FernUniversität erhält DHV-Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverhandlungen

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14.04.2014 16:34

FernUniversität erhält DHV-Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverhandlungen

Susanne Bossemeyer Dez. 7.2 – Hochschulstrategie und Kommunikation
FernUniversität in Hagen

    Der FernUniversität (FeU) in Hagen ist nach der RWTH Aachen, der Universität zu Köln und der Technischen Universität Kaiserslautern bundesweit als vierte Hochschule das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverhandlungen verliehen worden.

    „Die Verleihung des DHV-Gütesiegels ist eine große Auszeichnung für die FernUniversität. Ich möchte diese Auszeichnung an alle Beteiligten in der Universität weitergeben“, sagte Rektor Prof. Dr. Ing. Helmut Hoyer. „Das Gütesiegel bestätigt unsere bisherige Praxis und ist natürlich auch Leitlinie für zukünftige Berufungsverhandlungen.“

    Kanzlerin und Rektor der FeU betrachteten Berufungsverfahren als „Chefsache" und widmeten sich ihnen persönlich, heißt es in der Begründung des DHV. Berufungsverhandlungen verliefen zügig und würden zumeist innerhalb von drei bis vier Monaten finalisiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lobten dabei insbesondere die ausgezeichnete Verhandlungsatmosphäre an der FeU. Hervorzuheben sei auch die Praxis, Erstberufenen neben dem Grundgehalt unbefristete, ruhegehaltfähige und dynamisierte Berufungs-Leistungsbezüge und die sogenannte Grundausstattung für die Professur im Regelfall unbefristet zu gewähren.

    „Professorinnen und Professoren, die zu Berufungsverhandlungen kommen, treffen nach der Bewerbungsphase zum ersten Mal mit dem Rektor und mir zusammen“, sagt Kanzlerin Regina Zdebel. „Die Hochschulleitung hat nur in diesem Gespräch die Chance, durch wertschätzende, die Belange und Situation des Gesprächspartners bzw. der Gesprächspartnerin berücksichtigende Verhandlungsführung, diese von der FernUniversität zu überzeugen.“

    Punktuell sieht der DHV noch Nachbesserungsbedarf. Auch wenn die FeU in Hagen Rufinhaberinnen und Rufinhaber nach Abschluss der Verhandlungen unbürokratisch zu helfen suche, könnten die bisherigen Implacement-Angebote u.a. durch spezifische Einführungsveranstaltungen ausgebaut werden. Auch Aspekte wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder auch „Dual Career“-Fragen solle die FeU in Zukunft proaktiver angehen, empfiehlt der DHV.

    „Gute Berufungspolitik beruht auf vielen Faktoren. Mit dem Gütesiegel will der Hochschulverband Hochschulen dabei unterstützen, ihre Berufungskultur fortzuschreiben“, erklärte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen.

    Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Auswertung des Fragebogens wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Stellungnahmen der zu begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie die Erfahrungen und Kenntnisse der DHV-Justitiare.

    Weitere Informationen zum DHV-Gütesiegel gibt es unter:
    http://www.hochschulverband.de/cms1/guetesiegel.html


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Organisatorisches, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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