idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
11.04.2003 12:48

2. Platz "Kooperationspreis Niedersachsen" - FH präsentiert Forschungsergebnisse

von Varel Heidrun Presse & Kommunikation
Fachhochschule Oldenburg / Ostfriesland / Wilhelmshaven

    Die Fachbereiche Technik und Ingenieurwissenschaften präsentieren auf der Hannover Messe vom 7. bis 12. April 2003 ihre neuesten Entwicklungen und Ergebnisse in den Bereichen Laseranwendung, Brandschutz und optische Chiptechnologie.

    Die Firma Optimare Meerestechnik GmbH hat in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften am Standort Wilhelmshaven ein tragbares Messgerät zur schnellen vor Ort Bestimmung von Ölschichtdicken entwickelt. Das angewandte Messprinzip wurde ursprünglich in sehr komplexen Systemen zur luftgestützten Überwachung des Meeres auf Ölverschmutzungen eingesetzt.
    Prof. Dr.-Ing. Werner Pohl und Dipl.-Ing. Heinz-Hinrich Blikslager stellen das im Rahmen eines von der EU geförderten EFRE-Vorhabens entwickelte Gerät der Öffentlichkeit auf der Hannover Messe vor.
    Einsetzbar ist das tragbare Gerät z.B. im Produktionsbereich der Automobilindustrie. Aus Korrosionsschutzgründen werden dort beölte Bleche als Rohmaterial verwendet. Ist die schützende Ölschicht zu dünn, rostet das Blech noch vor dem Verarbeitungsprozess. Ist sie zu dick, kann sie vor dem Lackieren im Waschvorgang nicht vollständig entfernt werden.
    Durch Änderungen der Software und Einstellungsänderungen lassen sich auch weitere Anwendungsgebiete, z.B. in der Medizin und der Biotechnologie, erschließen.

    Wie soeben mitgeteilt wurde, haben die Staatssekretäre Joachim Werren (Wirtschaft) und Dr. Josef Lange (Wissenschaft) heute auf der Hannover-Messe den Kooperationspreis Niedersachsen für das Jahr 2002 verliehen. Der mit 15.000 Euro dotierte zweite Preis ging an das Kooperationsprojekt "Steuerungs- und Auswertehardware zur Erkennung von Umweltverschmutzungen mit multispektralen Sensorsystemen" zwischen der Firma Optimare Meerestechnik GmbH (Wilhelmshaven) und der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven. Das Land prämiert mit dieser bereits zum dritten Mal vergebenen Auszeichnung besonders innovative und erfolgreiche Kooperationsprojekte zwischen niedersächsischen Unternehmen und Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen. Durch das Projekt konnte das Unternehmen effizienter entwickeln und mehr Geräte mit verbesserten Leistungsdaten auf den Markt bringen.

    Die Charakterisierung optischer Mikrostrukturen auf Plexiglas-Chips, hergestellt mittels Excimer-Laser-Strahlung, präsentieren auf der Hannover Messe Prof. Dr. Hans Josef Brückner und Dipl.-Ing. Sabine Tiedeken vom Fachbereich Technik am Standort Emden.
    Durch die Nutzbarmachung optischer Technologien, wie z.B. auch der Glasfasertechnologie, wurden Kapazität, Geschwindigkeit und Qualität der Datenübertragung enorm verbessert. Die Datenübertragung per Licht funktioniert über Serien elektrischer Signale, die dann beispielsweise mittels Laser in optische Signale umgewandelt werden (ähnlich dem Prinzip der Signalgebung mit einer Taschenlampe).
    Für Optische Chips entwickelt sich inzwischen die Realisierung der Herstellung aus Plexiglas. Sie können mittels Excimer-Laserstrahlung mit Mikrostrukturen versehen werden, die Licht in genau definierte Kanäle führen und verarbeiten. Ihre Anwendung liegt insbesondere im Bereich der Kommunikationstechnik - sprich Internet, Telefon, Fernsehen - und der Sensorik. Das Besondere an dieser von den Mitarbeitern des Forschungsschwerpunktes Lasertechnik der Fachhochschule gewählten Herstellungstechnologie ist die Einfachheit und Flexibilität in der Variation der optischen Eigenschaften der Chips, bei geringen Kosten auch für Kleinserien.

    Die vom Fachbereich Technik durchgeführten Entwicklungsarbeiten zur Optimierung der Brandschutzsysteme der Pilkington Deutschland AG stellt Prof. Dr. Klaus Gärtner vor.
    Die Firma Pilkington produziert z.B. moderne Hochleistungs-Brandschutzgläser. Im Brandfalle schäumen bei diesen Mehrschichten-Verbundgläsern die feuerhemmenden Zwischenschichten auf. Sie bilden ein Hitzeschild mit guter Isolierwirkung und verhindern auf diese Weise die Ausbreitung eines Brandes. Die Wärmedämmung ist dabei so groß, dass im Brandfall die dem Feuer abgewandte Seite gefahrlos berührt werden kann, während auf der Feuerseite bereits flüssiges Glas abläuft. Verwendung finden diese Brandschutzgläser hauptsächlich in verglasten Trennwänden, die dazu dienen sollen, Gebäude aus Sicherheitsgründen in Brandabschnitte zu gliedern.
    Die Entwicklungsarbeiten der Brandschutzsysteme zielten auf die Optimierung hinsichtlich des Brandschutzverhaltens, des Alterungsverhaltens der Zwischenschichten und der Verkürzung der Produktionszeiten ab.


    Weitere Informationen:

    http://www.fh-oow.de


    Bilder

    Prof. Dr. Gärtner bei der Vorführung des Hochleistungs-Brandschutzglases
    Prof. Dr. Gärtner bei der Vorführung des Hochleistungs-Brandschutzglases

    None

    Das Gerät zur Herstellung von Mikrostrukturen auf Plexiglas-Chips mittels Excimer-Laser-Strahlung
    Das Gerät zur Herstellung von Mikrostrukturen auf Plexiglas-Chips mittels Excimer-Laser-Strahlung

    None


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Elektrotechnik, Energie, Informationstechnik, Maschinenbau, Mathematik, Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

    Prof. Dr. Gärtner bei der Vorführung des Hochleistungs-Brandschutzglases


    Zum Download

    x

    Das Gerät zur Herstellung von Mikrostrukturen auf Plexiglas-Chips mittels Excimer-Laser-Strahlung


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).