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18.02.2014 10:23

Professor des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie erhält Ehrendoktorwürde

Dr. Susanne Eickhoff Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT)

    Die Nationaluniversität Piura im Norden Perus hat Prof. Dr. Matthias Wolff im Rahmen einer feierlichen Zeremonie die Ehrendoktorwürde verliehen. Der Fischereibiologe wurde für seine langjährige Forschung zur Populationsdynamik und zum Management der Fischereiressourcen Perus geehrt.

    Die Nationaluniversität Piura (UNP) im Norden Perus hat Prof. Dr. Matthias Wolff im Rahmen einer feierlichen Zeremonie die Ehrendoktorwürde verliehen. Matthias Wolff ist Professor und Leiter der Abteilung ökologische Modellierung am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT). Der Fischereibiologe wurde für seine langjährige Forschung zur Populationsdynamik und zum Management der Fischereiressourcen Perus geehrt.

    In seiner Laudatio hob der Rektor der Universität die besondere Relevanz von Matthias Wolffs wissenschaftlicher Leistung für das Land hervor, das weltweit nach China die größten Fangmengen von Fischereiprodukten aufweist. Im Zuge des „El Niño“ – Phänomens ändert sich das Klima – das kann dort zu erheblichen Veränderungen der Ökosysteme, Einbrüchen bei den Fischereibeständen und damit zu großen wirtschaftlichen Verlusten führen. Mithilfe der Modellierung erforscht Matthias Wolff die Auswirkungen von Fischerei und Umweltveränderungen auf die Nahrungsnetze in den pazifischen Küstengebieten und bringt seine Forschungsergebnisse in innovative Ansätze für die nachhaltige Nutzung ein.

    Im Jahre 1980 besuchte Matthias Wolff erstmalig Peru, um Feldarbeiten zur Fischerei wirbelloser Meerestiere wie Muscheln und Krabben an der Südküste durchzuführen. 1983 und 1997 kam er zurück ins Untersuchungsgebiet, als dort „El Niño“ mit besonderer Wucht auftrat: das Oberflächenwasser erwärmte sich sehr stark, während gleichzeitig die Primärproduktion im Meer abnahm. Im Rahmen des von der EU geförderten Projektes CENSOR untersuchte er in den folgenden Jahren die Auswirkungen dieses Klimaphänomens auf die Meeresressourcen und ihre Nutzer.

    Dabei zog es ihn auch in den Norden des Landes und es entstanden die ersten persönlichen Kontakte zur UNP. Während der Jahre in Peru beteiligte sich der Fischereibiologe an einer Vielzahl von Lehrveranstaltungen und konnte auch peruanische Studierende dazu motivieren, ihr Masterstudium im ISATEC-Programm an der Universität Bremen durchzuführen. In Kooperation mit Partnern der UNP und der Universidad Agraria La Molina in Lima widmet er sich derzeit einem Projekt, das die Tragfähigkeit der Sechura Bucht im Landkreis Piura für Pilgermuschelkulturen zu ermitteln versucht.

    Die Populationsdynamik von Fischereiressourcen und deren Management untersucht der Fischereibiologe auch auf dem Galapagos-Archipel, wo er drei Jahre lang das Zentrum für Meeresforschung an der Charles Darwin Station leitete. Als Leiter des Graduiertenprogramms SUTAS (Sustainable Use of Tropical Aquatic Systems) führt Matthias Wolff am ZMT zudem Forschung auf der Insel Sansibar durch.

    Weitere Informationen:

    Prof. Dr. Matthias Wolff
    Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie
    Tel: 0421 / 23800 - 127
    Email: matthias.wolff@zmt-bremen.de

    Das LEIBNIZ-ZENTRUM FÜR MARINE TROPENÖKOLOGIE - ZMT in Bremen widmet sich in Forschung und Lehre dem besseren Verständnis tropischer Küstenökosysteme. Im Mittelpunkt stehen Fragen zu ihrer Struktur und Funktion, ihren Ressourcen und ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber menschlichen Eingriffen und natürlichen Veränderungen. Das ZMT führt seine Forschungsprojekte in enger Kooperation mit Partnern in den Tropen durch, wo es den Aufbau von Expertise und Infrastruktur auf dem Gebiet des nachhaltigen Küstenzonenmanagements unterstützt. Das ZMT ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Biologie, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Kooperationen, Personalia
    Deutsch


    Prof. Dr. Matthias Wolff wird für die Ehrendoktorwürde gratuliert


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