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24.04.2003 09:32

Gastprofessorin für Frauen- und Geschlechterforschung lehrt im SS 2003 an der Universität Trier

Heidi Neyses Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Trier

    Im Sommersemester 2003 lehrt die Historikerin Prof. Dr. Karen Hagemann an der Universität Trier. Sie übernimmt die Gastprofessur für Internationale und Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung, die vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz zum Wintersemester 2001/02 geschaffen wurde und zwischen den Hochschulen und Fachhochschulen des Landes semesterweise rotiert. Diese Gastprofessur kommt jetzt nach einer zweisemestrigen Pilotphase von der Universität Mainz nach Trier. Die Stelle wird aus dem Hochschulwissenschaftsprogramm (HWP) finanziert. Prof. Hagemann startet das Sommersemester 2003 mit einem Vortrag zum Thema "Vater Staat und seine Kinder - Geschlechterordnung und Schule im europäischen Vergleich" am Mittwoch, 7. Mai 2003, um 18.00 Uhr c.t. in Raum A8.

    Schwerpunkt von Dr. phil. habil. Karen Hagemann ist die deutsche und europäische Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts, insbesondere die Politik-, Sozial-, Kultur- und Geschlechtergeschichte. Vor ihrem Gastaufenthalt in Trier war sie im akademischen Jahr 2002/03 DAAD Chair for German and European Studies am Munk Centre for International Studies der University of Toronto. Von 1987 bis 2000 hat sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftliche Assistentin zunächst am Institut für Geschichte und später am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der Technischen Universität Berlin gelehrt. Seit 2000 ist sie dort Privatdozentin.

    Karen Hagemanns Vortrag "Vater Staat und seine Kinder - Geschlechterordnung und Schule im europäischen Vergleich" befasst sich mit dem Thema Bildung und Erziehung, dass derzeit in Wirtschaft, Politik und Medien Konjunktur hat. Die PISA Studie zu "Schülerleistungen im internationalen Vergleich" hat nachdrücklich vor Augen geführt, welche erheblichen Differenzen in den Strukturen und alltäglichen Praktiken von Bildungs- und Erziehungssystemen weit über Europa hinaus nach wie vor bestehen, und in wie starkem Maße sich diese Differenzen auf deren Funktions- und Leistungsfähigkeit auswirken. In dem Vortrag sollen die historischen Ursachen für diese Differenzen analysiert werden. Dabei wird gezeigt, welche zentrale Rolle neben den ökonomischen, sozialen und politischen Rahmenbedingungen und den überkommenen institutionellen Strukturen die vorherrschenden Vorstellungen zur Rolle von Staat und Familie als Bildungs- und Erziehungsinstitutionen sowie zur Geschlechterordnung spielten. Im Zentrum wird die Frage nach den Ursachen des bundesdeutschen "Sonderwegs" der Halbtagsschule stehen.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Kunst / Design, Musik / Theater
    überregional
    Personalia, Studium und Lehre
    Deutsch


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