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12.08.2013 08:35

8. Deutscher Allergiekongress diskutiert Zusammenhang von Allergie und Umweltfaktoren

Susanne Schübel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie

    Welcher Zusammenhang besteht zwischen Feinstaub und Asthma? Verstärkt der Klimawandel das Auftreten von Allergien? Entstehen allergische Erkrankungen schon im Mutterleib? Und: Wird es jemals eine Impfung gegen Allergien geben? Diese und viele andere aktuelle Themen stehen auf dem Programm des 8. Deutschen Allergiekongresses, der vom 5. bis 7. September 2013 rund 1.400 Medizinerinnen und Mediziner in den RuhrCongress nach Bochum führen wird. Eröffnet wird die Veranstaltung am 5. September mit einem Festvortrag von Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert. Schirmherrin ist NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens.

    Der 8. Deutsche Allergiekongress vom 5. bis 7. September in Bochum steht unter dem Motto „Allergie und Umwelt“ und weist auf die besondere Bedeutung von Umweltfaktoren für die Entstehung und Ausprägung allergischer Erkrankungen hin. Die drei großen deutschen allergologischen Fachgesellschaften, der Ärzteverband Deutscher Allergologen (AeDA), die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) bieten mit dieser Tagung ein interdisziplinäres Forum für die Präsentation der Fortschritte und neuen Erkenntnisse im Bereich der Allergologie, klinischen Immunologie sowie Umwelt- und Arbeitsmedizin. Inhalt und Organisation liegen in den Händen der Kongresspräsidenten Prof. Dr. Eckard Hamelmann, Direktor der Universitätskinderklinik Bochum, und Prof. Dr. Monika Raulf-Heimsoth, Leiterin des Kompetenz-Zentrum Allergologie/Immunologie des Institutes für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IPA), Ruhr-Universität Bochum.

    Ob bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Asthma oder Neurodermitis: Allergologen und Immunologen versorgen in ihrem Fachgebiet Frauen, Männer und Kinder aller Altersgruppen – vom Neugeborenen bis zum Hochbetagten. Das fachärztliche Spektrum umfasst Prävention, hochspezialisierte Diagnoseverfahren, medikamentöse Therapien bis hin zur Schulung und Begleitung Betroffener im Alltag. Statistiken zeigen, vor welchen Herausforderungen insbesondere bei jugendlichen Patienten die moderne Allergologie und Immunologie heute stehen: Allergien, Asthma und Neurodermitis (atopisches Ekzem) haben sich zu Volkskrankheiten entwickelt, von denen bereits bis zu 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland betroffen sind. Das sind allein in Nordrhein-Westfalen rund 650.000 Mädchen und Jungen.

    Während der drei Kongresstage befassen sich die Mediziner und Wissenschaftler deshalb intensiv mit den Gefahren, die der Feinstaub in den Städten für sensible Personen bedeutet. Feinstaub ist ein Teil des Schwebstaubes, der bis in die Lunge gelangen kann. In Verbindung mit Allergenen aus der Umwelt kann Feinstaub die allergie-auslösende oder –verstärkende Wirkung potenzieren. Die Statistik zeigt: Je näher Menschen an einer vielbefahrenen Straße wohnen, desto höher ist der Anteil der Asthmatiker und der Asthma-Anfälle.

    Im Fokus steht auch der Anstieg von allergischen Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Kongresspräsident Prof. Dr. Eckard Hamelmann: „Die globale Erwärmung hat auch in Deutschland zu einer Ausweitung der Blütezeiten geführt. Deshalb gibt es keine allergiefreie Zeit mehr, in der sich betroffene Patienten erholen können.“

    Abgerundet wird das Kongressprogramm am Samstag, 7. September, um 12.30 Uhr mit der Podiumsdiskussion „Quo vadis – Allergologie“ mit Medizinern, Gesundheitsfunktionären und Kassenvertretern. Unter dem Motto „Fürsorgen – vorsorgen – versorgen“ stellt sich an diesem Tag erstmals das neue „Aktionsforum Allergologie“ als Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Klinikern, niedergelassenen Ärzten aller Fachrichtungen und Industriepartnern der Öffentlichkeit vor.

    Bitte beachten Sie:
    Die Eröffnungspressekonferenz zum 8. Deutschen Allergiekongress findet am Mittwoch, 4. September 2013, um 11 Uhr im Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospitals, Raum 1, Gudrunstraße 56, 44791 Bochum, statt.


    Weitere Informationen:

    http://www.allergiekongress.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Tagungspräsident des 8. Deutschen Allergiekongresses: Prof. Dr. Eckard Hamelmann, Direktor der Universitätskinderklinik Bochum


    Zum Download

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    Tagungspräsidentin des 8. Deutschen Allergiekongresses in Bochum: Prof. Dr. Monika Raulf-Heimsoth, Leiterin des Kompetenz-Zentrum Allergologie/Immunologie des Institutes für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IPA), Ruhr-Universität Bochum


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