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11.12.2002 14:27

Uni Dortmund: Tag der offenen Türen für das Landeskabinett

Ole Lünnemann Referat Hochschulkommunikation
Universität Dortmund

    Atomare Strukturen, leistungsfähige Computernetze, höchststabile Fahrzeuge. Der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen öffneten sich am gestrigen Dienstag (10.11.2002) die Türen der Universität Dortmund zu Einblicken in eindrucksvolle Felder der Grundlagenforschung, der mediengestützten Lehre sowie der hochtechnischen Entwicklung. Daneben auch studentischer Protest und hochschulpolitische Sondierungen am Rand. Zwischen dem Rundgang in der Universität und dem Abendempfang im Rathaus hatten der Ministerpräsident und seine elf Regierungsmitglieder hinter verschlossenen Türen in der Experimentierhalle des Campus Süd ihre routinemäßige Kabinettssitzung zu absolvieren.

    "Unsere Fusion haben wir bereits hinter uns", bemerkte Rektor Prof. Dr. Eberhard Becker bei der Begrüßung der Düsseldorfer Gäste im Institut für Beschleunigerphysik und Synchrotronstrahlung - Anspielung auf die gegenwärtig in Nordrhein-Westfalen von der Landesregierung vorangetriebene Zusammenlegung der Universität von Essen und Duisburg. Die etwas älteren und durchaus eigenständig lebensfähigen Universitäten von Dortmund und Bochum setzen dagegen eher auf Konzepte der Kooperation.

    Dass die enge Verknüpfung der Universitätsentwicklung mit dem Strukturwandel in Dortmund eine Erfolgsgeschichte ist, muss nicht mehr betont werden. Steinbrück wies nüchtern darauf hin, dass diese Allianz auch auf Dauer notwendig sein wird.

    Mit offenkundigem Interesse besichtigten die Ministerinnen und Minister mit ihrem Präsidenten drei Stationen der Universität. Zuerst zwängten sie sich durch das Betonlabyrinth in den Teilchenbeschleuniger DELTA, dessen Funktion von Prof. Dr. Methin Tolan erläutert wurde. Die Experimentalphysiker untersuchen hier unterschiedliche Materialien bis in kleinste atomare Partikel, um ihre Strukturen zu entschlüsseln und sie als Bausteine neuer Produktlinien zu nutzen.

    Im Haus Emil-Figge-Straße 50 stellte sich den Besuchern der Allgemeine Studierendenausschuss mit einigen Kommilitonen in den Weg: "Bildungsweg durch Studiengebühren versperrt" agitierte ein Transparent. AStA-Sprecher Kay Reif argumentierte gegen Gebühren und Studienkonten sowie für eine Bildungsreform, die nicht nur an den Interessen der Wirtschaft orientiert sein dürfe. Ministerpräsident Steinbrück zeigte sich eher unbeeindruckt und blieb dabei, dass nach mehr als 20 Semestern Studium Gebühren fällig werden sollten.

    Das aus der Lehrerausbildung herausgewachsene Medienzentrum wurde von seinem Leiter Josef Hüvelmeyer präsentiert, einschließlich der Perspektiven, die sich aus der drahtlosen Funk-Vernetzung auf dem Campus ergeben.

    Per H-Bahn-Fahrt erreichte das Kabinett am Ende die erweiterte Experimentierhalle auf dem Campus Süd, in der die Regierungsmitglieder nach Mikrostrukturen und Laptops große Fahrzeugteile bestaunen konnten. Prof. Dr. Matthias Kleiner konnte aktuell über die Einwerbung des Transregio-Forschungsbereichs berichten, in welchem der Lehrstuhlinhaber für Umformtechnik mit fünf Maschinenbau-Lehrstühlen in Dortmund, Karlsruhe und München kooperiert.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Organisatorisches, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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