HyWay: Inbetriebnahme der größten Flotte an Wasserstoffautos in Europa

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19.06.2015 10:50

HyWay: Inbetriebnahme der größten Flotte an Wasserstoffautos in Europa

Marie de Chalup Wissenschaftliche Abteilung
Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

    Das Programm HyWay wurde im Oktober 2014 ins Leben gerufen. Es umfasst die Bereitstellung von Nutzfahrzeugen mit einem hybriden Elektro-Wasserstoff-Antrieb (Renault Kangoo ZE-H2) und die Installation von Ladestationen in Grenoble und Lyon. Am 10. Juni 2015 wurden die ersten 21 Fahrzeuge und drei Wasserstoffladestationen in Grenoble in Betrieb genommen. Sie ist somit die derzeit größte Flotte an Wasserstofffahrzeugen in Europa.

    Die Fahrzeuge werden zunächst an Air Liquide-Stationen [1] in Sassenage mit Wasserstoff sowie an den Ladepunkten von Symbio FCell und der französischen Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA) aufgeladen. Eine weitere Ladestation mit höherer Kapazität wird im Herbst in Betrieb genommen. Sie wird durch eine Produktionseinheit von Cofely Services mit „grünem“ Wasserstoff versorgt, die mit Elektrolysegeräten von McPhy ausgestattet ist.

    Die Auslieferung der 21 Fahrzeuge in Grenoble stellt einen wichtigen Meilenstein dar. Die Tankstationen werden von Air Liquide gebaut und die Fahrzeuge der Marke Renault Kangoo Maxi ZE von Symbio FCell [2] ausgestattet. Die H2-Lösung, der von Symbio FCell konzipierte und hergestellte Brennstoffzellen-Reichweitenverlängerer, profitiert von Schlüsseltechnologien, die von Michelin, einem seiner Referenz-Stakeholder, entwickelt wurden, sowie von Technologien der französischen Behörde für Atomenergien und alternative Energien CEA und dem Anbieter von Polymermembranen Solvicore. Durch diese neue Technologie haben die Fahrzeuge eine Reichweite von bis zu 300 km.

    HyWay wird über die Regionaldirektion für Umwelt, Raumplanung und Wohnungswesen (DREAL) der Region Rhônes-Alpes und der französischen Agentur für Umweltschutz und Energie ADEME vom französischen Staat und dem Regionalrat der Rhônes-Alpes-Region finanziert und ist Bestandteil der Zielsetzungen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (FEDER). HyWay wird vom Cluster Tenerrdis koordiniert und ist Teil der französischen Initiative H2 Mobility France.

    Das Projekt bietet somit ein einzigartiges und innovatives Modell zur Förderung nachhaltiger Mobilität und trägt zum Ausbau des französischen Know-hows in diesem Bereich bei. Frankreich zählt damit zu den Pionieren nachhaltiger Mobilität auf der Basis von Wasserstoff.

    [1] Air Liquide ist Weltmarktführer bei Gasen, Technologien und Serviceleistungen für Industrie und Gesundheit. Das Unternehmen engagiert sich in der gesamten Wasserstoffenergiekette: Produktion, Verteilung, Hochdruckspeicherung, Brennstoffzellen und Wasserstofftankstellen. Air Liquide hat sich verpflichtet, bis 2020 mindestens 50% seines für Energieanwendungen bestimmten Wasserstoffs ohne Freisetzung von Kohlendioxid zu erzeugen und zwar durch ein Zusammenspiel von Biogas-Reformierung, Nutzung erneuerbarer Energien durch Wasser-Elektrolyse sowie Technologien zur Rückgewinnung und Einlagerung von CO2 während des auf Erdgas basierenden H2-Erzeugungsprozesses.

    [2] Symbio FCell ist ein französisches, europaweit führendes Unternehmen, das sich mit Brennstoffzellen als tragender Säule der Mobilität der Zukunft beschäftigt. Als Hersteller, Entwickler und Integrator bietet Symbio FCell Lösungen für ein breites Spektrum von Leistungsklassen (Kits von 5 kW bis zu mehr als 300 kW) an.

    Weitere Informationen:
    - Studie von H2 Mobility France (auf Englisch): http://www.afhypac.org/images/documents/h2_mobilit_france_en_final_updated.pdf
    - Informationen zu dem Projekt (auf Englisch): http://www.tenerrdis.com/en/News/hyway-project.html

    Quelle: " HyWay: la plus grande flotte de véhicules électriques hydrogène en Europe", Pressemitteilung des online Energiemagazins Enerzine, 11.06.2015 - http://www.enerzine.com/14/18490+hyway---la-plus-grande-flotte-de-vehicules-elec...

    Redakteurin: Daniela Niethammer, daniela.niethammer@diplomatie.gouv.fr

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