Bundespräsident Gauck eröffnet Türkisch-Deutsche Universität

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29.04.2014 13:13

Bundespräsident Gauck eröffnet Türkisch-Deutsche Universität

Anke Sobieraj Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

    Das bilaterale Hochschulprojekt genießt schon nach dem ersten Semester in beiden Ländern hohes Ansehen. Schon im September 2013 hat die Türkisch-Deutsche Universität in Istanbul ihren Lehrbetrieb aufgenommen. Nun wird sie heute im Rahmen des Deutsch-Türkischen Wissenschaftsjahres von Bundespräsident Joachim Gauck und seinem türkischen Amtskollegen Abdullah Gül im Beisein von Bildungsministerin Prof. Johanna Wanka und DAAD-Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland offiziell eröffnet.

    „Die Türkisch-Deutsche Universität (TDU) in Istanbul ist ein Meilenstein in den Wissenschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei. Sie stärkt die ausgezeichneten akademischen Beziehungen beider Länder“, sagt DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel. Seit dem Wintersemester 2013/14 wird an der TDU in drei Bachelorstudiengängen – (in Kooperation mit der Universität Münster, der TU Berlin und der FU Berlin) und in zwei Master-Studiengängen (in Kooperation mit der Universität Passau und der Universität Köln) vor Ort und einem Master of Manufacturing Technology, der als Doppelabschlussprogramm im WS 2011 bereits an der TU Dortmund begonnen hat, unterrichtet. Weitere Studiengänge für das kommende Jahr sind bereits vorbereitet; unter anderem Wirtschaftsingenieurwesen sowie Verwaltungs- und Politikwissenschaften.

    Die TDU ist eine staatliche Universität mit mittelfristig bis zu 5.000 Studierenden. Das Projekt wird auf deutscher Seite aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über den DAAD gefördert.

    Ein deutsches Hochschulkonsortium steht der TDU als Partner zur Seite. Für den Aufbau der fünf Fakultäten der TDU hat auf deutscher Seite je eine Hochschule – FU Berlin, TU Berlin, Universität Heidelberg, Universität Köln und Universität Potsdam – die Federführung übernommen.

    Einen besonderen Schwerpunkt nimmt das Sprachenzentrum in Kooperation mit der Universität Bielefeld ein, das maßgeblich von deutscher Seite gefördert wird, insbesondere personell durch den Einsatz von Lektoren und Sprachassistenten.
    Das deutsche Konsortium leistet den deutschen Beitrag zur Erfüllung der deutsch-türkischen Regierungsvereinbarung und agiert als Partner der türkischen Seite bei der Errichtung und beim Betrieb der TDU. Die ehemalige Bundestagspräsidentin und Initiatorin des Projekts, Prof. Rita Süssmuth, sagt als Präsidentin des Konsortiums: „Es ist nach Jahren kooperativer Anstrengungen von deutscher und türkischer Seite nun doch gelungen, dieses wichtige Projekt für die bilateralen Wissenschaftsbeziehungen wichtige Projekt erfolgreich auf den Weg zu bringen. Es bestehen gute Chancen, es zu einem wahren Erfolgsprojekt werden lassen.“

    „Die Türkisch-Deutsche Universität ist ein wichtiger Baustein der Internationalisierungsstrategie für die Hochschulen, die Wissenschaft und die Forschung in Deutschland. Ohne sie gäbe es eine Lücke in der türkisch-deutschen Wissenschaftslandschaft“, so DAAD-Generalsekretärin Dr. Dorothea Rüland anlässlich der Eröffnung.

    Die TDU ist ein Hochschulgründungsprojekt mit herausragender Bedeutung für die Wissenschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei und bietet die besondere Chance, die guten akademischen Beziehungen beider Länder in Forschung und Lehre sichtbar zu machen. Die Studierenden an der Universität stimmen dem zu – schätzen sie doch vor allem den intensiven Austausch mit den deutschen Hochschulen.

    Hintergrund:

    Studiengänge, die seit dem WS 2013/14 angeboten werden:
    Bachelorstudiengänge: Technik Mechatronischer Systeme (Ingenieurwissenschaftliche Fakultät) Rechtwissenschaft (Rechtswissenschaftliche Fakultät), Betriebswirtschaft (Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaftliche Fakultät).

    Masterstudiengänge: Master of Science in Manufacturing Technology (an der Technischen Universität Dortmund), Interkulturelles Management, International and European Affairs (Institut für Sozialwissenschaften).

    Zulassung:
    Zugangsvoraussetzung ist für Schüler aus der Türkei die im Land obligatorische zentrale Universitätsaufnahmeprüfung. Für Absolventen der deutschsprachigen Schulen in der Türkei existiert ein besonderes Kontingent (30 % des Gesamtkontingents). Die Zuteilung der Studienplätze durch den türkischen Hochschulrat (YÖK)/ÖSYM richtet sich nach den Noten, die in den zentralen Prüfungen erreicht wurden. Für Studierende aus Deutschland ist das Reifezeugnis über die Allgemeine Hochschulreife vorausgesetzt.

    Studiengebühren:
    Für Studierende, die ihren Schulabschluss an türkischen Gymnasien erworben haben, ist das Studium an der TDU gebührenfrei. Für die übrigen Bewerber fällt eine Studiengebühr an, die jährlich vom Hochschulrat YÖK festgelegt wird.

    Finanzierung:
    Das Gebäude und die laufenden Kosten für Grundstück, Bau, Betrieb oder Personal trägt die türkische Seite. Deutschland leistet substantielle Beiträge zum akademischen Betrieb, zur Lehre und zur Vermittlung der deutschen Sprache. Durch integrierte Deutschlandaufenthalte werden die Studierenden die Möglichkeit erhalten, die Sprache und das Land besser kennen zu lernen. Weiterhin sind Qualifizierungsmaßnahmen zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlern geplant.

    Unterrichtssprache:
    Die TDU ist eine mehrsprachige Universität. Die Unterrichtssprache ist Deutsch und Türkisch, wo sinnvoll auch Englisch.

    Abschlüsse:
    Die Abschlüsse werden sich an den Grundsätzen des Bologna-Prozesses orientieren und in beiden Ländern anerkannt werden. Nach Möglichkeit sollen Doppel- oder gemeinsame Abschlüsse in Kooperation mit den deutschen Partner-Universitäten vergeben werden.

    Nächste Schritte:
    Nach gemeinsamer Entwicklung von Konzepten und Curricula für Studiengänge, werden im WS 2014/2015 weitere Studiengänge den Lehrbetrieb aufnehmen (u.a. der BSc. Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen, BA Politik und Verwaltung, MA Privatrecht und Öffentliches Recht). Der TDU werden Maßnahmen für integrierte Studienabschnitte in Deutschland (oder an deutschen Hochschulen) zur Stärkung des Deutschlandbezugs ermöglicht. Außerdem werden Maßnahmen für die sprachliche Fortbildung von Lehrkräften in der Lehrsprache Deutsch gefördert.

    Kontakt: Dr. Meltem Göben, DAAD, Projekte Türkei, Geschäftsstelle des Konsortiums „Türkische-Deutsche Universität“ (TDU)


    Weitere Informationen:

    http://www.daad.de
    http://www.tau.edu.tr


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende
    fachunabhängig
    überregional
    Organisatorisches, Studium und Lehre
    Deutsch


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