Ein Zeichen der Erinnerung – die Synagoge Schwäbisch Gmünd

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28.11.2014 14:41

Ein Zeichen der Erinnerung – die Synagoge Schwäbisch Gmünd

Nina Runde Pressestelle
Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd

    Die Entscheidung des Wettbewerbs „Ein Zeichen der Erinnerung – die Synagoge Schwäbisch Gmünd“ ist gefallen. Nach einer intensiven Ausschreibungsphase mit reger öffentlichen Anteilnahme wurde nun unter fünf Endrundenteilnehmern der Gewinnerentwurf des Wettbewerbs ermittelt. Es handelt sich um den Vorschlag der Gestalterin Andrea Kastner aus Schwäbisch Gmünd. Sie entwickelte ein Erinnerungszeichen in Form einer Treppenskulptur, die maßstabsgetreu in stilisierender Weise die Zugangstreppe der ehemaligen Synagoge wiedererstehen lässt. Auf dem Zugangsweg zu dieser Treppe befinden sich die Namen der letzten rund 100 Mitglieder der jüdischen Gemeinde Schwäbisch Gmünd.

    Begleitet wird die Skulptur von Informationstafeln, die die historischen Zusammenhänge darstellen. Die Jury, die aus Vertretern der Bank und der Stadt Schwäbisch Gmünd, engagierten Bürgern, einer Vertreterin der jüdischen Glaubensgemeinschaft Baden-Württembergs sowie Kunst- und Gestaltungsexperten bestand, überzeugte die formale Klarheit des Entwurfs und sein direkter und allgemein verständlicher Bezug zu der zerstörten Synagoge. Es ist eine Treppe, die ins Leere führt und gleichzeitig einen Ausblick bietet. So gelang es Andrea Kastner in einem einzigen Zeichen den historischen Abgrund und einen hoffnungsvollen Zukunftsglauben zu verbinden.

    Die 26 jährige Gestalterin Andrea Kastner studiert an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd im Studiengang Kommunikationsgestaltung. Der Entwurf entstand als Studienprojekt der Hochschule im Wahlpflichtfach "Kommunikation im Raum – Erinnerungskultur". Die Entwürfe der Endrunde sowie das Gewinnerkonzept werden vom 08. Dezember 2014 bis zum 30. Januar 2015 in der Schalterhalle der Hauptstelle Schwäbisch Gmünd, Sparkassenplatz 1, präsentiert und können von Interessierten während den Öffnungszeiten der Kreissparkasse Ostalb begutachtet werden. Die Realisierung der Skulptur erfolgt im Frühjahr 2015. Der Termin der Einweihung wird noch bekannt gegeben.

    Hintergrund des am 31. Januar 2014 ausgeschriebenen Wettbewerbs war der Wunsch der Kreissparkasse Ostalb, in angemessener Weise an die Synagoge der jüdischen Gemeinde Schwäbisch Gmünds zu erinnern. Diese stand bis zum Jahr 1954 auf dem Gelände ihres heutigen Hauptstellengebäudes in Schwäbisch Gmünd. Künstlerinnen und Künstler, Gestalterinnen und Gestalter dazu eingeladen, Vorschläge für ein Zeichen der Erinnerung zu entwerfen. Der Wettbewerbsprozess verstand sich als ein offen kommuniziertes Verfahren, das von Anfang an von interessierten Bürger Schwäbisch Gmünds begleitet werden konnte. So wurde im Vorfeld in einem Experten-Kolloquium die Möglichkeit gegeben, Einblicke in den Stand der Forschung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Schwäbisch Gmünd zu bekommen.

    Aus den eingereichten Vorschlägen wurde von einer Jury in einem zweiteiligen Entscheidungsverfahren der Gewinnerentwurf ausgewählt.


    Weitere Informationen:

    http://www.hfg-gmuend.de
    http://www.ksk-ostalb.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Bauwesen / Architektur, Kunst / Design
    überregional
    Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


    Treppenskulptur als Zeichen der Erinnerung an die Synagoge Schwäbisch Gmünd


    Zum Download

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    Gewinnerentwurf Wettbewerb zum Erinnerungszeichen für die Synagoge in Schwäbisch Gmünd


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