idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
21.10.2014 18:38

100. Hochschule beigetreten - 4. Weltforum der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit in Japan

Madlen Domaschke Pressestelle
Technische Universität Bergakademie Freiberg

    Zum 3. Weltforum der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit vom 19. bis 21. Oktober sind an die österreichische Montanuniversität Leoben rund 50 Mitglieder aus vier Kontinenten der Erde angereist. Darunter zahlreiche Rektoren und Vizerektoren von namhaften Universitäten, unter anderem aus Kanada, Japan, USA oder Kenia. Neben internationalen wissenschaftlichen Vorträgen tauschten sich die Teilnehmer zu internationalen Standards in der Ausbildung im Rohstoffbereich aus. Die nächste Jahrestagung wird in Akita, Japan, stattfinden. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 in Freiberg sind dem Weltforum 100 Universitäten aus 56 Ländern und fünf Kontinenten beigetreten.

    Gerade für Länder wie Kenia sei es wichtig sich zur Rohstoffausbildung auszutauschen. Das Land ist reich an Rohstoffen, habe jedoch nur wenig ausgebildete Ingenieure vor Ort, sagte Rektor Prof. Boga vom Taita Taveta University College. Seine Hochschule ist eine der sieben neuen Weltforumsmitglieder, die seit dem vergangenen Weltforum in Trondheim hinzugekommen sind. Außer Kenia sind es zwei Hochschulen aus Argentinien und je eine aus Belgien, Georgien, Ukraine (Donbass) und Jemen. „Wir sehen im diesjährigen Treffen eine gute Fortsetzung dessen, was wir vor zwei Jahren in Freiberg angefangen haben“, so Prof. Carsten Drebenstedt, erster Generalsekretär des Weltforums.

    In den Vorträgen beschäftigen sich die Wissenschaftler mit der Lehre im Rohstoff-Bereich, mit Methoden, aber auch dem Stand der Technik. Am Beispiel der Bergbauregion Leoben (Eisenerz) wird den Teilnehmern gezeigt, wie Bergbau wirtschaftlich und nachhaltig betrieben werden kann, trotz relativ geringer Erzgehalte.

    Insgesamt sind dem Weltforum der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit (World Forum of Universities of Resources on Sustainability, WFURS) seit seiner Gründung im Jahr 2012 100 Mitgliedsuniversitäten aus 56 Ländern und allen fünf Kontinenten beigetreten. Das WFURS wurde im Jahr 2012 in Freiberg von der TU Bergakademie Freiberg und der St. Petersburger Bergbauuniversität gegründet. Das Ziel ist die weltweite Umsetzung des Prinzips der nachhaltigen Entwicklung in Forschung und Ausbildung an den Hochschulen im Rohstoffbereich. Darüber hinaus will das Weltforum ein neues Rohstoffbewusstsein in Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik schaffen: „Die Hochschulen sind die Kaderschmieden für die zukünftigen Fach- und Führungskräfte in diesem Bereich. Daher wollen wir gemeinsame Ausbildungsstandards etablieren, die Nachhaltigkeit bei den Rohstoffen vermitteln, also mehr Effizienz, Vermeidung, Ersatz und Recycling“, so Prof. Bernd Meyer, Rektor der TU Bergakademie Freiberg und Präsident des Weltforums.

    In der Mitgliederversammlung wurden einstimmig Satzung und Geschäftsordnung beschlossen, auf deren Grundlagen die Arbeit des Weltforums fortgeführt wird. Prof. Bernd Meyer (TU Bergakademie Freiberg) wurde für ein weiteres Jahr als Präsident des WFURS wiedergewählt, Prof. Carsten Drebenstedt (TU Bergakademie Freiberg) wurde für vier Jahre als erster Generalsekretär wiedergewählt und Prof. Akira (Akita Universiy, Japan) wurde zum Schatzmeister gewählt. Die kommende Jahrestagung findet vom 12. bis 17.09.2015 in Akita, Japan, statt. Für das Jahrestreffen 2016 haben sich die Nationale Bergbau-Universität Dnepropetrovsk und die Universität Tarkwa, Ghana, beworben.

    Zuvor wurden in Arbeitsgruppen die Inhalte des Weltforums diskutiert und die nächsten Schritte beschlossen. „Ziel ist, die Nachhaltigkeitsaspekte fest in die Studienpläne nach dem Stand des Wissens zu verankern und die entsprechenden Hilfsmittel dafür bereit zu stellen sowie die wissenschaftlichen Grundlagen weiter zu entwickeln“, so Prof. Carsten Drebenstedt (TU Bergakademie Freiberg).

    Die neuen WFURS-Mitglieder (seit der Jahrestagung 2013):

    1) Taita Taveta University College, Voi, Kenia

    2) Technische Universität Tiflis, Georgien

    3) Universidad Nacional de San Martín, Argentinien

    4) Universität Aden, Jemen

    5) Universidad Nacional de Catamarca, Argentinien

    6) Université de Liège, Belgien

    7) Donbass State Technical University, Ukraine


    Weitere Informationen:

    http://wfurs.unileoben.ac.at/ - Programm WFURS 2014
    http://www.worldforum-sustainability.org/ - Allgemeine Informationen zum WFURS und eine Liste aller Mitglieder
    http://www.tu-freiberg.de - Homepage der Gründungsuniversität mit Fotogalerie (ab 22.10.)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Geowissenschaften
    überregional
    Kooperationen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Gruppenfoto vor dem "Hauly"am steierischen Erzberg


    Zum Download

    x

    Prof. Carsten Drebenstedt (TU Bergakademie Freiberg) im Gespräch mit Mr. Sutham Niyomwas (Thailand)


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay