Goslar. Unkonventionelle Pumpspeicher waren das Thema einer zweitägigen Fachtagung des Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) der TU Clausthal. Mehr als 140 Teilnehmer tauschten sich über die vielfältigen Konzepte der Pumpspeicherung aus – ein Themenkomplex der insbesondere vor dem Hintergrund der Energiewende zunehmend an Brisanz gewinnt.
Professor Wolfgang Busch, Initiator und Leiter der Tagung, erklärt: „Unser Ziel, auf der Tagung die vielseitigen Konzepte zur Weiterentwicklung der Pumpspeichertechnologie aus Sicht von Umwelt, Technik, Politik und Gesellschaft gegenüber zu stellen und den weiteren Forschungsbedarf aufzuzeigen, ist auf sehr große positive Resonanz gestoßen.“ In Goslar tauschten sich Experten aus Forschung, Wirtschaft und Politik aus, um zu klären, welche Rolle Pumpspeicher zukünftig einnehmen können.
Pumpspeicherkraftwerke gelten als ein entscheidendes Element für das Gelingen der Energiewende. Sie sollen dazu dienen, die zeitliche Lücke zwischen den Stromeinspeisungszeiten regenerativer Energieträger und den Spitzenverbrauchszeiten zu schließen. Dennoch ist die praktische Realisierung auf Grund ihres großen Platz- und Landschaftsbedarfs schwierig zu gestalten. Genau an dieser Stelle versuchen vielseitige unkonventionelle Anlagenkonzepte anzuknüpfen und konventionelle Pumpspeicher zu ergänzen.
Professor Busch zieht Bilanz: „Die Tagung hat eindrucksvoll bestätigt, dass Deutschland Pumpspeicher zur Erhaltung der Versorgungssicherheit benötigt. Die heute vorhandene Kapazität reicht in der Zukunft jedoch nicht aus. Konventionelle und unkonventionelle Pumpspeicher sowie insbesondere die Rahmenbedingungen sind weiter zu entwickeln, um den notwendigen Investitionen wirtschaftliche Anreize zu geben.“ Nach den Worten des Wissenschaftlers besitzen unkonventionelle Pumpspeicher das Potential und die Flexibilität, den Bedarf aufgabenspezifisch und umweltschonend zu stillen. Dringend erforderlich sei jedoch eine Bewertung der Konzepte mit einheitlichen Kriterien, um sie objektiv vergleichen und den verschiedenen technischen und wirtschaftlichen Anforderungen entsprechend optimal einsetzen zu können. „Es ist absehbar, dass zukünftig Speicher mit unterschiedlichen Kapazitäten und Einsatzzeiten benötigt werden. Deswegen werden in Deutschland sicher unterschiedliche Arten und Typen zum Einsatz kommen.“
„Die Teilnahme des Oberbürgermeisters der Stadt Goslar, Herrn Dr. Junk, sowie die des Landrates des Kreises Goslar, Herrn Brych, unterstreichen die Bedeutung des Themas auch für unsere Region“, so der Clausthaler Professor. Die Aussage eines Tagungsteilnehmers „Das war seit langem die beste Konferenz, an der ich teilgenommen habe“ ist Ausdruck der positiven Resonanz auf Thema und Durchführung der Tagung. So ist es nicht verwunderlich, dass die Organisatoren aufgefordert wurden, diese Veranstaltung bereits im kommenden Jahr zu wiederholen.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Energie, Geowissenschaften, Maschinenbau, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).