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13.06.2013 14:24

Helmut-Wölte-Preis für psychoonkologische Spezial-Sprechstunde für Eltern junger Krebspatienten

Kornelia Suske Pressestelle
Universitätsklinikum Magdeburg

    An der Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie Magdeburg gibt es eine psychosoziale Spezial-Sprechstunde, in der Eltern junger Patienten mit hämatologischen Krebserkrankungen begleitet werden. Die Helmut-Wölte-Stiftung hat dieses Projekt „AYA-Parents - Implementierung und Evaluation einer strukturierten psychoonkologischen Kurzintervention für Eltern Adoleszenter und junger Erwachsener mit malignen hämatologischen Erkrankungen“ mit dem Helmut-Wölte-Preis für Psychoonkologie 2013 ausgezeichnet. Geleitet wird dieses Projekt von Dipl.-Psychologe Michael Köhler und Prof. Dr. Thomas Fischer von der Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie der Universität Magdeburg.

    Mit diesem innovativen Projekt wird die psychosoziale Situation von Eltern sogenannter AYAs (Adoleszente und junge Erwachsene) mit hämatologischen Erkrankungen in den Blick genommen. Diese Gruppe von Angehörigen ist durch die Krankheit ihrer Kinder meist selbst stark belastet und muss gleichzeitig doch eine Schlüsselposition für die jungen Patienten übernehmen, die aufgrund der Krankheitserfahrung oftmals auf frühere psychische Entwicklungsstufen zurückfallen. Spezifische psychosoziale Hilfsangebote für diese betroffenen Familien sind noch kaum etabliert.

    Zielsetzung des Projektes war die Entwicklung, Implementierung und wissenschaftliche Evaluation einer strukturierten, auf psychoedukativen und supportiven Konzepten basierenden, psychoonkologischen Kurzintervention für die Eltern der betroffenen jungen Patienten. Eine derzeit noch laufende randomisierte klinische Studie evaluiert die Wirksamkeit dieser Intervention.

    Mit der Einbeziehung einer bislang unterversorgten Gruppe Angehöriger in das psychosoziale Betreuungskonzept entspricht das Projekt heutigen psychoonkologischen Anforderungen und hat Modellcharakter für andere Programme psychoonkologischer Versorgung.

    Die Helmut-Wölte-Stiftung für Psychoonkologie schreibt alle zwei Jahre den Helmut-Wölte-Preis aus. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Die Stiftung unterstützt durch den Preis Initiativen zur psychosozialen Versorgung von Krebspatienten und ihren Angehörigen, die bei wissenschaftlich fundierter Praxis innovativen und zukunftsweisenden Modellcharakter besitzen.
    Es werden ausschließlich Projekte berücksichtigt, die sich bereits in der Phase ihrer Realisierung befinden. Der Preisträger wird durch eine Jury bestehend aus Stiftungsvorstand und beratenden Wissenschaftlern ermittelt.

    Die Teilnahme an der nun ausgezeichneten Spezial-Sprechstunde der Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie ist offen für alle betroffenen Eltern junger Patienten (bis zum 40. Lebensjahr) mit hämatologischen Krebserkrankungen. Für Anfahrtswege außerhalb von Magdeburg können bedarfsgerecht die Fahrtkosten übernommen werden. Anfragen von Eltern oder behandelnden Psychotherapeuten und Ärzten werden gern beantwortet.

    Ansprechpartner:
    Dipl.-Psych. Michael Köhler
    Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie Magdeburg
    Arbeitsbereich Psychoonkologie
    Tel. 0391-67-13307 oder -13266 / Fax 0391-290353
    E-Mail: michael.koehler@med.ovgu.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Medizin, Psychologie
    regional
    Forschungsprojekte, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


    v.l.: Dipl.-Psych. Michael Köhler (Preisträger), Dr. Thomas Schopperth (Vorsitzender der dapo e.V.), PD Dr. Andrea Schumacher (Vorsitzende der Helmut-Wölte-Stiftung) und Dr. Klaus Röttger (stellvertretender Vorsitzender der Helmut-Wölte-Stiftung).


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