Was sich verändert, wenn man Krebs hat

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25.07.2013 11:39

Was sich verändert, wenn man Krebs hat

Christiana Tschoepe Pressestelle
Deutsche Krebshilfe e. V.

    Forscher untersuchen den Einfluss von Krebs auf die Lebensqualität

    Heidelberg (gb) – Die Diagnose Krebs verändert schlagartig das Leben der Betroffenen. Sie löst Angst und Unsicherheit aus: vor der Behandlung, vor Nebenwirkungen und vor der Zukunft. Aber verschlechtert sich auch die Lebensqualität? Dieser Frage gehen Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg nach. In der sogenannten „LinDe-Studie“ befragen sie mehr als 10.000 gesunde und kranke Menschen nach ihrer Lebensqualität. Die Deutsche Krebshilfe fördert die Studie mit 356.000 Euro.

    „‚LinDe‘ bedeutet Lebensqualität in Deutschland“, erläutert Dr. Volker Arndt von der Abteilung Klinische Epidemiologie und Altersforschung den Namen der Studie. „Mit Hilfe der in der Studie erhobenen Daten werden wir viele drängende Fragen beantworten können: Wie schätzen die Deutschen ihre Lebensqualität ein? Was beeinflusst diese? Wie beeinträchtigen chronische Erkrankungen, insbesondere Krebserkrankungen langfristig die Lebensqualität?“

    Dazu werden im Rahmen der „LinDe-Studie“ deutschlandweit über 10.000 Fragebögen an zufällig über die Einwohnermeldeämter ausgewählte Bürgerinnen und Bürger verschickt. Ihnen werden unter anderem Fragen zu Lebensqualität, körperlicher Aktivität und dem sozialen Umfeld gestellt.

    Besonderer Fokus liegt auf Tumorerkrankungen. „Eine Krebsdiagnose stellt ein einschneidendes Erlebnis für die Betroffenen dar“, so Arndt weiter. Die Erkrankung und die damit verbundene Therapie, wie beispielsweise eine Chemo- oder Strahlentherapie können zu verschiedenen körperlichen, psychischen und sozialen Problemen führen. Diese Probleme können eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität der Patienten und Patientinnen nach sich ziehen, auch noch viele Jahre nach der Therapie.“

    „Unser Ziel ist es, Beeinträchtigungen der Lebensqualität durch eine Krebserkrankung zu erfassen und Möglichkeiten zu erforschen, diese Beeinträchtigungen zu vermeiden.“ So soll die medizinische und psychosoziale Versorgung der Betroffenen verbessert werden.

    Hintergrund-Information: Krebs in Deutschland

    Laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts erhalten derzeit jedes Jahr mehr als 490.000 Menschen in Deutschland die Diagnose Krebs. Die Tendenz ist steigend – bis zum Jahr 2050 könnte sich diese Zahl um ein Drittel erhöhen. Der Grund: Die steigende Lebenserwartung. Je älter der Mensch wird, desto unzuverlässiger arbeiten die Reparatursysteme der Zellen. Das Gesundheitssystem steht vor enormen Herausforderungen. Die Deutsche Krebshilfe stellt sich dieser Aufgabe: Sie setzt sich für die Interessen der Betroffenen ein, hilft Krebspatienten und ihren Angehörigen und bemüht sich um eine verbesserte Prävention und Früherkennung von Krebserkrankungen.

    Projektnr.: 110231

    Interviewpartner auf Anfrage!

    Bonn, 25. Juli 2013

    Abdruck honorarfrei
    Beleg erbeten


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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