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08.04.2013 12:30

Ein MOOC für alle 84.000 FernUni-Studierenden

Susanne Bossemeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
FernUniversität in Hagen

    Erstmals bietet die FernUniversität in Hagen ihren Studierenden einen Massive Open Online Course an. Thema des vierwöchigen interdisziplinären Diskurses ist „die digitale Gesellschaft". Alle vier Fakultäten der FernUniversität sind mit jeweils einer Themenwoche vertreten. Teilnehmen können alle 84.000 Studierenden, unabhängig von der Studienrichtung. Der MOOC ist Teil des FernUni-Forschungsprojekts „Social Software“.

    MOOC ist die Abkürzung für Massive Open Online Course. Die FernUniversität in Hagen bietet einen solchen MOOC ab dem 29. April und für die Dauer von vier Wochen in Form eines „Interdisziplinären Diskurses zur digitalen Gesellschaft“ über die Lernplattform moodle an. Alle vier Fakultäten sind an diesem MOOC beteiligt und alle Studierendenden der FernUniversität zur kostenfreien Teilnahme unter http://mooc.fernuni-hagen.de eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Inhalte mit Social-Software-Tools bearbeiten

    Am Anfang jeder Woche gibt es ein rund 15-minütiges Impulsreferat und thematisch daran anschließend eine Aufgabe. Als Studienleistung wird der MOOC zwar nicht anerkannt, aber wer „am Ball“ bleibt, alle vier Aufgaben löst und am Ende einen Erfahrungsbericht in moodle hochlädt, bekommt ein Teilnahmezertifikat.
    Zur Bearbeitung stehen den Studierenden in diesem MOOC nicht nur verschiedene Hintergrundinformationen, z. B. in Form von Texten und Videos, zur Verfügung. Sie können und sollen außerdem über verschiedene Social-Software-Tools – zum Beispiel den Kurznachrichtendienst Twitter oder die Plattform Scoop.it – ihre Ideen und Gedanken mit den anderen Teilnehmenden diskutieren, eigene Beiträge veröffentlichen und die der anderen analysieren. „Die Studierenden generieren so neues, eigenes Wissen und stellen dieses im Idealfall auf der MOOC-Internetseite der FernUniversität wiederum der Community zur Verfügung. Es ist aber auch möglich, nicht-öffentlich im geschützten moodle-Bereich zu agieren “, erklärt Prof. Dr. Theo Bastiaens. Der Leiter des Lehrgebiets Mediendidaktik hat den ersten MOOC der FernUniversität im Rahmen seines Forschungsprojekts „Social Software“ initiiert.

    MOOC ist Testexperiment

    In diesem von der FernUniversität finanzierten Projekt erforschen und implementieren Bastiaens und sein Team ein didaktisches Modell zum Einsatz von Social Software in der Hochschullehre. Unter dem Begriff Social Software sind webbasierte Anwendungen wie Blogs, Wikis und Netzwerkplattformen zusammengefasst. Das Ziel des Forschungsprojekts ist, Lehrende und Studierende durch den Einsatz von Social Software in konkreten Lernsituationen zu unterstützen. Das große Potenzial von Social Software in der Hochschullehre sieht der Bildungswissenschaftler vor allem darin, dass die Akteure im Lernprozess miteinander in eine soziale Beziehung treten, interagieren und so der Aufbau kollaborativer Wissenskonstruktionen gefördert wird.

    „Damit der Einsatz von Social Software einen Mehrwert in der Lehre hat, ist ein didaktisches Konzept Voraussetzung. Und genau daran arbeiten wir gerade. Dieser erste MOOC ist deshalb als Experiment zu verstehen. Er ist eines von vielen Instrumenten, das wir in unserem Forschungsprojekt testen“, unterstreicht Bastiaens.

    „Hauptzielgruppe sind unsere Studierenden“

    MOOCs werden bereits von Hochschulen, Institutionen und Unternehmen weltweit eingesetzt. Nicht immer erfolgreich. „Viele dieser Angebote scheitern daran, dass sie nicht strukturiert sind, die Zielgruppe nicht klar definiert und vor allem zu groß ist“, weiß der Bildungswissenschaftler. „Deshalb ist dieser erste MOOC der FernUniversität ein Angebot für unsere Hauptzielgruppe – für die rund 84.000 Studierenden“, so Bastiaens.

    Die Ergebnisse aus diesem ersten MOOC werden im Anschluss auf der Seite http://mooc.fernuni-hagen.de veröffentlicht und stehen allen Interessierten – auch Nicht-Studierenden – offen.

    Die vier Themenwochen

    Prof. Bastiaens wird am 29. April den MOOC mit seinem Impulsreferat „Neues Lernen – neue Lehre? Der Homo Zappiens an der Uni“ eröffnen. Die zweite Woche startet mit dem Vortrag „Informationsmanagement: Brücke zwischen Business und IT“ von Prof. Dr. Ulrike Baumöl, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Das Thema von Prof. Dr. Ulrich Wackerbarth, Rechtswissenschaftliche Fakultät, ist in Woche drei: „Internetanschluss – für die eigenwirtschaftliche Lebensführung von überragender Bedeutung“. Die vierte und letzte Woche dreht sich um die Frage „Digitale Unterschriften und Zitate – Mit wem rede ich gerade im Internet?“. Das Impulsreferat hält Prof. Dr. Jörg Keller, Fakultät für Mathematik und Informatik.


    Weitere Informationen:

    http://mooc.fernuni-hagen.de/
    http://www.fernuni-hagen.de


    Bilder

    Alle rund 84.000 FernUni-Studierenden sind zur Teilnahme an dem kostenfreien MOOC der FernUniversität eingeladen.
    Alle rund 84.000 FernUni-Studierenden sind zur Teilnahme an dem kostenfreien MOOC der FernUniversitä ...

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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
    Informationstechnik, Pädagogik / Bildung, Recht, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Studium und Lehre
    Deutsch


     

    Alle rund 84.000 FernUni-Studierenden sind zur Teilnahme an dem kostenfreien MOOC der FernUniversität eingeladen.


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