Welche Infrastrukturen braucht Deutschland für freie Bildungsmedien?

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11.05.2015 13:06

Welche Infrastrukturen braucht Deutschland für freie Bildungsmedien?

Philip Stirm Referat Kommunikation
Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung

    Bundesministerium für Bildung und Forschung vergibt Auftrag für Machbarkeitsstudie an den am DIPF koordinierten Deutschen Bildungsserver

    Die Frage, wie sich die pädagogisch-didaktischen Potenziale von Open Educational Resources (OER) im Bildungssystem nutzen lassen, ist spätestens seit einer ersten Experten-Anhörung, die im Herbst 2012 im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stattfand, auch in Deutschland Bestandteil der bildungspolitischen Agenda. Zuletzt hat eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Kultusministerkonferenz (KMK) und des BMBF Anfang 2015 einen Bericht vorgelegt, der „den Aufbau einer neuen bzw. die Unterstützung bereits bestehender Plattformen im Internet“ empfiehlt, „auf denen Verweise zu verschiedenen OER-Quellen und, falls sinnvoll, auch OER-Materialien gebündelt bereitgestellt, gefunden und heruntergeladen werden können.“

    Um Bedarf und Voraussetzungen für eine öffentliche Förderung entsprechender OER-Infrastrukturen zu klären, hat das BMBF nun die Geschäftsstelle des von Bund und Ländern getragenen Internetdienstes Deutscher Bildungsserver, der am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) koordiniert wird, mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Das Design der Studie, die im Zeitraum April bis Oktober 2015 durchgeführt wird, sieht vor, quantitative und qualitative Erhebungsmethoden zu verbinden. Bei der Umsetzung kooperiert der Deutsche Bildungsserver mit dem Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement der Universität Duisburg-Essen. Ziel der Untersuchung ist es, technische und organisatorische Erfordernisse für den Aufbau und Betrieb von Plattformen für freie Lehr- und Lernmaterialien in den unterschiedlichen Bildungsbereichen zu ermitteln sowie Chancen bereichsübergreifender Kooperationen auszuloten. Die Durchführung der Studie erfolgt im Dialog mit Expertinnen und Experten aus Bildungspraxis, Bildungsadministration und Wissenschaft, mit Akteurinnen und Akteuren der OER-Bewegung sowie mit Medienanbietern und Betreibern einschlägiger Internetportale.

    Kontakt
    Studie: Ingo Blees, Deutscher Bildungsserver, DIPF, +49 (0)69 24708-346, blees@dipf.de
    Presse: Philip Stirm, DIPF, +49 (0)69 24708-123, stirm@dipf.de


    Weitere Informationen:

    http://www.bildungsserver.de/pdf/Bericht_AG_OER_2015-01-27.pdf (OER-Bericht der gemeinsamen Arbeitsgruppe von KMK und BMBF)
    http://www.bildungsserver.de
    http://www.dipf.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Informationstechnik, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


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