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06.07.1998 00:00

Freiberger Wissenschaftler starten erneut zu rohstofforientierter Meeresforschung in den Pazifik

Katrin Apenburg Pressestelle
Technische Universität Bergakademie Freiberg

    Rohstofforientierte Meeresforschung im Pazifik

    Freiberger Wissenschaftler starten zu Expeditionen mit dem FS SONNE

    Im Rahmen eines Verbundprojektes der TU Bergakademie Freiberg, der FU Berlin und der Universität Kiel startet das deutsche geowissenschaftliche Forschungsschiff SONNE Mittel Juli zu einer dreimonatigen Forschungskampagne in den südwestlichen Pazifik.
    Hauptziel der Forschungsarbeiten ist die Erkundung von Vulkanismus und hiermit in Zusammenhang stehenden metallischen Rohstoffvorkommen am Meeresboden. Das Gesamtvorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie finanziell gefördert.

    Die Federführung des ersten Fahrtabschnittes liegt beim Lehrstuhl für Lagerstättenlehre des Instituts für Mineralogie der TU Bergakademie Freiberg. Hierzu werden Mitarbeiter der Freiberger Hochschule das Forschungsschiff SONNE am 10. Juli in Manila (Philippinen) übernehmen und nach Kavieng (Papua-Neuguinea) überführen, wo weiteres wissenschaftliches und technisches Personal an Bord geht. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Peter Herzig werden 25 Wissenschaftler aus Deutschland, Kanada, den Vereinigten Staaten, Australien und Papua-Neuguinea sowie 27 Mann seemännisches und nautisches Personal etwa 3 Wochen lang den Meeresboden in einer Region nordöstlich von Papua-Neuguinea vermessen und beproben. Hier waren die Freiberger Wissenschaftler bereits 1996 mit der Entdeckung von Goldkonzentrationen von mehr als 40 g/t im Bereich eines untermeerischen Vulkans fündig geworden.

    Die Entdeckung erhöhter Goldgehalte in Gesteinen am Meeresboden haben zwischenzeitlich das Interesse von rohstoffexplorierenden Unternehmen in Australien und den Vereinigten Staaten gefunden. Ende 1997 wurden daraufhin von der Regierung von Papua-Neuguinea in dieser Region die ersten marinen Explorationslizenzen an eine australische Bergbaugruppe vergeben, die ihre Anspruchsgebiete auch auf die von den Freiberger Geowissenschaftlern lokalisierten Goldvorkommen ausdehnen will. Diese befinden sich in einer Wassertiefe von etwa 1000 m in unmittelbarer Nähe einer Inselgruppe, auf der eine der größten bekannten landgebundenen Goldlagerstätten abgebaut wird, deren Aufbereitungsanlagen für die marinen Erze genutzt werden könnten.
    Erste offizielle Gespräche von Vertretern der australischen NAUTILUS Minerals Cooperation und der Firma Sea-X (Sydney) hinsichtlich einer explorations- und abbaubegleitenden Forschungskooperation mit den Freiberger Wissenschaftlern haben vor kurzem in Freiberg stattgefunden.

    Im Anschluß an die bis Anfang August geplanten Kartierungs- und Probenahmearbeiten in den Hoheitsgewässern von Papua-Neuguinea wird die SONNE von der Freiberger Gruppe nach Suva (Fidschi Inseln) überführt, wobei Mitarbeiter des Freiberger Instituts an der dann folgenden Untersuchung des Nord-Fidschi Beckens der FU Berlin beteiligt sind, die bis Anfang September dauern wird. Von Suva aus wird die SONNE nach Wellington (Neuseeland) verlegt, von wo aus - ebenfalls mit Freiberger Unterstützung - eine bisher erst wenig bekannte Meeresregion nordöstlich von Neuseeland untersucht wird. Von Anfang bis Mitte Oktober wird aufbauend auf den Ergebnissen der vorhergegangenen Untersuchungen das deutsche Tauchboot JAGO von der SONNE aus zur Detailkartierung und Probenahme am Meeresboden eingesetzt. Auch an diesem, in Kooperation mit der Universität Kiel und neuseeländischen Wissenschaftlern durchzuführenden Tauchvorhaben, wird die Freiberger Arbeitsgruppe maßgeblich beteiligt sein.

    Weitere Informationen sowie Bildmaterial unter:

    TU Bergakademie Freiberg
    Institut für Mineralogie
    Tel.: 03731/ 39-2662
    Fax: 03731/ 39-2610


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geowissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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