Costa Rica im Fokus: Universität Osnabrück gründet neues Forschungszentrum

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20.06.2014 10:06

Costa Rica im Fokus: Universität Osnabrück gründet neues Forschungszentrum

Dr. Oliver Schmidt Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Universität Osnabrück

    Bereits seit vielen Jahren steht Costa Rica im Fokus mehrerer Fächer der Universität Osnabrück. Nun sollen die Aktivitäten in Form einer Forschungsstelle gebündelt werden. Ziel des neuen Costa Rica-Zentrums ist der transdisziplinäre und interkulturell vergleichende Wissenschaftsaustausch zwischen Deutschland und Costa Rica. Am Samstag, 28. Juni, findet um 10 Uhr die feierliche Eröffnung im Bohnenkamp-Haus im Botanischen Garten der Universität statt.

    Eingeladen dazu wurden auch zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Rektoren der sechs führenden Universitäten Costa Ricas. Ebenfalls erwartet wird José Joaquín Chaverri Sievert, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter des lateinamerikanischen Landes.

    Das Zentrum wird unter den internationalen Kooperationen der Universität Osnabrück eine herausragende Stellung einnehmen. Schwerpunktmäßig widmet sich das Costa Rica-Zentrum der Erforschung zukunftsorientierter, wertebasierter sowie interkultureller Fragestellungen von gesellschaftlicher Relevanz. Die Themengebiete Bildung und Erziehung, Frieden, Ökonomie, Umwelt, Biodiversität und Nachhaltigkeit stehen dabei im Mittelpunkt. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der Beteiligung der Fächer wider. So sind Biologie, Erziehungswissenschaft, Geographie, Katholische Theologie, Psychologie, Romanistik, Sport- und Bewegungswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften in der neuen Einrichtung vertreten.

    »Die Etablierung dieses Zentrums hilft, bereits bestehende weitreichende Kooperationen zu vertiefen. Ich bin mir sicher, dass es darüber hinaus auch eine Strahlkraft entwickeln wird, um neue Anknüpfungspunkte im Wissenstransfer zwischen unserer Universität und diesem lateinamerikanischen Land zu finden«, so der Präsident der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Wolfgang Lücke.

    Finanziell unterstützt wird das Projekt durch die Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur. Der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Honorarprofessor Dr. Hans-Wolf Sievert, ist als Honorarkonsul Costa Ricas und Mitglied des Hochschulrates der Universität sowohl dem lateinamerikanischen Staat als auch der Universität Osnabrück seit vielen Jahren eng verbunden. »Der Aufbau einer solchen Forschungsstelle bezogen auf dieses faszinierende Land ist deutschlandweit einzigartig und birgt Chancen für eine nachhaltige wissenschaftliche Zusammenarbeit auf zahlreichen Feldern«, erklärt Sievert.

    Thematisch von besonderem Interesse ist der Vergleich der beiden Demokratien Deutschland und Costa Rica und die unterschiedlichen kulturellen Entwicklungskontexte, in die die beiden Staaten eingebettet sind. Ein solcher Vergleich ist Voraussetzung für die Entwicklung anerkannter und interkulturell bedeutsamer Standards. Bezogen auf die Bildung und Erziehung (von der frühkindlichen Bildung über die schulische Bildung und Berufsbildung bis hin zu den Universitäten) bedeutet das konkret die Erforschung von Modellen und Inhalten einer zeitgemäßen Lehrerbildung und -professionalisierung in Deutschland und Costa Rica. Ziel ist dabei, anerkannte und interkulturell vergleichbare Standards für die Integration einer Wertebildung im öffentlichen Bildungssystem zu erforschen, die an allgemeinen Rechten und gesellschaftlichen Pflichten orientiert ist.

    Darüber hinaus besteht für alle Forschungsstellenmitglieder die Möglichkeit, weitere, fachbezogene Forschungs- und Kooperationsprojekte mit Costa Rica zu initiieren und fortzuführen. So bildet die Erforschung von Bedingungen und Inhalten eines global-wirtschaftlichen Ethos und die Möglichkeiten seiner Etablierung in wirtschaftlich geprägten Unternehmensstrukturen unter Berücksichtigung der Wertebildung einen weiteren Forschungsschwerpunkt des Zentrums. Weitere Projekte, beispielsweise zu Fragen im Umgang mit begrenzten, natürlichen Ressourcen sowie im Bereich der Biodiversität und Umweltbildung sind in Vorbereitung.

    Costa-Ricanische Partneruniversitäten sind:

    Universidad de Costa Rica
    Universidad Nacional de Costa Rica
    Universidad para la Paz (UN-Friedensuniversität)
    Universidad Catolica de Costa Rica
    Universidad Santa Paula
    Inter-American Institute for Human Rights
    Universidad Latina (in Vorbereitung)

    Weitere Informationen für die Redaktion:
    Dr. Susanne Müller-Using, Universität Osnabrück
    Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften
    Kolpingstraße 7, 49074 Osnabrück
    Tel: +49 541 969 4553
    E-Mail: susamuel@uni-osnabrueck.de

    Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, Universität Osnabrück
    Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften
    Schloßstraße 4, 49074 Osnabrück
    Tel: +49 541 969 4288
    E-Mail: mblasber@uni-osnabrueck.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Kulturwissenschaften, Pädagogik / Bildung, Politik, Psychologie, Religion
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


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