idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
09.01.2014 13:05

Greifswalder ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie

Constanze Steinke Pressearbeit
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

    Seit dem 1. Januar 2014 ist Prof. Henry Völzke (Foto) neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (http://www.dgepi.de). Er wird dieses Amt für zwei Jahre bekleiden. Henry Völzke ist damit bereits der zweite Greifswalder, der zum Präsidenten dieser Fachgesellschaft gewählt wurde. Die DGEpi wurde 2005 gegründet; ihr erster Präsident war Prof. Wolfgang Hoffmann.

    Epidemiologen arbeiten an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik. Einerseits liefert epidemiologische Forschung wichtige Grundlagen für ärztliche Tätigkeit in Klinik und Praxis, andererseits eine solide Basis für gesundheitspolitische Entscheidungen. Mit epidemiologischen Forschungsansätzen wurden zum Beispiel der Zusammenhang zwischen Rauchen und Herzinfarktrisiko oder der EHEC-Ausbruch im Jahr 2011 aufgeklärt. Die DGEpi vertritt das Fach Epidemiologie in Lehre und Forschung und kooperiert eng mit anderen Fachgesellschaften. Seit ihrer Gründung ist ein enormer Mitgliederzulauf zu verzeichnen; darunter sehr viele Nachwuchswissenschaftler. Waren es zur Gründung vor neun Jahren 229 Mitglieder, so sind es heute bereits über 700.

    Schon jetzt gibt es eine Reihe epidemiologischer Studien in Deutschland, die weit über die nationalen Grenzen bekannt sind. Die von Prof. Henry Völzke geleitete Study of Health in Pomerania (SHIP) gehört ganz wesentlich dazu. In den letzten Jahren wurden an vielen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen Deutschlands neue Institute und Abteilungen für Epidemiologie gegründet. Auch hieran lässt sich die zunehmende Bedeutung des Faches ablesen. Ab 2014 werden die Daten für die deutschlandweite Nationale Kohorte gesammelt, für die 200.000 Erwachsene in 18 Studienzentren untersucht werden. Ziel der Nationalen Kohorte ist die umfassende Klärung der Entstehungsbedingungen von chronischen Erkrankungen und Infektionen als Basis für verbesserte Vorbeugung und Früherkennung. Mitglieder der DGEpi sorgen dafür, dass sich die Nationale Kohorte zu einem internationalen Aushängeschild der deutschen Epidemiologie entwickelt.

    Henry Völzke wurde 1967 in Anklam geboren und wuchs in Greifswald auf. Er studiert Humanmedizin in Greifswald, Leipzig und Maastricht und wurde anschließend in Karlsburg und Greifswald zum Facharzt für Innere Medizin ausgebildet. Im Jahre 2002 gab er seine klinische Tätigkeit auf und wechselte in die Wissenschaft. Zunächst verantwortete er die medizinischen Untersuchungen in SHIP und wurde später der Leiter dieser Studie. Im Jahre 2008 erhielt er einen Ruf auf eine W3-Professur nach Würzburg, entschied sich aber für ein Bleibeangebot der Universität Greifswald und ist seither Lehrstuhlinhaber für Klinische Epidemiologie am Institut für Community Medicine. Neben seiner Funktion als Leiter der SHIP-Studie ist Henry Völzke an mehreren anderen Projekten beteiligt. So verantwortet er den nordostdeutschen Teil der Nationalen Kohorte, ist dort einer der beiden Sprecher des MRT-Teilprojektes, Mitglied des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung und Teilprojektleiter im GANI_MED-Konsortium. Henry Völzke vertritt Deutschland im International Council for the Control of Iodine Deficiency Disorders (ICCIDD), einer der WHO und UNICEF nahe stehenden Organisation, die sich um den Jodmangel weltweit kümmert.

    Universitätsmedizin Greifswald
    Institut für Community Medicine - Abteilung SHIP/Klinisch-Epidemiologische Forschung
    Leiter: Prof. Dr. med. Henry Völzke
    Walther-Rathenau-Straße 48, 17475 Greifswald
    T +49 3834 86-75 41
    E voelzke@uni-greifswald.de
    http://www.medizin.uni-greifswald.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
    überregional
    Personalia
    Deutsch


    Prof. Henry Völzke


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay