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22.08.2002 08:31

9. WE-Heraeus-Ferienkurs für Physik: Wie Kooperation zu Ordnung oder Unordnung führt

Dipl.-Ing. Mario Steinebach Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
Technische Universität Chemnitz

    Wie Kooperation zu Ordnung oder Unordnung führt
    50 Studenten aus Deutschland treffen sich beim 9. WE-Heraeus-Ferienkurs für Physik

    Vom 26. August bis 6. September 2002 beschäftigen sich 50 Physikstudenten aus allen Teilen Deutschlands während eines Ferienkurses an der TU Chemnitz mit der Frage, wie Kooperation zu Ordnung oder Unordnung führt. Diese Frage, die sich mancher vielleicht auch schon privat oder in gesellschaftlichem Zusammenhang gestellt hat, ist in den Naturwissenschaften für verschiede Systeme von der Festkörperphysik bis zur Evolutionsbiologie von Bedeutung. Der Kurs mit dem Titel "Kollektive Dynamik nichtlinearer und ungeordneter Systeme" wird von der WE-Heraeus-Stiftung gefördert. Den Chemnitzer Physikern ist es damit zum neunten Mal in Folge gelungen, einen derartigen Ferienkurs an die Universität zu holen.

    Das diesjährige Kursthema ist sehr aktuell: Die Ausbildung von Strukturen, ob regelmäßig oder ungeordnet, sind kollektive Phänomene, die beispielsweise bei der weltweit vorangetriebenen Entwicklung neuer Materialien oder für die gezielte Strukturierung von Oberflächen von entscheidender Bedeutung sind. "Die zugrunde liegende Disziplin, die Nichtlineare Dynamik, ist eine fachübergreifende Querschnitts-wissenschaft, daher greifen dieselben methodischen Konzepte auch bei aktuellen Problemen des Internetverkehrs oder beim Verständnis der biologischen Evolution", erklärt einer der drei Kursleiter Prof. Dr. Günter Radons, Inhaber der Chemnitzer Professur für Komplexe Systeme und Nichtlineare Dynamik. Entsprechend reicht das fachliche Spektrum der 17 eingeladenen Dozenten von Theorie und Experiment der Glasbildung und des Kristallwachstums, über chemische Synergetik, bis hin zu Quanteneffekten und zu Prinzipien der Entstehung von Komplexität in nichtlinearen Systemen. So werden die teilnehmenden Studenten aus Ost und West zu interdisziplinärem Denken angeregt mit dem Nebeneffekt, die Stadt Chemnitz näher kennen zu lernen.

    Weitere Informationen: TU Chemnitz, Institut für Physik, Dr. Wolfram Just, Tel. (03 71) 5 31 - 30 40, Fax (03 71) 5 31 - 32 33, E-Mail: wolfram.just@physik.tu-chemnitz.de , Kurs-Programm im Internet: http://www.tu-chemnitz.de/physik/KSND/weh_2002/

    Stichwort: WE-Heraeus-Stiftung

    Die WE-Heraeus-Stiftung in Hanau ist die größte private Stiftung auf dem Gebiet der Physik. Gegründet wurde sie 1963 von Dr. Wilhelm Heinrich Heraeus und seiner Frau Else. Das kinderlose Paar besaß Anteile am Technologie-Konzern Heraeus (Umsatz 2000: 8 Milliarden Euro, 10.244 Mitarbeiter, Produkte: Laborgeräte, Quarzglas, Medizintechnik), die sie der Stiftung vermachte. Die Erträge aus diesen Anteilen werden seither für die Förderung der Grundlagenforschung in der Physik verwendet. Eines der geförderten Projekte sind die WE-Heraeus-Ferienkurse für Physik, die seit 1991 in den neuen Bundesländern stattfinden. Sie richten sich an Studenten höherer Semester und an Doktoranden.


    Weitere Informationen:

    http://www.tu-chemnitz.de/physik/KSND/weh_2002/


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Elektrotechnik, Energie, Mathematik, Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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