idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
11.06.2015 17:09

Biodiversität im Weinberg

Dipl.-Ing. Robert Lönarz Kommunikation und Hochschulbeziehungen
Hochschule Geisenheim University

    Hochschule Geisenheim erforscht Wechselwirkungen zwischen Artenvielfalt und Ökosystemdienstleistungen im Weinbau

    In einem neuen Projekt untersucht die Hochschule Geisenheim inwieweit die Biodiversität wichtige Prozesse im Weinberg wie z.B. die Bodenaktivität, die Schädlings- und Unkrautkontrolle und die Wasserspeicherung unterstützen kann. „Es gibt große Wissenslücken bezüglich der Wechselwirkungen zwischen Artenvielfalt und diesen sogenannten Ökosystemdienstleistungen, d.h. Dienstleistungen der Natur zum Nutzen des Menschen“ erläutert Prof. Dr. Ilona Leyer, Koordinatorin des Verbundprojektes, das gemeinsam mit Partnern aus Frankreich, der Schweiz, Österreich und Rumänien durchgeführt wird. „Gerade Weinbergsökosysteme eignen sich aber hervorragend dafür, diese komplexen Zusammenhänge zu untersuchen: Sie haben im Vergleich zu einjährigen Kulturen ein großes Potenzial, um Biodiversität auf der Anbaufläche selber zu schaffen. Außerdem verfolgt der Weinbau weniger das Ziel, hohe Erträge sondern Qualitätsprodukte zu erzeugen. Diese Spielräume gilt es zu nutzen, um positive Effekte für den Weinbau durch eine Förderung der Biodiversität zu erzielen.“
    Das Projekt wird mit knapp 1,2 Mio. Euro durch nationale Förderorganisationen im Rahmen des europäischen Netzwerkes BiodivERsA und der Joint Programming Initiative FACCE gefördert. Für Deutschland ist dies das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
    „Im Fokus unserer Untersuchungen steht die Analyse der Diversität von unterschiedlichen funktionalen Gruppen im Boden wie Bakterien, Pilzen, Pflanzen und Bodentieren. Wir beziehen dafür Faktoren, die das Ausmaß der Biodiversität beeinflussen können, in unsere Untersuchungen mit ein. Hierzu gehören z.B. verschiedene Begrünungsvarianten im Weinberg selbst als auch Elemente in der umgebenden Landschaft wie Hecken, Feldgehölze oder Grünland“ erklärt Mitkoordinatorin Prof. Dr. Annette Reineke die auf drei Jahre angelegte Studie. Die Untersuchungen werden nach einem genau festgelegten Design in allen fünf teilnehmenden Ländern durchgeführt, um die Ergebnisse überregional vergleichen zu können. Die Hauptaufgabe am Anfang des Projektes bestand dabei darin, Winzer mit geeigneten Weinbergen für die Untersuchungen zu finden. Ilona Leyer und Annette Reineke freuen sich über das große Interesse der Winzer, am Projekt mitzuwirken und sich mit Fragestellungen der Biodiversität zu beschäftigen. Die Ergebnisse des Projektes und daraus ableitbare Handlungsempfehlungen an alle Interessengruppen und die Politik zu kommunizieren, ist ein weiterer wichtiger Aspekt des Arbeitsprogramms.

    Ansprechpartnerinnen für weitere Informationen:

    Prof. Dr. Ilona Leyer
    Pflanzenökologie und Naturschutz
    Institut für Botanik
    Hochschule Geisenheim
    Ilona.leyer@hs-gm.de

    Prof. Dr. Annette Reineke
    Institut für Phytomedizin
    Hochschule Geisenheim
    Annette.reineke@hs-gm.de

    Homepage des Projektes: www.PromESSinG.eu


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


    Weinberge können artenreiche Ökosysteme sein


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).