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27.09.2013 18:46

Hohe Auszeichnungen für Astronomen und den wissenschaftlichen Nachwuchs

Dr. Klaus Jäger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der AG
Astronomische Gesellschaft

    Auf Ihrer traditionellen Herbsttagung, die heute in Tübingen endet, hat die Astronomische Gesellschaft (AG) auch dieses Jahr wieder bedeutende wissenschaftliche Preise verliehen – darunter insbesondere die Karl-Schwarzschild-Medaille an den Potsdamer Wissenschaftler Karl-Heinz Rädler. Etwa 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt waren in die Neckarstadt gekommen. Die Tagung unter dem Titel „Waves and Particles: Multi-Messengers from the Universe“ stand diesmal ganz im Zeichen des 150jährigen Jubiläums der Astronomischen Gesellschaft.

    Karl-Heinz Rädler erhält die Karl-Schwarzschild Medaille

    Mit der höchsten in Deutschland vergebenen Auszeichnung für astronomische Forschung, der Karl-Schwarzschild-Medaille der Astronomischen Gesellschaft, wurde Prof. Dr. Karl-Heinz Rädler vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) ausgezeichnet. Herr Rädler erhält die Auszeichnung für seine Pionierarbeiten auf dem Gebiet der kosmischen Magnetohydrodynamik.
    Schon vor seiner Zeit als Gründungsdirektor des AIP und als wissenschaftlicher Vorstand des Instituts waren seine Arbeiten zum Ursprung des Dynamos in astrophysikalischen Objekten international bekannt. Die Theorie solcher Dynamoprozesse, bei denen Bewegungen elektrisch leitfähiger Materie starke Magnetfelder erzeugen, ist beispielsweise von grundlegender Bedeutung für das tiefere Verständnis der Sonnenaktivität.
    Schon 1998 erhielt Karl-Heinz Rädler die Emil-Wiechert-Medaille der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft und für seine populärwissenschaftlichen Leistungen verlieh ihm die Urania Potsdam im gleichen Jahr auch den Wilhelm-Foerster-Preis.

    Ludwig-Biermann-Förderpreis und Dissertationspreis gehen nach Heidelberg

    Der Preisträger des Ludwig-Biermann-Förderpreises für herausragende Nachwuchsforscher kommt 2013 vom Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH). Die Astronomische Gesellschaft ehrt Dr. Frank Bigiel für seine herausragende Forschungsarbeit zur Entwicklung von Galaxien, in der er sich insbesondere mit dem Nachschub und der Verteilung von neuem Gas in Sternsystemen beschäftigt. Dies ist wichtig für das Verständnis der Sternentstehungsprozesse in den Galaxien. Frank Bigiel studierte an der Universität Heidelberg und fertigte seine Dissertation am dortigen Max-Planck-Institut für Astronomie an. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Universität Berkeley/Kalifornien kehrte er ans ZAH zurück und leitet dort inzwischen eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die seit mittlerweile 24 Jahren jährlich vergebene Auszeichnung ermöglicht den Preisträgern einen Forschungsaufenthalt an einem Institut eigener Wahl.

    Ein weiterer Preisträger kommt ebenfalls vom Zentrum für Astronomie Heidelberg.
    Dr. Matthias Frank erhielt den Dissertationspreis der Astronomischen Gesellschaft für seine hervorragende Doktorarbeit mit dem Titel „Observational Dynamics of Low-Mass Stellar Systems“.

    Roelin-Preis für Claus Kiefer aus Köln

    Für sein Buch „Der Quantenkosmos. Von der zeitlosen Welt zum expandierenden Universum“, erschienen im S. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2008, wurde Prof. Dr. Claus Kiefer von der Universität Köln mit dem Hanno und Ruth Roelin-Preis für Wissenschaftspublizistik ausgezeichnet. Den Preis, der alle zwei Jahre vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg (MPIA) vergeben wird, erhalten Wissenschaftler und Wissenschaftspublizisten die einer breiteren Öffentlichkeit neue Erkenntnisse aus der Astronomie und Weltraumforschung besonders erfolgreich vermittelt haben. Nähere Informationen zu dieser Auszeichnung und über die Inhalte des Buches erhalten Sie auf der Webseite des MPIA unter
    http://www.mpia.de/Public/menu_q2.php?Aktuelles/News/News2013/130918/130918_de.html

    Schließlich hat die Astronomische Gesellschaft auch dieses Jahr wieder den Sonderpreis
    im Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ vergeben. Die Auszeichnung erhielt der Schüler Adrian Bali aus Vilshofen für seine numerische Berechnung von Planetenbahnen in Doppelsternsystemen.

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    Kontakt:

    Dr. Klaus Jäger (Pressesprecher der Astronomischen Gesellschaft)
    Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg
    Tel.: +49 (0) 6221 – 528 379, Email: jaeger@mpia.de

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    Die Astronomische Gesellschaft (AG) ist eine Organisation zur Förderung der Wissenschaft. Zu ihren wichtigsten Aktivitäten zählen: die Durchführung von wissenschaftlichen Tagungen, die Herausgabe von Publikationen, die Förderung junger Astronomen, die Auszeichnung hervorragender Wissenschaftler, sowie die Öffentlichkeitsarbeit und Bildung.

    Weitere Informationen finden Sie unter
    http://www.astronomische-gesellschaft.org


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Physik / Astronomie
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Von links: AG-Präsident Prof. Dr. Andreas Burkert, Dr. Matthias Frank, Dr. Frank Bigiel, Prof. Dr. Karl-Heinz Rädler, Prof. Dr. Claus Kiefer und der Kurator des Roelin-Preises, Dr. Jakob Staude (MPIA).


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    Adrian Bali (links) erhielt den Sonderpreis Jugend Forscht.


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