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19.03.2015 10:49

Hochschule Esslingen erhält Brennstoffzellen-Fahrzeug

Christiane Rathmann Referat für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Hochschule Esslingen

    Im Rahmen des europäischen Förderprojekts HyFIVE wird der Forschungsfuhrpark des Instituts für Nachhaltige Energietechnik und Mobilität (INEM) an der Hochschule Esslingen um eine Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL mit Brennstoffzelle erweitert. Prof. Dr. Christian Mohrdieck, Leiter Antriebsentwicklung Brennstoffzellen System bei der Daimler AG, hat das Fahrzeug gestern (18. März) an Prof. Dr. Walter Czarnetzki, Prorektor Forschung der Hochschule Esslingen, übergeben.

    Elektromobilität ist einer der Schwerpunkte der anwendungsorientierten Ausbildung im INEM. Durch den nun dauerhaften Zugriff auf das Brennstoffzellenfahrzeug kann die Hochschule Esslingen ihr Ausbildungs- und Forschungsprogramm auf dem Gebiet neuer Fahrzeugkonzepte um eine vielversprechende Technologie erweitern. Deren Markteinführung wird zurzeit von allen namhaften Automobilherstellern vorbereitet. Daimler und die Hochschule Esslingen setzen damit ihre langjährige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der alternativen Antriebe fort.

    Studierende für Fahrzeugtechnologien fit machen
    Die Studierenden für die unterschiedlichen Fahrzeugtechnologien fit zu machen und sie somit optimal auf den Beruf vorzubereiten, ist das Ziel des Instituts. In den vergangenen Semestern konnten die jungen Wissenschaftler bei Projektarbeiten bereits mit dem Toyota Prius III Plug-In Hybrid-Fahrzeug umfassende Test- und Analyseprogramme durchführen, die Antriebstechnik kennenlernen und „auf Herz und Nieren“ prüfen. Seit Ende 2014 steht dazu auch ein batterieelektrischer BMW i3 zur Verfügung. Mit der Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL hält nun ein absolutes „Highlight“ in das Forschungsportfolio der Hochschule Einzug.

    „Für unser Institut wie für die Hochschule ist es wichtig, den Studenten die bestmögliche Vorbereitung auf ihre berufliche Laufbahn zu geben. Die unmittelbaren Arbeiten an neuen Technologien und aktuellen Fahrzeugprodukten ist eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten der Ausbildung“, so Prof. Dr. Ferdinand Panik, Leiter des Instituts für Nachhaltige Energietechnik und Mobilität der Hochschule Esslingen.

    Das Förderprogramm HyFIVE
    Mit dem klaren Ziel den europäischen Markt auf Elektromobilität mit Brennstoffzelle vorzubereiten, wurde 2014 das Projekt HyFIVE als branchenübergreifender Zusammenschluss von 15 internationalen Organisationen und Unternehmen ins Leben gerufen. Im Zeitraum von 2014 bis 2017 werden im Rahmen dieses Demonstrations- und Infrastrukturprojekts dabei europaweit insgesamt 110 Brennstoffzellenfahrzeuge betrieben. Zudem ist auch der aktive Aufbau von Wasserstofftankstellen innerhalb drei neuer Cluster vorgesehen.

    Die Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL
    Der Fahrstrom für den Antrieb der F-CELL wird durch die Reaktion von Luftsauerstoff mit Wasserstoff direkt an Bord in der Brennstoffzelle erzeugt. Dabei entstehen keine Schadstoffemissionen, sondern lediglich reiner Wasserdampf. Dank des 700 bar Hochdruck-Tanksystems verfügt das Fahrzeug über eine hohe Reichweite von rund 400 Kilometern bei einer gleichzeitig kurzen Betankungszeit von unter drei Minuten. Das Fahrzeug verbindet lokal emissionsfreie Mobilität mit Langstrecken- und Alltagstauglichkeit und überzeugenden Fahrleistungen. Das unter Serienbedingungen produzierte Modell ist bereits seit 2010 auf dem europäischen und amerikanischen Markt bei Kunden im Alltagseinsatz. Der Gesamtkilometerstand der Daimler-Brennstoffzellenflotte, die zusammen mit einer Vielzahl an Forschungsfahrzeugen mittlerweile mehr als 300 Fahrzeuge zählt, hat bereits die zehn Millionen Grenze überschritten.

    „Die automobile Brennstoffzellentechnologie hat heute einen sehr hohen Reifegrad erreicht. Das ist das Ergebnis unserer langjährigen Forschung- und Entwicklung. Unserer intensiven branchen- und länderübergreifenden Zusammenarbeit fällt jedoch ebenso eine wichtige Rolle zu. Neben der Schaffung von Standards sowie der Etablierung einer flächendeckenden Infrastruktur steht dabei natürlich auch die Ausbildung und Qualifizierung im Fokus“, so Prof. Dr. Christian Mohrdieck.


    Weitere Informationen:

    http://www.hs-esslingen.de/forschung


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
    überregional
    Kooperationen
    Deutsch


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