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20.02.2003 16:37

17. Mülheimer Wassertechnisches Seminar: Eine "nickelige" Angelegenheit

Ulrike Bohnsack Presse- und Informationsstelle, Standort Duisburg
Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (bis 31.12.2002)

    Die neuen verschärften Grenzwerte für Nickel im Grund- und Trinkwasser stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Mülheimer Wassertechnischen Seminars am 25. Februar. Veranstalter ist das Rheinisch-Westfälische Institut für Wasserforschung IWW, An-Institut der Uni Duisburg-Essen. Tagungsort ist das Aquatorium der RWW in Mülheim-Styrum, Moritzstraße 16-22.

    Im letzten Jahrzehnt hat die Nickelkonzentration im Grundwasser in vielen Ländern zugenommen - so auch in Deutschland. Die mit Jahresbeginn in Kraft getretene Verordnung - sie schreibt die zulässige Nickelkonzentration im Trinkwasser unter 20 Mykrogramm (= 20 Millionstel Gramm) pro Liter statt vormals 50 µg/l fest - zwingt die Wasserversorgungsunternehmen zu handeln. Entweder müssen sie einzelne, belastete Brunnen stilllegen und eventuell neue bohren oder das Nickel im Wasserwerk entfernen.

    Beim 17. Mülheimer Wassertechnischen Seminar geht es neben den Ursachen für den Anstieg der Nickel-Belastungen im Grundwasser vor allem um neu entwickelte Verfahren, mit denen Nickel und andere toxische Schwermetalle bei der Trinkwasseraufbereitung entfernt werden können. Bei herkömmlichen Methoden werden neben den unerwünschten Schwermetallen auch andere Bestandteile des Wassers mit entfernt, wodurch sich die Zusammensetzung teilweise deutlich verändert. Ein vom IWW und dem Forschungszentrum Karlsruhe entwickeltes Aufbereitungsverfahren arbeitet hingegen selektiv. So genannte Selektiv-Ionenaustauscher nehmen Nickel-, Cadmium- und Blei-Ionen auf, die Wasserzusammensetzung (z.B. Härte, pH-Wert) verändert sich aber nicht.

    Die Entwicklung dieses leistungsfähigen, sicheren und vergleichsweise kostengünstigen Verfahrens wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der öffentlichen Wasserversorgung gefördert.

    Weitere Informationen: Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung IWW, Dipl.-Ing. Dieter Stetter, (02 08) 40 303 - 240, oder Dipl.-Ing. Oliver Dördelmann, (02 08) 40 303 - 243.


    Weitere Informationen:

    http://www.iww-online.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Gesellschaft, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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