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04.02.2013 15:25

Zentrale Geschäftsstelle der Universität der Großregion kommt nach Saarbrücken

Gerhild Sieber Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Die neue gemeinsame Geschäftsstelle der Universität der Großregion wird in der Villa Europa in Saarbrücken eingerichtet. Darauf einigten sich die Universitätspräsidenten und Rektoren der sechs Hochschulen aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Belgien, die am Freitag zur Abschlusskonferenz des Projektes „Universität der Großregion“ in Luxemburg zusammengekommen waren. Fast viereinhalb Jahre lang war das Projekt von der Europäischen Union gefördert worden. Sein Ziel, ohne bürokratische Hürden grenzüberschreitend studieren und forschen zu können, wurde dabei Stück für Stück ausgebaut. Nun wurde die Kooperation der Universitäten in einen neuen, dauerhaften Universitätsverbund überführt.

    Die Einrichtung einer gemeinsam finanzierten Geschäftsstelle ist zentraler Punkt einer Kooperationsvereinbarung, welche die Universitätspräsidenten und Rektoren der beteiligten Hochschulen bereits im Vorfeld der Konferenz unterzeichnet hatten. Die saarländische Landesregierung hat auf Antrag der Universität des Saarlandes Raum für diese Geschäftsstelle in der Villa Europa, die auch Sitz der Deutsch-Französischen Hochschule ist, zur Verfügung gestellt und sich bereit erklärt, hierfür die Mietkosten zu übernehmen. Ihre Arbeit soll die Geschäftsstelle ab Mitte April aufnehmen. Die Stellen des Direktors und des Koordinators werden in Kürze ausgeschrieben. Darüber hinaus wird es an jeder Hochschule als „lokale Schnittstelle“ mindestens einen Referenten geben, der für die enge Zusammenarbeit zuständig ist.

    Seit 2008 arbeiten die Universitäten in Lothringen, Luxemburg, Lüttich, Trier, Kaiserslautern und Saarbrücken in dem Projekt „Universität der Großregion“ daran, grenzüberschreitendes Studieren und Forschen zu vereinfachen. Mitte April läuft das Interreg-Projekt aus. Mit dem neuen, dauerhaften Universitätsverbund wird die Universität der Großregion zum ersten grenzüberschreitenden Hochschulverbund, an dem vier europäische Länder beteiligt sind. In den kommenden Jahren wollen die beteiligten Hochschulen vor allem solche Projekte initiieren, die ein besonders großes Potenzial für die Partneruniversitäten und die Regionalentwicklung haben. Ausgewählt wurden zunächst die Materialwissenschaften, die Biomedizin und Grenzraum-Studien. Diese Auswahl folgt den Empfehlungen der European University Association, die das Projekt kürzlich evaluiert hatte.

    Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht in der neuen gemeinsamen Geschäftsstelle eine gelungene Struktur, die für ein weiteres Zusammenwachsen über das bestehende Netzwerk hinaus nachhaltig wirken kann. „Dass das operative Zentrum der UniGR in Saarbrücken angesiedelt wird, ist auch Anerkennung der bisherigen Leistungen, um positive Effekte für Studierende und Wissenschaftler zu realisieren. Gerne habe ich die Universität des Saarlandes darin unterstützt, denn auch hierin kommt die besondere Europakompetenz des Saarlandes zum Ausdruck.“

    „Die Universität der Großregion verschafft uns eine gemeinsame Identität und Sichtbarkeit und wirkt als Hebel, um zusätzliche Mittel in die Region zu holen“, freut sich Universitätspräsident Volker Linneweber, der bis Ende 2013 Präsident des Hochschulnetzwerks bleiben wird.

    Hintergrund:
    Wer sich heute als Studentin oder Student an einer der Partneruniversitäten einschreibt, kann von den anderen kostenlos profitieren: Dank des UniGR-Studierendenstatus kann man jenseits der Ländergrenzen Lehrveranstaltungen besuchen, Prüfungen ablegen, Bücher ausleihen und in den Mensen zu Studentenpreisen essen. Über die Studienangebote der einzelnen Universitäten informiert eine gemeinsame Datenbank auf den Webseiten der Universität der Großregion. Fahrtkostenzuschüsse für das Pendeln zwischen den Universitäten gewährt ein Mobilitätsfonds. Auch Wissenschaftler und Nachwuchsforscher nutzen die Chance zu grenzüberschreitende Kooperation. So entstanden in der Großregion bisher insgesamt 22 Pilotprojekte, die rund 500 Akteure in Forschung und Lehre vernetzt haben. Ferner verschafft eine Datenbank einen Überblick über Forschungsgroßgeräte, um deren gemeinsame Nutzung zu ermöglichen.

    Weitere Informationen: http://www.uni-gr.eu


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    regional
    Kooperationen, Studium und Lehre
    Deutsch


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