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12.03.2003 10:40

Gerd Bucerius-Förderpreis Junge Presse Osteuropas* vergeben - 130.000 Euro stärken gute Zeitungen

Wiebke Deneke Kommunikation
ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

    Der Gerd Bucerius-Förderpreis Junge Presse Osteuropas zeichnet 2003 folgende Zeitungen aus:

    Swobodniy Kurs [Freier Weg], Barnaul (Rußland);
    Express, Lviv/Lemberg (Ukraine);
    Belarussiy Rinok, [Weißrussischer Markt], Minsk (Belarus).

    Diese Auszeichnungen sind mit je 40.000 Euro dotiert.

    Den Sonderpreis für Journalisten (10.000 Euro) erhält Mikola Markevitsch, Grodno (Be-larus). Je eine ehrende Anerkennung gilt der Nowyje Izvestija, Moskau, und der Dnevnik, Sofia.

    Die Preise werden am 19. Mai 2003 in Hamburg übergeben.

    Seit 1999, zehn Jahre nach der Wende in Ostdeutschland und Osteuropa, vergibt die ZEIT-Stiftung den Gerd Bucerius-Förderpreis Junge Presse Osteuropas. In Erinnerung an das demokratische Selbstverständnis des Verlegers Gerd Bucerius und seiner Zeitung DIE ZEIT, ehrt sie damit in den östlichen Transformationsstaaten die Zeitungen, die für guten Journalismus und Bürgermut einstehen. Nach Jahrzehnten der Diktatur mit ihren verheerenden gesellschaftlichen und geistigen Folgen hat die Presse als Motor der Meinungsfreiheit eine besondere Aufgabe. Der Förderpreis, aber auch die damit erhoffte Aufmerksamkeit "im Westen" soll Redaktionen und Redakteure ermutigen auf ihrem Weg zu einer selbstbewussten Bürgergesellschaft.

    Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die ZEIT-Stiftung, Frauke Hamann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 040/4133 6871.

    *Die Vergabe der Preise verantwortet eine unabhängige Jury, der Christoph Bertram, Berlin; Jo Groebel, Düsseldorf; Hermann Meyn, Meckenheim; Thomas Roth, Köln - Berlin; Theo Sommer, Hamburg; Michael Thumann, Hamburg; Markus Wehner, Moskau; Hans-Georg Wieck, Berlin, angehören.


    Informationen zu den einzelnen Zeitungen

    Swobodniy Kurs (www.kurs.altapress.ru ) - Die Zeitung wurde vorgeschlagen von der Friedrich Naumann-Stiftung sowie von der Deutschen Botschaft, beide Moskau. Sie ragt unter den Blättern der russischen Regionen heraus durch ihre Qualität, ihre Popularität und die gegen zahlreiche örtliche Anfeindungen bewahrte Unabhängigkeit. Sie erscheint seit 1990 in eigener Regie als Publikation des Verlagshauses Al-taj-Press, das sich im Besitz von sieben dort tätigen Gesellschaftern befindet.

    Express (www.expres.lviv.ua) - Die Zeitung wurde von Christopher Patten, EU-Kommission, der Deutschen Botschaft, Kiew, sowie von Ivanna Kobernyk, Kiew (Marion Gräfin Dönhoff- Stipendiatin der ZEIT-Stiftung 2002), vorgeschlagen. Sie vereint journalistische Qualität, wirtschaftliche Stabilität und Einsatz für Meinungsfreiheit. Auch dieses Blatt steht für Qualitätspresse in der Region, hier Westukraine/Lemberg - ein Kriterium, das der Jury am Herzen lag. "Die Ausstrahlung der Zeitung reicht weit über die Stadt Lemberg hinaus", so Sabine Stoehr von der Deutschen Botschaft.

    Belarussiy Rinok (www.br.minsk.by) - Die Zeitung wurde vorgeschlagen von Christopher Patten sowie von allen bisher prämierten Pressepreisträgern aus Weiß-russland. "Sie bietet den Lesern Nachrichten und Analysen aus Wirtschaft und Poli-tik, und wahrt dabei Unabhängigkeit sowohl von den Strukturen der Macht als auch wirtschaftlichen Interessengruppen", so Patten. Für sie und die langsam wachsende eigenständige Presselandschaft spricht überdies, dass sich die vier bisherigen Gerd Bucerius-Preisträger aus Belarus einhellig für dieses Blatt aussprachen.

    Mikola Markevitsch - Der Journalist wurde vorgeschlagen von Hans-Georg Wieck, Berlin. Seine Zeitung Pagonja [der litauisch-weißrussische Reiter], 1992 von ihm gegründet, bekannte sich von Sprache wie Inhalt her zur eigenständigen politischen und kulturellen Geschichte Weißrusslands. Dies und ihr politisch eigenständiges Ur-teil bewogen die Regierung Lukaschenko zur gewaltsamen Schließung der Redaktion im Herbst 2001. Der Gerd Bucerius-Förderpreis ehrt einen mutigen Verleger und bekennenden Verfechter von Meinungsfreiheit.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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