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02.09.2002 15:55

Ab sofort an der Uni Duisburg: Sechs neue Studiengänge

Ulrike Bohnsack Presse- und Informationsstelle, Standort Duisburg
Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (bis 31.12.2002)

    Sechs interdisziplinäre Bachelor-/Master-Studiengänge wird die Gerhard-Mercator-Universität Duisburg zum kommenden Wintersemester einführen. Bis zum 17. Oktober kann man sich noch einschreiben.

    Die neuen Studiengänge sind:

    - International Studies in Engineering ISE
    - Wirtschaftsingenieurwesen
    - Logistik-Management
    - Technische Logistik
    - Kulturwirt
    - Wasser: Chemie, Analytik, Mikrobiologie

    Mit ihrem fachübergreifenden und gestuften Aufbau vermitteln sie international gesuchte Kenntnisse und Fähigkeiten, die einen schnellen Berufsübergang erleichtern. Ein gutes Bachelorzeugnis eröffnet aber ebenso die Möglichkeit einer wissenschaftlichen Vertiefung im Masterstudiengang, der auch für ausländische Studierende sehr attraktiv ist. Weitere Infos unter: www.uni-duisburg.de

    International Studies in Engineering

    Die International Studies in Engineering, kurz ISE, bündeln die Duisburger Ingenieurwissenschaften zu einem neuen auslandsorientierten Studienprogramm, das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst unterstützt wird. Den Studierenden steht ein attraktives, breit gefächertes Studienangebot offen, aus dem sie eine für ihre Bedürfnisse optimale Kombination für ein berufs- oder wissenschaftsorientiertes Studium zusammen stellen können. Unter dem gemeinsamen ISE-Dach werden folgende Bachelorstudiengänge angeboten:

    Computer Engineering
    - Electrical and Electronic Engineering
    - Computer Science and Communications Engineering
    - Control and Information Systems
    - Mechanical Engineering sowie
    - Material Science

    Guten Bachelor-Absolventen stehen im Master-Bereich die folgenden Studienprofile offen:

    - Computer Engineering
    - Electrical and Electronic Engineering
    - Computer Science and Communications Engineering
    - Control and Information Systems
    - Mechanical Engineering

    Drei neue Studiengänge schlagen Brücken zwischen den Wirtschafts- und den Ingenieurwissenschaften, denn die Wirtschaft benötigt dringend umfassend ausgebildete Fachkräfte. Besonders gefragt sind Hochschulabsolventen, die ihr anwendungsorientiertes Technik-Wissen mit betriebswirtschaftlichem Knowhow verbinden können.

    Wirtschaftsingenieurwesen

    Ab sofort einschreiben kann man sich für den Bachelor-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Er vermittelt die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse, um als Business Engineer an der Schnittstelle zwischen technischem und kaufmännischem Bereich in verantwortungsvoller Position künftige Technologiepotenziale zu erkennen und sie in neue Produktionsverfahren, Produkte und Dienstleistungen zu überführen.

    Die Tätigkeitsbereiche von Wirtschaftsingenieuren erstrecken sich auf fast alle Unternehmensbereiche, unter anderem auf die Produktion, die Logistik, das Marketing, das Controlling, die Unternehmensberatung oder das Management. Der Studiengang enthält je zur Hälfte wirtschafts- und ingenieurwissenschaftliche Anteile. Im ingenieurwissenschaftlichen Teil des Studiums werden zwei Studienrichtungen angeboten, und zwar "Energie und Wirtschaft" (Power Engineering) sowie "Maschinenbau und Wirtschaft" (Mechanical Engineering). Nach dem erfolgreichen Durchlauf dieses sechssemestrigen Studiengangs hat man dann die Wahl, ob man sofort in den Arbeitsmarkt einsteigt oder an der Uni bleibt, um den weiterführenden Masterstudiengang zu belegen.

    Zwei Logistik-Studiengänge

    Auch für die Wachstumsbranche Logistik bietet die Uni Duisburg künftig ein attraktives Studiengangsprofil. Unter "Logistik" versteht man die gesamte Organisation und Optimierung von Güter-, Waren- und Informationsflüssen. Dazu zählen die Einbindung eines Betriebes in unternehmensübergreifende Transportprozesse ebenso wie die Prozesse der Versorgung eines Unternehmens mit neuen Gütern sowie die Optimierung innerbetrieblicher Abläufe z.B. im Material-, Energie- und Produktfluss.

    Logistiker werden in vielen Unternehmensbereichen dringend benötigt - für die Optimierung der Material-, Waren- und Informationsflüsse sowie der Transportketten, für das Bestands- und Produktionsmanagement, für die Errichtung von Lager- und Umschlagseinrichtungen, aber auch für die zunehmend internationale Ausrichtung der Unternehmen.

    Ab dem kommenden Wintersemester bietet die Uni Duisburg einen sechssemestrigen Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaftslehre an, der bereits Schwerpunkte der Logistik einschließt und auf das neue vier Semester umfassende Master-Studienangebot im Bereich der Logistik vorbereitet. Diese Studiengänge richten sich an Studenten, die ihre Logistikausbildung noch weiter wirtschafts- oder ingenieurwissenschaftlich vertiefen möchten. Die Abschlüsse sind: "Master of Science in Management (M.Sc.)" für die Ausrichtung "Logistik-Management" bzw. "Master of Engineering (M.E.)" für die Ausrichtung "Technische Logistik".

    Absolventen dieser Logistik-Studiengänge sind hervorragend qualifiziert für eine Karriere als Fach- und Führungskraft im internationalen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbereich. Sie erwerben eine von der Praxis geforderte Querschnittsqualifikation, die den Absolventen aussichtsreiche Perspektiven auf einem zukunftsträchtigen Markt eröffnet.

    Kulturwirt

    Ebenfalls neu ist der gestufte Studiengang Kulturwirt, der umfassendes Spezialwissen über einen bestimmten Wirtschafts- und Kulturraum vermittelt. An der Uni Duisburg werden Experten für den angloamerikanischen, spanischsprachigen und niederländischen Kulturraum fachlich fundiert und praxisnah ausgebildet. Dazu gehören Fremdsprachenkenntnisse und problemorientiertes Wissen, um die wirtschaftlichen, sozialen, technischen und kulturellen Verhältnisse des jeweiligen Kulturraums besser einschätzen und pragmatische Sachentscheidungen treffen zu können.

    Das Charakteristische des bundesweit einmaligen Studiengangs ist die Verbindung von wissenschaftlicher Interdisziplinarität und Interkulturellem Lernen, die kulturwissenschaftliche Reflexion von Grundproblemen der ökonomischen und politisch-gesellschaftlichen Entwicklung der modernen Welt sowie die spezielle Praxis- und Berufsorientierung. Der Studiengang verzahnt in der ersten Ausbaustufe geistes- und wirtschaftswissenschaftliche Studienanteile miteinander, in einer zweiten Stufe wird die gesellschaftswissenschaftliche Komponente integriert.

    Der künftige Kulturwirt studiert prinzipiell zwei Fächer: Er kombiniert entweder Englisch, Spanisch, Niederländisch oder Philosophie mit Wirtschaftswissenschaft oder er verknüpft zwei Fächer aus der geisteswissenschaftlichen Palette miteinander. Neben Schulungen im Bereich der neuen Medien ist ein Grundlagenstudium obligatorisch, in dem allgemeinbildende Themen wie "Interkulturelle Kommunikation" oder "Wirtschaft und Gesellschaft" behandelt werden. Teil des Bachelorstudiums sind außerdem berufspraktische Studien, und wer den Master machen möchte, geht für ein Semester ins Ausland.

    Die Absolventen dieses Studiengangs werden gesuchte Fachkräfte für regional oder international operierende Wirtschafts- und Dienstleistungsunternehmen sein, die den großen Wert vielseitig ausgebildeter Experten erkannt haben. Ihre künftigen Tätigkeitsfelder erstrecken sich zum Beispiel auf Bereiche wie Marketing, Organisation, Export und Kundenbetreuung. Auch Öffentlichkeitsarbeit, Presse- und Medienarbeit oder Kulturmanagement können zu ihren Aufgaben gehören. Neben kulturellen Institutionen werden sie auch für unterschiedliche Organisationen und Verbände arbeiten können.

    Wasser: Chemie, Analytik Mikrobiologie

    Mit großem Erfolg bereits vor einem Jahr gestartet ist der Bachelor-Studiengang "Wasser: Chemie, Analytik, Mikrobiologie" im zukunftsträchtigen Bereich der Biotechnologie. Deshalb ist das Interesse an der Einführung der Masterstufe auch groß gewesen, um das Studium nach der Bachelorprüfung nahtlos fortsetzen zu können. Dies ist ab sofort an der Mercator-Universität Duisburg möglich.

    Die interdisziplinär ausgebildeten Absolventen dieses bundesweit einmaligen Studiengangs sind weltweit gefragt, denn Wasser ist eine der knappsten und kostbarsten Ressourcen der Erde. Der jetzt komplettierte zweistufige Studiengang vermittelt die nötigen Kenntnisse, um die Ressource Wasser effizient, ökonomisch und zukunftsorientiert zu nutzen. Es geht darum, die Chemie des Wassers zu verstehen und zu analysieren einschließlich des darin enthaltenen Lebens und der Kreisläufe. Die Absolventen kennen sich in der Wasserversorgung und der Abwasserreinigung aus und können so dazu beitragen, die wichtige Ressource Wasser optimal zu nutzen und nachhaltig zu schützen.

    Zu den Inhalten des Bachelorstudiums gehört das Grundlagenwissen aus den Bereichen Wasserchemie, Analytik, Biochemie, Mikrobiologie, Hygiene, Verfahrenstechnik und Biotechnologie, Betriebswirtschaft, Datenbank-Recherche, Umwelt- und Gefahrstoff-Recht und Statistik. Schwerpunkte der neuen Masterstufe sind die Instrumentelle Analytik, Umweltmikrobiologie, Biotechnologie, Verfahren der Wassertechnik, Abwasserbehandlung, Hygiene und Toxikologie und Qualitätsmanagement.

    Die Absolventen dieses gestuften Studienganges haben beste Voraussetzungen und Aussichten in den Berufsfeldern: Trinkwasserversorgung, Meerwasserentsalzung, Abwasserreinigung, Verantwortung für Brauchwassersysteme, z.B. in der Kraftwerks-, Lebensmittel-, Pharma-, Halbleiter- oder Automobil-Industrie, Überwachungsbehörden, chemisch-analytische Laboratorien, mikrobiologische Wasserlabors, als Wasserexperte in Entwicklungsländern und Katastrophengebieten.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Gesellschaft, Maschinenbau, Verkehr / Transport, Wirtschaft
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


     

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