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02.12.2014 10:37

Mit Koffein gegen die Alzheimer-Krankheit: Vielversprechendes Forschungsprojekt verlängert

Dr. Christian Leibinnes Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Alzheimer Forschung Initiative e.V.

    Wer Kaffee oder Tee trinkt, verringert sein Alzheimer-Risiko. Das zeigen aktuelle Studien. Prof. Dr. Christa E. Müller von der Universität Bonn erforscht gemeinsam mit ihrem Kollegen Dr. David Blum von der Universität Lille, wie sich Koffein auf die bei Alzheimer typischen Eiweißablagerungen auswirkt. Ihre Forschungsarbeit wird seit 2011 von der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) unterstützt. Jetzt wurde die Förderung um zwei Jahre bis 2016 verlängert.

    Die AFI stellt für diesen Zeitraum 30.000 Euro bereit, die französische Partnerorganisation LECMA gibt 70.000 Euro. Das Forschungsvorhaben von Christa Müller ist eines von sieben innovativen Alzheimer-Forschungsprojekten an deutschen Universitäten, welche die AFI ab sofort mit insgesamt 464.220 Euro bis 2016 unterstützt.

    Christa Müller hat mit ihrer Arbeitsgruppe einen koffeinähnlichen Wirkstoff (MSX-3) entwickelt, der vielfach leistungsstärker als herkömmliches Koffein ist und dabei weniger Nebenwirkungen hat. Dieser Wirkstoff, ein sogenannter A2A-Antagonist, überzeugte in einem Mausmodell mit genetisch veränderten Tieren, welche die bei Alzheimer typischen Tau-Ablagerungen aufweisen. Die Nager schnitten in Gedächtnistests deutlich besser ab, als ihre unbehandelten Artgenossen. Die Ergebnisse wurden in einem Artikel zusammengefasst, der in der Online-Ausgabe der angesehenen Fachzeitschrift „Molecular Psychiatry“ veröffentlicht wurde.

    Im nächsten Schritt will die Bonner Forscherin jetzt herausfinden, ob ihr Wirkstoff auch positiv auf Eiweiß-Plaques aus Amyloid-Beta wirkt, die ebenfalls ein charakteristisches Merkmal der Alzheimer-Krankheit sind, und ob die dadurch hervorgerufenen Defizite verhindert oder reduziert werden können. „Ein positives Ergebnis würde die Grundlage dafür bilden, A2A-Adenosinrezeptor-Antagonisten als neuartige Arzneistoffe für die Alzheimer-Krankheit zu entwickeln“, sagt Christa Müller. „Die Arbeiten stellen somit eine wichtige Grundlage für zukünftige klinische Studien an Alzheimer-Patienten dar“, so Christa Müller weiter.

    Die AFI ist der größte private Förderer öffentlicher Alzheimer-Forschung in Deutschland. Seit ihrer Gründung 1995 hat die AFI insgesamt 155 Wissenschaftler mit rund 7 Millionen Euro unterstützt. Die förderungswürdigen Projekte wurden vom Wissenschaftlichen Beirat der AFI unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Walter E. Müller, Goethe-Universität Frankfurt, zusammen mit den Beiräten der Schwesterorganisationen in den Niederlanden und Frankreich ausgewählt.

    Alle Forschungsprojekte im Überblick:
    Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. unterstützt ab sofort sieben Alzheimer-Forschungsprojekte an deutschen Universitäten. Gefördert werden Projekte in den Bereichen Grundlagen-, Ursachen-, Diagnose-, Präventions- und Wirkstoffforschung an den Universitätsstandorten Bonn, Frankfurt, Göttingen, Heidelberg, Leipzig, Münster und Tübingen. Beschreibungen zu allen Projekten finden Sie auf unserer Webseite:
    http://www.alzheimer-forschung.de/forschung/index.htm?showyear=2014

    Weitere Informationen zum Projekt von Prof. Dr. Christa E. Müller:
    Projektphase 2011-2013: http://www.alzheimer-forschung.de/3513
    Projektphase 2014-2016: http://www.alzheimer-forschung.de/4523
    Pressemitteilung 7. April 2014: http://www.alzheimer-forschung.de/4312
    Kostenfreies Foto: http://www.alzheimer-forschung.de/4532

    Originalpublikation von Prof. Dr. Christa E. Müller:
    C Laurent, S Burnouf, B Ferry, VL Batalha, JE Coelho, Y Baqi, E Malik, E Mariciniak, S Parrot, A Van der Jeugd, E Faivre, V Flaten, C Ledent, R D’Hooge, N Sergeant, M Hamdane, S Humez, CE Müller, LV Lopes, L Buée and D Blum. A2A adenosine receptor deletion is protective in a mouse model of Tauopathy. Molecular Psychiatry. doi:10.1038/mp.2014.151
    http://www.nature.com/mp/journal/vaop/ncurrent/full/mp2014151a.html

    Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.
    Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel. Bis heute konnte die AFI 155 Wissenschaftler mit rund 7 Millionen Euro unterstützen. Darüber hinaus wurden über 700.000 Ratgeber und Broschüren abgegeben. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Informationen anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Möglichkeiten zu spenden.


    Weitere Informationen:

    http://www.alzheimer-forschung.de/3513 - Projektphase 2011-2013
    http://www.alzheimer-forschung.de/4523 - Projektphase 2014-2016
    http://www.alzheimer-forschung.de/4312 - Pressemitteilung 7. April 2014
    http://www.alzheimer-forschung.de/4532 - Kostenfreies Foto
    http://www.nature.com/mp/journal/vaop/ncurrent/full/mp2014151a.html - Originalpublikation von Prof. Dr. Christa E. Müller


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


    Prof. Dr. Christa E. Müller von der Universität Bonn


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    Charakteristisch für die Alzheimer-Krankheit: Das Amyloid-Plaque


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