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06.12.2013 10:15

Betriebliche Fachkräftesicherung und Wissensweitergabe in demografisch turbulenten Zeiten

Ingo Wiekert Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Im Verlauf des demografischen Wandels steigt das Durchschnittsalter der erwerbstätigen Bevölkerung an. Um ein wirtschaftliches Wachstum auch in Zukunft sicherzustellen, ist es notwendig, das Potential der Erwerbstätigen besser und vor allem auch länger zu nutzen. Eine älter werdende Erwerbsgesellschaft erfordert im Gegenzug die Anpassung bisher tradierter Beschäftigungs- und Lebensarbeitszeitmodelle, damit der demografische Wandel zu einer Chance werden kann.

    Im Wissenschaftsjahr 2013, das sich dem Thema „Die demografische Chance“ widmet, möchte das Projekt „Generationenbalance – Ausgewogene betriebliche Altersstrukturen als Innovationsressource“ (GenBa) mit einigen Ergebnissen aus seiner bisherigen Arbeit an die Öffentlichkeit treten.
    Wir beschäftigen uns thematisch mit einer sehr komplexen „Balance“: der Generationenbalance im Sinne ausgewogener Altersstrukturen und möglichst konstruktiv auszugestaltender Beziehungen zwischen den verschiedenen Altersgruppen und Generationen im Betrieb. Dabei sind wir zugleich bestrebt, noch auf eine andere Weise „Balance zu halten“: die Balance zwischen Wissenschaft und Praxis in unserer Arbeit, zwischen theoretischer Analyse und der Entwicklung und Erprobung von Konzepten und Instrumenten zur Verbesserung der Generationenbalance in ostdeutschen Betrieben unter den Bedingungen des sich heute wie auch in den kommenden Jahren hier besonders rasch und tiefgreifend vollziehenden demografischen Wandels.
    Zu diesem Zweck haben sich mehrere Partner zu einem multidisziplinären Projektverbund und zu interdisziplinärer Arbeit zusammengefunden. Das Projekt wird seit 2012 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

    Das aktuelle Forschungsheft "Neues wagen - im Wandel bestehen. Betriebliche Fachkräftesicherung und Wissensweitergabe in demografisch turbulenten Zeiten" dokumentiert gewissermaßen work in progress: Im Sommer 2012 führte unser Projekt GenBa in Halle an der Saale eine Auftaktveranstaltung mit Teilnehmern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik durch. Anhand der bei dieser Veranstaltung gehaltenen Beiträge vergegenwärtigen die beiden ersten Teile der Publikation die damaligen – und noch immer aktuellen – Einschätzungen zu den demografischen Herausforderungen für ostdeutsche Betriebe, fassen die Ziele und Fragestellungen unseres Projektes zusammen und verweisen auf Erwartungen aus der gesellschaftlichen Praxis an unsere Arbeit.
    Der dritte Teil des Heftes führt in die Werkstatt der seitherigen Projektarbeit. Er gibt einen etwas ausführlicheren Einblick in die empirischen Arbeiten am Zentrum für Sozialforschung Halle, indem Ergebnisse statistischer Auswertungen zu branchenspezifischen Altersstrukturen und häufig anzutreffenden Betriebstypen mit ihren je besonderen demografischen Herausforderungen vorgestellt werden. Er berichtet über einen Workshop der Eichenbaum GmbH mit ihren Partnern zum Thema Kompetenzmanagement, bei dem es darum geht, wie vor dem Hintergrund demografischen Wandels und demografischer Erneuerung speziell in kleinen Betrieben Kompetenzen identifiziert und entwickelt werden können. Er resümiert Erfahrungen aus der Arbeit der Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH bei der Gewinnung und dem Matching der Teilnehmer und Teilnehmerinnen an einem Mentoring-Prozess, mit dessen Hilfe vor allem junge Führungskräfte im Umgang mit gestandenen Leistungsträgern im Betrieb unterstützt werden sollen. Und er führt am Beispiel der MIBRAGmbH in die Erarbeitung eines integrativen Lernkonzeptes in einem Großunternehmen ein.
    Wir hoffen, dass wir mit diesem Überblick über Themen und ausgewählte Ergebnisse unserer bisherigen Arbeit Interesse wecken können und sich vielleicht sogar die Möglichkeit ergibt mit interessierten Lesern in Kontakt zu treten.


    Weitere Informationen:

    http://www.generationenbalance.de


    Anhang
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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


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