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05.02.2003 07:57

FAN-"Mann der ersten Stunde" nimmt Abschied mit Zukunftsperspektiven

Kerstin Wodal Pressestelle
Universität Bayreuth

    Festkolloquium für Materialforscher Professor Dr.-Ing. Günter Ziegler. Entwicklung neuer Materialien für die Medizin geplant

    Bayreuth (UBT). "Als Katalysator für den Auf- und Ausbau der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften sowie verschiedener Forschungszentren an der Universität Bayreuth" hatte ihn vor mehr als einem Jahrzehnt ein Gutachter des ersten Konzeptes für diese ungewöhnlich, aus Teilen von Naturwissenschaft und Ingenieurwissenschaft konzipierten Fakultät genannt: Professor Dr.-Ing. Günter Ziegler, Inhaber des Lehrstuhls Keramik und Verbundwerkstoffe. Er, der den ersten FAN-Lehrstuhl überhaupt besetzte, wurde jetzt aus Anlass seines 65. Geburtstages mit einem Festkolloquium geehrt. Mehr als 200 Teilnehmer aus Forschung und Industrie machten gleichzeitig die Bandbreite des Wirkens Professor Zieglers zwischen Forschung und Anwendung deutlich.

    Der Materialforscher war am 1. November 1989 nach mehrjähriger Industrieerfahrung und Tätigkeiten an der Universität Köln und der Technischen Universität Eindhoven sowie langjährigem Engagement in einer Großforschungseinrichtung, dem jetzigen Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln nach Bayreuth gekommen. Er baute unter schwierigen Bedingungen mit seinen Mitarbeitern das Institut für Materialforschung (IMA) - die Keimzelle für die FAN - auf und er wirkte eben mit seinen Ideen als "Motor" für den Auf- und Ausbau dieser Fakultät sowie verschiedener Forschungszentren.

    FAN-Dekan Professor Dr.-Ing. Frank Rieg bezeichnete Ziegler deshalb auch in seiner Einführung als Nestor der neuen Fakultät und würdigte seine großen wissenschaftlichen Leistungen mit einer Vielzahl an Vorträgen und Publikationen auf nationaler und internationaler Ebene sowie sein großes Engagement innerhalb der Universität und bei der Übernahme zahlreicher Gutachter- und Ehrenämter. Die Wahl zum Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) betone seine wissenschaftliche Reputation unterstrich Professor Rieg.

    Die hochkarätigen Referenten aus Forschung und Industrie aus dem In- und Ausland zeigten in ihren Fachbeiträgen die Vorstellungen der modernen Materialwissenschaft auf, die laut Universitätspräsident Professor Helmut Ruppert bis weit ins 21. Jahrhundert hineinreichen werden: von den Grundlagen der Materialentwicklung bis zum System, unter Berücksichtigung der Anforderungen des Marktes und der Umwelt und unter Einbeziehung der lebenden Natur.

    Das Engagement von Professor Ziegler bei der Realisierung dieser Konzepte führte dazu, dass er viele Fachausschüsse, Beiräte, Programmausschüsse und Tagungen geleitet hat und seine Vorstellungen auch als Vorstands- und Präsidiumsmitglied verschiedener nationaler und internationaler Gesellschaften einbringen konnte. Vorsitzende von deutschen und europäischen materialwissenschaftlichen Gesellschaften wiesen daher auch auf viele Initiativen und das hohe internationale Ansehen Zieglers in Wirtschaft und Wissenschaft hin. Präsident Professor Ruppert betonte insbesondere die fachliche Breite Zieglers und seine Fähigkeit, in herausragender Weise interdisziplinäres Arbeiten zwischen Natur- und Ingenieurwissenschaften zu praktizieren, durch seine fachübergreifenden Konzepte Kollegen zu neuen wissenschaftlichen Themenstellungen zusammenzuführen und seine Grundlagenarbeiten in die Anwendung umzusetzen.

    Hohe wissenschaftliche Reputation und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ermöglichten ihm außerordentlich hohe Drittmittel für seine Forschungsarbeiten einzuwerben. "Mit bis zu 45 Mitarbeitern kann man ihn als wissenschaftlichen Arbeitgeber bezeichnen", so Ruppert. "Seine wissenschaftlichen Arbeiten haben Impulse für die Zukunft gegeben und werden noch lange in der Materialwissenschaft der Universität Bayreuth nachwirken."

    Zum Abschluss des Festkolloquiums resümierte Ziegler nicht nur seine dreizehnjährige Zeit in Bayreuth, die zuletzt auch durch den Aufbau des Kompetenzzentrums Neue Materialien gekennzeichnet worden war, sondern gab auch Ausblicke in die Zukunft. Seine Vision ist, die langjährigen Erfahrungen in der Materialforschung sowohl in der Grundlagen als auch in der anwendungsorientierten Forschung im Friedrich-Baur-Forschungsinstitut für Biomaterialien in die Entwicklung neuer Materialien für die Medizin umzusetzen und damit für Oberfranken ein äußerst zukunftsträchtiges Gebiet zu erschließen.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Werkstoffwissenschaften
    regional
    Organisatorisches, Personalia
    Deutsch


    Professor Dr. Günter Ziegler


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