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08.10.2002 09:03

Neues Zentrum soll Defiziten im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildungsbereich begegnen

Kerstin Wodal Pressestelle
Universität Bayreuth

    Zentrum zur Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts (Z-MNU) jetzt genehmigt! Drei Ziele: Fachdidaktische Kompetenz bündeln, IT-Bereich fördern, Fort- und Weiterbildung

    Bayreuth (UBT). Ein Zentrum zur Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts (Z-MNU) wird jetzt an der Universität Bayreuth errichtet. Das Bayerische Wissenschaftsministerium genehmigte kürzlich einen entsprechenden Antrag der oberfränkischen Hochschule. Die Errichtung des Zentrums ist eine mögliche Antwort auf zunehmend sichtbare Defizite im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildungsbereich, wie sie etwa durch die PISA-Studie belegt wurde.

    Das neue eingerichtete Zentrum soll sich deshalb der Aufgabe widmen, den mathematischen, naturwissenschaftlichen sowie technischen Unterricht zu fördern und Schule und Gesellschaft wieder vermehrt in die naturwissenschaftlich-technische Forschung einzubeziehen. Es soll Erkenntnisse, Bewertungen und Problemlösungen an Bildungseinrichtungen und die allgemeine Öffentlichkeit vermitteln, Fortbildungsveranstaltungen organisieren und die Weiterqualifizierung von Lehrkräften ermöglichen.

    Das Konzept der Universität geht davon aus, dass insbesondere die Fächer Mathematik, Informatik Naturwissenschaften (Chemie, Biologie und Geographie) und Technik dringend gestärkt werden müssen, was durch eine Zusammenarbeit der jeweiligen Fachwissenschaften mit ihren Fachdidaktiken sowie den Erziehungswissenschaften (Pädagogik und Psychologie) im Rahmen des Zentrums erfolgen soll.

    Vier Hauptziele sieht das Konzept des Zentrums vor:

    Zunächst soll der mathematisch-naturwisschenschaftliche Unterricht einschließlich Technik und Informatik dadurch gefördert werden, dass das Z-MNU die fachdidaktische Kompetenz für die Auswahl, Konzeption, Durchführung und Abstimmung von Forschungsprojekten bündelt. In der Lehre sollen fachbezogene und fächerübergreifende Themen in gemeinsamen Lehrveranstaltungen beispielhaft erarbeitet werden, und man hält die Kooperation benachbarter Fachdidaktiken und Fachwissenschaften in diesem Zusammenhang für besonders bedeutsam.

    Zweitens sollen Informations- und Kommunikationstechnologien gefördert werden. Dazu sollen im Zentrum Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Multimedia-Programmen erforscht, ihre Wechselwirkungen mit den klassischen Print-Medien untersucht und die Wirksamkeit der Medien im Unterricht erörtert werden. Eine weitere Aufgabe ist die Konzeption und Entwicklung multimedialer Lehr- und Lerninhalte.

    Drittens ist die Fort- und Weiterbildung als lebensbegleitendes Lernen nicht nur integraler Bestandteil zukunftsorientierter Bildungskonzepte, sondern auch des Z-MNU. Gegenwärtige Fort- und Weiterbildungskonzepte sollen deshalb weiterentwickelt werden. Es sollen daher neben den bestehenden Fortbildungsveranstaltungen fachliche und didaktisch-methodische Fortbildungen durch Mitglieder des Zentrums in der Universität bzw. an Schulen angeboten werden, wobei die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik im Vordergrund stehen. Effizientere Unterrichtsformen sollen dazu entwickelt, erprobt und anschließend flächendeckend verbreitet werden.

    Die erste Ausbaustufe des Zentrums soll von den bestehenden Ressourcen der Universität abgedeckt werden. Mitglieder des Zentrums sind die Inhaber der Lehrstühle für Mathematik und ihre Didaktik, Professor Dr. Peter Baptist, und für Didaktik der Biologie, Professor Dr. Siegfried Klautke, die das Zentrum leiten. Außerdem gehören die Akademische Oberrätin Dr. Sigrid Weber (Didaktik der Physik) und der Akademische Oberrat Walter Wagner (Didaktik der Chemie) sowie der Bereich Didaktik der Geographie zu den "Gründungsmitgliedern" des neuen Zentrums. Für den Zeitraum 2005/2006 ist eine zweite Ausbaustufe geplant.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


     

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