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12.12.2013 15:26

Interkultureller Begegnungen im Ersten Weltkrieg - Neues Forschungsprojekt am ZMO, Berlin

Regina Sarreiter Zentrum Moderner Orient (ZMO)
Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V. (GWZ)

    Interkultureller Begegnungen im Ersten Weltkrieg

    Neues internationales Forschungsprojekt „Interkulturelle Begegnungen im Ersten Weltkrieg“ am ZMO in Berlin (Engl. Titel: Cultural exchange in a time of global conflict: Colonials, Neutrals and Belligerents during the First World War)

    Das internationale Verbundprojekt „Interkulturelle Begegnungen im Ersten Weltkrieg“ finanziert aus Mitteln von HERA (Humanities in the European Research Area; http://www.heranet.info/), hat am 15.9.13 seine Arbeit am ZMO aufgenommen.
    Das Projekt betrachtet den Ersten Weltkrieg, die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts, auch als einen Wendepunkt in der Geschichte der „Begegnungen“ von Menschen unterschiedlicher Regionen der Welt: Zwischen 1914 und 1918 befanden sich allein auf französischem Boden mehr als eine Millionen Asiaten (Inder, Chinesen, Einwohner Indochinas) und Afrikaner (Senegalesen, Marokkaner, Algerier, Tunesier) als Soldaten und Angehörige nicht-kämpfender Einheiten. Hinzu kamen Männer aus Neuseeland, Kanada oder Neufundland. Ein zentraler Fokus des Projekts liegt auf den „Räumen der Begegnung“ von Menschen und Kulturen kriegführender, politisch neutraler, abhängiger und kolonialer Territorien in Europa, die durch den Krieg entstanden sowie auf den vom Krieg diktierten Bedingungen dieser Begegnung. Das Projekt fragt nach Folgen für die Gestaltung sozialer, kultureller und literarischer Erinnerung heute.

    Das Projekt umfasst drei inhaltliche Schwerpunkte:
    Die Arbeitsgruppe am King’s College in London unter der Leitung von Dr. Santanu Das (gleichzeitig Gesamtprojektleiter) beschäftigt sich mit Begegnungen von Angehörigen kolonialer Truppen untereinander sowie mit europäischen Soldaten, Zivilisten und Einwohnern besetzter Gebiete.
    Die Arbeitsgruppe am ZMO in Berlin unter Leitung von Dr. Heike Liebau untersucht Begegnungen zwischen “kolonialen” Kriegsgefangenen und Internierten in Lagern im Deutschen Reich und in Österreich-Ungarn sowie über die Lager hinaus mit politischen und religiösen Funktionsträgern, aber auch mit Angehörigen der lokalen Bevölkerung.
    Im Zentrum der von Prof. Dr. Geert Buelens, Utrecht University und Prof. Dr. Hubert van den Berg, Adam Mickiewicz University Poznań geleiteten Arbeitsgruppe stehen künstlerische und literarische Austauschbeziehungen, mit Angehörigen neutraler Nationen innerhalb Europas.
    Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten eng mit ihren nicht-akademischen Projektpartnern zusammen, zum Beispiel mit dem Eye Film Institute Netherlands (Amsterdam), dem Imperial War Museum London, dem Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Museum Europäischer Kulturen Berlin, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach sowie dem In Flanders Fields Museum in Ypern.

    Interviewanfragen bitte an Regina Sarreiter, regina.sarreiter@zmo.de.
    Weitere Forschung zu außereuropäischen Erfahrungen WWI: http://idw-online.de/de/news555944


    Weitere Informationen:

    http://www.zmo.de/forschung/projekte_2008/HERA_e.html
    http://www.zmo.de/forschung/projekte_2008/schmid_e.html


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Religion, Sprache / Literatur
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


    www.zmo.de


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