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02.12.2014 09:37

Buchtipp: Kulturpflanzen – wie wir sie und wie sie uns verändern

Florian Klebs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Hohenheim

    Populärwissenschaftliche Publikation der Universität Hohenheim bietet spannende Einblicke zu Herkunft, Geschichte und Bedeutung von Kulturpflanzen und ihre Bezüge zu unserer Kulturgeschichte

    Ohne Kartoffel hätte es die Industrialisierung wohl gar nicht gegeben und ohne halluzinogene Pilze auf befallenem Getreide wäre vielleicht manch angebliche Hexe vorm Scheiterhaufen bewahrt geblieben: Es sind diese erstaunlichen Bezüge, die das jüngste Sachbuch des Kulturpflanzenexperten Prof. Dr. Thomas Miedaner von der Universität Hohenheim besonders unterhaltsam machen. Gleichzeitig wird manchen Leser erstaunen, wie viel Innovation nötig war, um kaum verwertbare Wildpflanzen in Grundnahrungsmittel, Rohstoffproduzenten und Energielieferanten zu verwandeln.

    Wer heute von Innovationen spricht, denkt in erster Linie an technische Neuheiten: Auto, Telefon, Waschmaschine, Computer, Handy, Tablet. Aber auch unsere Kulturpflanzen waren zu ihrer Zeit etwas völlig Neues.

    So waren die ersten Getreide, Weizen und Gerste, kleinkörnige Wildgräser, die ihre Ähren schon vor der Ernte abwarfen und nur wenig produktiv waren. Roggen und Hafer wurden überhaupt erst in Europa als Kulturpflanzen entdeckt, als die Landwirtschaft sich aus dem Mittelmeerraum in kühle und unwirtliche Gebiete verbreitete.

    Auch die Knollen wilder Kartoffeln waren durchwegs giftig. Der Vorfahr des Maises, die Teosinte, hatte ihre wenigen Samen in steinharte Kapseln eingeschlossen. Das Öl des Rapses taugte ursprünglich nur als Lampenöl. Zuckerrübe und Triticale schließlich sind echte Designerpflanzen, die überhaupt erst vom Menschen erfunden wurden. Und die Geschichte geht weiter: Heute produzieren wir Bioenergie aus Mais, stellen Bioplastik aus Kartoffeln her und betreiben Genomforschung bei der Gerste.

    Heute sind Weizen, Kartoffeln, Raps & Co. ganz selbstverständlich Teil unserer Kultur. Dazu gehört auch die Geschichte ihrer Produkte: Weißbrot, Bier, Whisky, Müsli, Zucker, Speiseöl, Cornflakes, Pommes und Chips.

    Dieses Buch präsentiert unsere neun wichtigsten Kulturpflanzen Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Triticale, Mais, Raps, Zuckerrüben und Kartoffeln. Jede von ihnen war eine bedeutende Innovation, ohne die unser heutiges Leben nicht so satt, zufrieden und sicher wäre.

    Zur Person:

    Prof. Dr. Thomas Miedaner ist Leiter des Arbeitsgebietes Roggen und biotischer Stress an der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim. Seine Arbeitsgruppe beschäftigt sich seit inzwischen zwei Jahrzehnten mit der Züchtung von (Hybrid-)Roggen und der Resistenzforschung bei Roggen, Weizen bzw. Triticale gegenüber Ährenfusariosen (Fusarium spp.), Blattseptoria (Septoria tritici) und Mutterkorn (Claviceps purpurea). Daneben hält er Vorlesungen zu den Themen Spezielle Pflanzenzüchtung und Resistenzgenetik und ist als Lehr- und Sachbuchautor bekannt.

    Das Buch:

    Thomas Miedaner: Kulturpflanzen: Botanik – Geschichte – Perspektiven, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2014, Softcover, 253 Seiten, 24,99 Euro, ISBN 978-3-642-55292-2, 19,99 Euro, ISBN 978-3-642-55293-9 (eBook), DOI 10.1007/978-3-642-55293-9

    Kontakt für Medien:
    Prof. Dr. Thomas Miedaner, Universität Hohenheim, Landessaatzuchtanstalt,
    Tel.: 0711/459 22690, E-Mail: thomas.miedaner@uni-hohenheim.de

    Text: Klebs


    Weitere Informationen:

    http://uhoh.de/kulturpflanzen "Weitere Informationen und einen Blick ins Buch"


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Kulturwissenschaften, Tier- / Agrar- / Forstwissenschaften
    überregional
    Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


    Thomas Miedaner: Kulturpflanzen


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