Das größte Papierflugzeug der Welt hat heute den Weltrekord geschafft und erhält damit einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Carolo-Wilhelminchen, das 24 Kilogramm schwere, nur aus Papier und Klebstoff bestehende Flugmodell, flog über 18 Meter weit. Seine Spannweite beträgt 18 Meter und es ist 5 Meter lang, damit ist es größer als das bisherige Rekordflugzeug.
Das Flugzeug, durfte nur von einer Person geworfen werden. Andreas Scholz brachte das Gerät von einem Gerüst in 2,40 Metern Höhe aus mit Schwung in seine Flugbahn. „Diesmal hat alles auf Anhieb funktioniert“, erklärte Projektleiter Martin Pietrek. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Flugzeugbau und Leichtbau der Technischen Universität Braunschweig.
Ein so großes Papierflugzeug zu bauen ist eine ingenieurwissenschaftliche Meisterleistung. Das Team von neun Studentinnen und Studenten der Fakultät Maschinenbau, vier wissenschaftlichen Mitarbeitern und und einem Schüler hatte dazu eine ganz neue Konstruktion entwickelt, ihre aerodynamischen Eigenschaften berechnet, und den Flieger in monatelanger Kleinarbeit erst in Einzelteilen und dann als Ganzes zusammengeklebt. Insgesamt 2.400 Stunden hatten die 14 Teammitglieder investiert. Der Weltrekordversuch ist für sie weit mehr als nur ein Hobby. Alle lernen immens viel, das sie auch in ihrem Studium verwenden können, von der Aerodynamik, Fügetechnik und Materialwissenschaften bis hin zu Teamarbeit und Projektmanagement.
Getestet wurde der Flieger bis heute am Computer, einzelne Teile wurden Belastungstests ausgesetzt. „Ein so großes Papierflugzeug kann man nicht vorab fliegen lassen“, erläuterte Martin Pietrek. Speziell für den Flugversuch war ein Flugzeughangar zur Verfügung gestellt worden.
Rekordrichterin Seyda Subasi-Gemici, Guinnes World Records, bestätigte die Größe und die geflogene Strecke. Voraussetzung für den Eintrag ins Guinness-Buch ist, dass der Flieger größer ist als derjenige der bisherigen Rekordinhaber, und seine Flugfähigkeit auf mindestens 15 Metern beweist. Den bisherigen Weltrekord hielt die niederländische Delft University of Technology. 1995 ließen die Studierenden dort einen Papierflieger mit einer Spannweite von knapp 14 Metern fliegen. Insgesamt hätten die BraunschweigerHerausforderer maximal zehn Versuche gehabt, um diesen Rekord zu brechen. Nun sind sie froh, dass es auf Anhieb funktioniert hat.
Am 2. November 2012 hatte das Team bereits einen ersten, aufsehenerregenden Rekordversuch gestartet und war damit knapp gescheitert. „Beim neuen Anlauf haben wir etwa fünfmal länger an dem Projekt gearbeitet – und es hat sich ausgezahlt,“ meint Martin Pietrek.
Der Weltrekordversuch der Braunschweiger Studierenden wird voraussichtlich am 13. Oktober 2013 um 19 Uhr in der Pro7-Fernsehsendung „Galileo“ zu sehen sein.
Kontakt:
Dipl.-Ing. Martin Pietrek
Institut für Flugzeugbau und Leichtbau (IFL)
Hermann-Blenk-Str. 35
38108 Braunschweig
Tel.:0531/391-9933
E-Mail: m.pietrek@tu-braunschweig.de
Papierflieger “Carolo-Wilhelminchen“ mit vielen Fotos auf Facebook:
www.facebook.com/Carolo.Wilhelminchen
Unterstützer des Teams und des Weltrekordversuchs waren:
UPM – The Biofore Company – Papier für Strukturen
UHU GmbH & Co. KG– Alleskleber
WEICON GmbH & Co. KG – Sekundenkleber und Aktivatorspray
Modellbau Lindinger GmbH – Japanpapier, Sekundenkleber, Aktivatorspray
CMC Modellbau – Elektronik für Außenflugversuch
printjob24.de – Laserzuschnitt von Papierbauteilen
Beyrich Digitalservice GmbH & Co. KG – Druck von Logos
rhg – Dünnes Papier für Logodruck
Ralf Köllner Gabelstapler und Baumaschinene – Scherenarbeitsbühne für Außenversuch
Giem Veranstaltungssystem – Startbühne für Rekordversuch
der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg – Bereitstellung von Halle und Fahrzeugen
sowie insbesondere die
Fakultät für Maschinenbau der TU Braunschweig.
http://www.tu-braunschweig.de/fmb/papierfliegerweltrekord - Webseite des Papierfliegerteams
Der Flieger wird von Andreas Scholtz geworfen
Quelle: TU Braunschweig, frei zur Veröffentlichung bei Abdruck der Quelle.
Im Ziel: Der Papierflieger schafft die 15-Meter-Marke
Quelle: TU Braunschweig, frei zur Veröffentlichung bei Abdruck der Quelle.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
Maschinenbau
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre
Deutsch

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