Psychologe Roy Baumeister an Universität Bamberg / Pressemeldung der Universität Bamberg

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22.06.2015 14:36

Psychologe Roy Baumeister an Universität Bamberg / Pressemeldung der Universität Bamberg

Dr. Monica Fröhlich Dezernat Kommunikation
Otto-Friedrich-Universität Bamberg

    Der amerikanische Sozial- und Persönlichkeitspsychologe Prof. Dr. Roy Baumeister ist einer der einflussreichsten Psychologen der Gegenwart. Ein Humboldt-Forschungspreis ermöglicht es ihm, ab sofort bis 2017 insgesamt sechs Monate lang an der Universität Bamberg zu forschen. Während dieser Zeit planen der Professor der Florida State University und seine Gastgeberin Dr. Astrid Schütz, Professorin für Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik, gemeinsam zu sozialer Inklusion und Kreativität sowie zur psychodiagnostischen Messung von Selbstüberschätzung zu forschen. Überdies wird er mehrere öffentliche Vorträge in Bamberg und an anderen deutschen Universitäten halten.

    Einen Aspekt des Selbst, nämlich das Bewusstsein, beleuchtet Baumeister am 30. Juni 2015 in einem öffentlichen Vortrag an der Universität Bamberg. Unter dem Titel „The Why, What, and How of Human Consciousness“ stellt er Thesen in Frage, die behaupten, menschliches Handeln werde üblicherweise durch unbewusste Faktoren und ohne Hilfe des Bewusstseins hervorgerufen. Anschließend geht er auf die Funktionen des Bewusstseins im sozialen und zwischenmenschlichen Bereich ein, die viele Theorien bisher übersehen haben. Daraus lassen sich neue Schlüsse darüber ziehen, was das Bewusstsein kann und was nicht und worin es sich von unbewussten Prozessen unterscheidet. Der Vortrag ist in englischer Sprache und beginnt um 18 Uhr im Raum M3N/02.32, Markusplatz 3.

    Baumeister hat sich während seiner wissenschaftlichen Laufbahn schwerpunktmäßig mit der Erforschung des Selbst, der Auseinandersetzung mit Selbstwert, Selbstregulation und dem menschlichen Willen befasst. Seine Forschung zur Selbstkontrolle erfuhr in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit. Er vergleicht sie mit einem Muskel, der trainiert werden kann, aber nach großer Anstrengung zunächst erschöpft ist. In viel beachteten Studien zeigte er mit seinem Team, dass beispielsweise der Griff nach Süßigkeiten dann schwerer beherrschbar ist, wenn Teilnehmende zuvor ermüdende Denksportaufgaben gelöst hatten.

    Der mit 60.000 Euro dotierte Humboldt-Forschungspreis ist eine der hochrangigsten Auszeichnungen für ausländische Wissenschaftler in Deutschland. Er würdigt Baumeisters bisheriges Gesamtschaffen, welches die Psychologie nachhaltig geprägt hat. Archives of Scientific Psychology listet ihn auf Platz 30 der einflussreichsten Psychologen aller Zeiten. Baumeister befindet sich damit in unmittelbarer Nähe zu anderen renommierten Forschern wie Albert Bandura, Jean Piaget oder Carl Rogers.


    Anhang
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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Psychologie
    überregional
    Forschungsergebnisse, Kooperationen
    Deutsch


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