Schulen, lobte er. „Die MINT-Fächer – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – haben vor allem in den Sekundarstufen I und II eine große Bedeutung. Es ist wichtig, dass Schülerinnen und Schüler in diesen Fächern Kompetenzen erwerben, damit wir langfristig das hohe Innovationsniveau unseres Landes und damit auch unseren aktuellen Lebensstandard halten können“, erklärte der Kultusstaatssekretär. „Deshalb ist es sinnvoll, bei den Schülern so früh wie möglich das Interesse an Naturphänomenen und Naturwissenschaften zu wecken und sie frühzeitig für experimentelles Arbeiten zu begeistern.“ Die Landesregierung habe diese Herausforderungen angenommen und wolle bei der Erarbeitung der neuen Bildungspläne die naturwissenschaftlichen Fachrichtungen und die Informatik stärken.
    Im abschließenden Festvortrag „Curriculare Innovationen - Photoprozesse im Chemieunterricht“ stellten Prof. Dr. M. Tausch und Amitabh Banerji von der Bergischen Universität Wuppertal die neuesten Entwicklungen in der Fachdidaktik Chemie vor. Ihr Credo, ständig neue aktuelle Inhalte für den Chemieunterricht zu erschließen und eine experimentelle Basis dafür zu finden, vermittelten sie lehrreich und begleitet von zahlreichen leicht umsetzbaren Experimenten.
    Die Feier wurde musikalisch umrahmt durch das PH-Streichquartett der Studentinnen Anna Kaever, Anita Reichel, Cosima Schaub und Kristin Räpple. Im Anschluss an die Veranstaltung bot ein Stehempfang den zahlreichen Gästen aus den verschiedenen Institutionen die Möglichkeit zum zwanglosen Austausch.

    Zum Programm des GDCh-Lehrerfortbildungszentrums an der PH Karlsruhe
    Das Programm für 2013 beinhaltet nach dem aktuellen Planungsstand insgesamt über 50 halb-, ein- und zweitägige Fortbildungen zu den Themen:
    • neue Lehr- und Lernstrategien im Chemieunterricht,
    • neue Themenfelder für einen Chemieunterricht der Zukunft unter besonderer Berücksichtigung des Alltagsbezuges,
    • Naturwissenschaften im Primarbereich,
    • Nachhaltigkeit in der Chemie und
    • Kurse für fachfremd unterrichtende Chemielehrkräfte.


    Weitere Informationen:

    http://www.ph-karlsruhe.de/institute/ph/chemie/gdch-lehrerfortbildungszentrum/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler
    Chemie, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Schule und Wissenschaft
    Deutsch


    Prof. Dr. Matthias Ducci bei einem Experiment im Rahmen seines Vortrags


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    Kultusstaatssekretär Dr. Frank Mentrup, MdL, spricht der Hochschule seine herzlichen Glückwünsche zum neuen GDCH-Lehrerfortbildungszentrum aus


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