idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
10.10.2014 12:22

7. Niedersächsische Energietage: Keine Alternative zur Energiewende

Christian Ernst Pressestelle
Technische Universität Clausthal

    Goslar. Eine nachhaltige Energieversorgung ist keine Illusion, sie ist alternativlos. Dieses Fazit lässt sich nach Abschluss der 7. Niedersächsischen Energietage (net2014) in Goslar ziehen. Die rund 220 Teilnehmenden der Konferenz, die unter organisatorischer Leitung des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN) der TU Clausthal stand, hatten sich zwei Tage intensiv über die Energiewende ausgetauscht.

    „Die Akzeptanz für die Energiewende müssen wir täglich neu erkämpfen“, unterstrich der Niedersächsische Umwelt- und Energieminister Stefan Wenzel. In seiner Eröffnungsansprache auf der Tagung hatte er zunächst darauf verwiesen, dass es angesichts eines aus der Balance geratenden Klimasystems keine Alternative zum Umbau der Energiewirtschaft gebe: „Je länger gewartet wird, desto teurer wird der Klimaschutz.“ Wenzel betonte dabei die entscheidende Rolle der Windenergie, sieht große Potenziale beim Einsparen des derzeitigen Energieverbrauchs – indem beispielsweise die Sanierungsquote des Gebäudebestandes verdoppelt wird – und forderte die Europäische Union auf, eine Vorreiterrolle bei der Energiewende einzunehmen. Zudem bekräftigte der Minister: „Auch die Forschung spielt eine große Rolle. Sie ist ein wichtiger Impulsgeber in Hinblick auf eine nachhaltige Energieversorgung.“

    „Wir wollen herausfinden, welches die Leitplanken für eine nachhaltige Energieversorgung sind“, hatte der EFZN-Vorstandsvorsitzende Professor Hans-Peter Beck in seiner Begrüßung als Ziel der Konferenz ausgegeben. Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass der Energieverbrauch in Deutschland zu 70 Prozent auf die Arbeitswelt und nur zu 30 Prozent auf die privaten Haushalte entfalle. Um die Diskussion unter den Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung anzuregen, hatte Beck eine Zahl ins Spiel gebracht: „Die Gemeinschaftsaufgabe Energiewende kostet nach meinen Berechnungen 100 Milliarden Euro pro Jahr, und zwar über einen Zeitraum von 40 Jahren. Das macht insgesamt vier Billionen Euro.“ Dies sei in etwa die Summe, die alle Deutschen zusammen auf dem Sparkonto haben.

    Standen zum Auftakt der Niedersächsischen Energietage in der Kaiserpfalz Vorträge im Plenum im Mittelpunkt, war der zweite Veranstaltungstag im Hotel „Der Achtermann“ von vertiefenden Fachforen geprägt. Fünf Themen wurden beleuchtet: Verstromung der Zukunft, nachhaltige Energiewende mit Wärme und Gas, effiziente Energieversorgung in Produktionsprozessen, auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität und schließlich Gestaltungsoptionen im gesellschaftlichen Transformationsprozess der Energiewende.

    Geschäftsstellenleiter und federführender Organisator Dr. Wolfgang Dietze (EFZN) zeigte sich zufrieden mit der diesjährigen Veranstaltung: „Die hohe Teilnehmerzahl spricht für sich, vor allem, wenn man die derzeitige Fülle gleichrangiger Veranstaltungen bedenkt.“ Ein erstes Resümee führe zu dem Schluss, dass die Niedersächsischen Energietage einen wichtigen Beitrag zum Diskurs über die Energiewende leisten. „Es gilt nun, einen Folgetermin mit einem Anschlussthema für die net2015 zu finden“, so Dr. Dietze.


    Weitere Informationen:

    http://www.efzn.de/


    Bilder

    Hielt das Eröffnungsreferat: Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Stefan Wenzel. Foto: TU Clausthal
    Hielt das Eröffnungsreferat: Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Stefan Wenzel. Foto: TU Clau ...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Energie, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Kooperationen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Hielt das Eröffnungsreferat: Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Stefan Wenzel. Foto: TU Clausthal


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).