idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
1000. idw-Mitglied!
1000 Mitglieder
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
12.05.2015 15:50

Das Nagoya-Protokoll - Symposium zur Zukunft der biologischen Forschung in Deutschland

Dr. Susanne Eickhoff Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT)

    Ein Symposium am 14. Juli im Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen widmet sich dem Hintergrund und den Konsequenzen für die Forschung des Nagoya-Protokolls und der neuen EU-Richtlinie zum Zugang zu biologischen und genetischen Ressourcen und Vorteilsausgleich. Interessierte sind herzlich eingeladen.

    Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen bergen ein großes Potenzial für Produktentwicklung. Ihr genetisches Material sowie das traditionelle Wissen um ihren Nutzen können bedeutende wirtschaftliche und nicht-gewerbliche Vorteile für den Menschen bereithalten. Vor diesem Hintergrund hat die zehnte Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention im Jahr 2010 das Nagoya-Protokoll verabschiedet, das im Oktober 2014 in Kraft trat. 58 Staaten und die EU sind ihm bislang beigetreten.

    Das Nagoya-Protokoll und eine neue EU-Richtlinie stellen Regeln auf, die festlegen, wie genetische Ressourcen und Wissen aus anderen Ländern für Forschung und Entwicklung genutzt werden können. Diese Instrumente sollen gewährleisten, dass die Vorteile aus der Nutzung gerecht mit dem Herkunftsland geteilt werden, wodurch Ländern mit hoher biologischer Vielfalt einen Anreiz gegeben wird, ihre Ökosysteme und Artenvielfalt zu erhalten.

    Was bedeutet das komplexe Regelwerk des „Access and Benefit Sharing“, des Zugangs zu genetischen Ressourcen und des Vorteilsausgleichs, für die Forschung in Deutschland? Wie können Wissenschaftler gerade in den Biowissenschaften mit diesem Regelwerk umgehen, das die administrativen Hürden für ihre Forschung vermutlich erhöht? Das Büro für Wissensaustausch des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT) veranstaltet ein Symposium, auf dem diese Fragen von verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden.

    Experten aus unterschiedlichen Disziplinen stellen den Hintergrund und die Auswirkungen des Regelwerks dar. Gleichzeitig werden die Wissenschaftler dabei unterstützt, die Regeln für ihre Arbeit zu interpretieren und umzusetzen. Die Veranstaltung richtet sich an Wissenschaftler, die mit biologischem (insbesondere auch genetischem) Material und Wirkstoffen aus dem Ausland arbeiten oder auch damit verbundenes traditionelles Wissen in ihre Forschung einbeziehen.

    Wir laden interessierte Wissenschaftler zur Teilnahme ein:

    Datum: 14 Juli 2015
    Dauer: Beginn um 11:00 Uhr, ganztägig
    Ort: Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie, Fahrenheitstraße 6, Bremen
    Kontakt: Dr. Bevis Fedder, Büro für Wissensaustausch am ZMT, Tel: 0421 / 23800-67, Mail: bevis.fedder@zmt-bremen.de

    Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte melden Sie sich unter oben genannter Webadresse oder unter bevis.fedder@zmt-bremen.de an, um uns die Vorbereitung zu erleichtern.


    Weitere Informationen:

    http://www.zmt-bremen.de/ZMT_Seminar.html


    Anhang
    attachment icon Veranstaltungsprogramm

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Biologie, Medizin, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Kooperationen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Korallenriff in Thailand


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).