Präsenz und Evidenz fremder Dinge im Europa des 18. Jahrhunderts

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20.08.2013 14:36

Präsenz und Evidenz fremder Dinge im Europa des 18. Jahrhunderts

Antje Dauer Pressestelle
Herzog August Bibliothek

    Internationale Tagung in Kooperation mit der der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts (DGEJ) und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Universität Passau und der DGEJ vom 9. bis 11. September 2013 in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Leitung: Prof. Dr. Birgit Neumann (Universität Passau)

    Die Modernisierungsprozesse des 18. Jahrhunderts fallen zusammen mit dem Beginn der Konsumgesellschaft, deren vielleicht wichtigstes Merkmal die größere Präsenz fremder Dinge in fast allen gesellschaftlichen Bereichen ist. Die Fülle fremder Dinge, vor allem die von Reisen mitgebrachten Exotika, machte die Schaffung neuartiger Ordnungen des Wissens notwendig. Denn der Transfer fremder Dinge ist angewiesen auf Akte der kreativen Aneignung, Zur-Schau-Stellung und symbolischen Präsentation, also auf Formen des Präsentmachens, die auf den epistemischen Überschuss des Dinges verweisen. Was präsent ist, soll greifbar sein, durch konkrete Anschaulichkeit faszinieren und auf menschliches Begehren und (implizites) Wissen einwirken.

    Ziel der Tagung ist es, Strategien des Präsentmachens fremder Dinge in zentralen gesellschaftlichen Bereichen des 18. Jahrhunderts – Zeitalter der Aufklärung, des Konsums, der Empfindsamkeit und der imperialen Expansion – zu rekonstruieren und auf ihre Bedeutungen für die Produktion von Evidenz hin zu befragen. Geläufige Konzepte der Aufklärung gehen von einer Trennung von Subjekt und Geist auf der einen Seite und Materie auf der anderen Seite aus. Die interdisziplinäre Perspektive der Tagung betont hingegen das Zusammenspiel von Dingen, Wissen und Subjekten und bietet daher vielfältige Ansatzpunkte, um bestehende Aufklärungskonzepte kritisch zu hinterfragen.

    Auf der Tagung werden international führende Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen zusammenkommen, um in einen Dialog über das Wissen der fremden Dinge im 18. Jahrhundert zu treten.


    Weitere Informationen:

    http://dgej.hab.de/tagungen/tagungen-dgej/tagung-2013


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Kulturwissenschaften
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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