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24.03.2003 10:27

Bildungsnische weitab vom staatlich-sozialistischen Monopol

Monika Paschwitz Abteilung Hochschulkommunikation/Bereich Presse und Information
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Symposium zur Rolle der Evangelischen Akademien in der DDR am 2./3. April an der Universität Jena

    Jena (24.03.03) Evangelische Akademien - gedacht waren sie als Beitrag zur politischen Neuorientierung, als Orte des Gesprächs zwischen Kirche und Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Doch die politische Realität ließ es lediglich in der Bundesrepublik zu, dass diese Vision eins zu eins umgesetzt wurde. In der DDR hingegen waren die Akademien nur als innerkirchliche Einrichtungen konfessioneller Bildung offiziell geduldet. Dem nicht unerheblichen staatlichen Druck zum Trotz entwickelten sie sich zu "Orten allgemeiner und politischer Bildung". Auf einem gleichnamigen Symposium werden jetzt erstmalig die Ergebnisse des Forschungsprojektes vorgestellt, das sich mit der Entwicklung der Evangelischen Akademien in der DDR zwischen 1945 und 1989/90 beschäftigt. Die Tagung wird vom Lehrstuhl für Erwachsenenbildung der Friedrich-Schiller-Universität ausgerichtet und findet vom 2. bis 3. April im Senatssaal des Universitätshauptgebäudes (Fürstengraben 1) statt.

    "Die evangelischen Akademien waren in der DDR die einzigen erklärten Erwachsenenbildungsstätten, die nicht dem Bildungsmonopol des sozialistischen Staates unterstanden", erklärt Prof. Dr. Martha Friedenthal-Haase. "Die Akademien behaupteten sich als jene rare Orte, die den Menschen den gewissen Freiraum zur Selbstbildung und zum Dialog mit Gleichgesinnten außerhalb der gleichgeschalteten Bildungslandschaft boten", weiß die Projektleiterin von der Universität Jena. Auf der Tagung werden die Projektpartner jedoch nicht nur in Vorträgen ihre Ergebnisse vorstellen, sondern in Zeitzeugengesprächen diese Ergebnisse kritisch hinterfragen. Vom 26.3. an bis zum 3.4. wird eine Ausstellung im Aula-Foyer der Jenaer Universität über die Evangelischen Akademien in der DDR informieren. Zur Tagung selbst werden neben den Wissenschaftlern auch einige damalige Akteure erwartet.

    Kontakt: Susanne Böhm
    Institut für Erziehungswissenschaften der Uni Jena
    Carl-Zeiß-Platz 1, 07743 Jena
    Tel.: 03641 / 945325; Fax: 03641 / 945322
    E-Mail: y6bosu@nds.rz.uni-jena.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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