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02.10.2013 11:16

In Search of Europe? Auf Augenhöhe in einer ungleichen Welt. Interdisziplinäres Ausstellungsprojekt

Regina Sarreiter Zentrum Moderner Orient (ZMO)
Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V. (GWZ)

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    Presserundgang: Do, 31. Oktober, 11:00
    &
    Ausstellungseröffnung: Fr, 1. November, 19:00

    In Search of Europe?
    Auf Augenhöhe in einer ungleichen Welt
    Interdisziplinäres Ausstellungsprojekt

    2. November 2013 - 12. Januar 2014

    Im Berliner Kunstraum Kreuzberg / Bethanien
    Mariannenplatz 2
    10997 Berlin

    Ein Projekt von:
    Nachwuchsforschergruppe „Europa Finden: Vermessungen des Möglichen in Afrika und im Nahen Osten“
    Zentrum Moderner Orient (ZMO), Berlin

    Pressekontakt:
    Susann Ruscher
    susann.ruscher@zmo.de
    Tel.: 030 - 20 19 21 86
    Mobil: 0172 1 43 40 36

    Am 1. November 2013 eröffnet im Berliner Kunstraum Kreuzberg / Bethanien die Ausstellung In Search of Europe? (ISOE). Sie ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von sechs Wissenschaftlern des Zentrum Moderner Orient in Berlin mit sechs Künstler/innen, die zumeist aus den Ländern des jeweiligen Forschungsschwerpunktes kommen. Die Arbeiten gehen aus vielfältigen Perspektiven der Frage nach, inwiefern Europa heute noch ein Maßstab ist, an dem sich Menschen in anderen Teilen der Welt messen. War es jemals das Vorbild, als das es sich gerne sieht? Die Ausstellung zeichnet ein differenziertes Bild einer Welt, die nicht einfach zweigeteilt, sondern von gegenseitigen Verflechtungen, Blicken und Beziehungen geprägt ist.

    Die Exponate der Ausstellung, acht eigens angefertigte künstlerische Auftragsarbeiten, geben ganz bewusst eine polyphone Antwort auf diese Fragen. Der mozambikanische Künstler Gemuce wählt bei der Darstellung zweier sich begegnender Welten die Mauer als zentrales Motiv seiner 15-teiligen Ölgemäldeserie Alignment of values. Da sich die künstlerische Arbeit Gemuces wesentlich auf die zwischenmenschliche Begegnung konzentriert, erweitert er sein Konzept performativ und stellt die Serie während der Eröffnungstage unter aktivem Einbezug der Besucher fertig.

    Maher Sherif, Aliaa ElGready und Ahmed Salem nehmen die experimentelle literarische Arbeit einer Gruppe alexandriner Literaten mit dem Titel Iskanderiyan Standards als Ausgangspunkt und Material für einen Wandcomic, der die Suche nach ‚dem Anderen‘ in Alexandria thematisiert. Das literarische Produkt dieser Zusammenarbeit ist ebenfalls in der Ausstellung in Form eines handgefertigten Buches zu sehen.

    Esra Ersen spürt unter dem Titel When Thinking Some Play with the Mustache, Others Cross Arms den Erinnerungslücken und weißen Flecken in der Geschichte Bulgariens nach. Die Fundstücke und Geschichten, die sie zusammenträgt, scheinen kurios, aber geben einen Einblick in eine europäische Vergangenheit, der ein Ausblick auf ein supranationales Europa sein kann.

    Mohamed Abdelkarims multimediale Arbeit Comparison of Appearance besteht aus einer Video-Installation, Objekten, sowie aus einem Buch rund um die umstrittene Figur des ägyptischen islamistischen Ideologen, Autoren und Intellektuellen Sayyid Qutb und dessen Amerikareise 1948 bis 1949, die seine politischen Überzeugungen grundlegend veränderte.

    Die Fotografin Charlotte Menin verleiht mittels der audio-visuellen Soundinstallation Yacine’s Stimmen dem in Marseille lebenden algerischen Dichter Yacine mehrere Stimmen.

    Das Künstlerduo Bofa da Cara (Nástio Mosquito und Pere Ortín) entblößt die Klischeevorstellungen der Europäer über Afrika und entwirft in einem scharfen und provokant inszenierten Vortrag, der als Videoinstallation unter dem Titel My European Mind / Rebranding Europe gezeigt wird, eine radikale Gegenposition, mit der Forderung nach einem „Re-branding“ Europas.

    Karem Ibrahims Installation Randomly Selected ist inspiriert von Grenzsituationen und –überschreitungen sowie dem Verhältnis zwischen Autorität und Ungleichheit.

    In ihrer neuen Arbeit A Long Way Home reflektiert Anissa Michalon fotografisch die Verbundenheiten und Erinnerungen westafrikanischer Bewohner mit und über das von ihnen für Jahrzehnte bewohnte alte Gastarbeiterwohnheim (genannt ‚Foyer‘) im Nordosten von Paris, das umgebaut werden soll. Im gleichen Raum stellt Vincent Leroux seine Fotoserie Commenderie aus (entstanden in den Jahren 2007 – 2010) — Portraits von Bewohner des Pariser Foyers Commanderie während der Umbauarbeiten in einen sozialen Wohnbau.

    Forschungsmaterialien der ISOE Forscher, Dokumentationen der Zusammenarbeit der Anthropologen Samuli Schielke, Aïssatou Mbodj und Vanessa Diaz mit ‚ihren‘ Künstlern sowie Materialien der in 2012 abgehaltenen ISOE Pre-Events in Alexandria, Paris und Dakar verbinden sich mit den Kunstwerken zu einem Ganzen.
    Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Rahmenprogramm aus Vorträgen und Debatten mit einigen der beteiligten Forscher/innen, Künstler/innen, einer Reihe von Gästen, sowie durch Filmvorführungen.


    Kuratorin:
    Daniela Swarowsky
    daniela.swarowsky@zmo.de
    Mobil: 0176 - 32 82 07 12


    Weitere Informationen:

    http://www.zmo.de/ISOE-flyer-v3-1.pdf


    Anhang
    attachment icon Pressemitteilung ISOE

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Kunst / Design
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
    Deutsch


    In Search of Europe


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    Teatime during the construction of a house, 2013


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