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13.08.2015 13:16

Klimaschutz: Was das Gesundheitswesen beitragen kann

Christiane Rathmann Referat für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Hochschule Esslingen

    Ein neues europäisches Forschungsprojekt an vier Hochschulen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Spanien will das Thema Nachhaltigkeit in die Ausbildung von Pflegekräften integrieren.

    Was haben das Gesundheitswesen und Nachhaltigkeit miteinander zu tun? Sehr viel. In Krankenhäusern, Arztpraxen oder bei Pflegeeinrichtungen fallen täglich große Müllmengen an, es sind Giftstoffe im Einsatz – beispielsweise für die Desinfektion. Zudem verbrauchen die Einrichtungen viel Energie und Wasser. Insgesamt beträgt der Anteil des Gesundheitswesens am europaweiten CO2-Ausstoß immerhin fünf Prozent. Diese ungünstige Klimabilanz sollte sich verändern, meinen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Hochschule Esslingen.

    Zusammen mit Forschern von der Universität Plymouth (Großbritannien), der Universität Jaén (Spanien) und der Universität Maastricht (Niederlande) bereiten sie eine Studie zum Thema „Nachhaltigkeit in der Pflege“ vor. Das vor kurzem gestartete europäische Forschungsprojekt läuft über drei Jahre und wird mit Geldern aus dem Erasmus-Plus-Programm in Höhe von 448.000 Euro gefördert.

    Die Wissenschaftler setzen bei dem Thema ganz praktisch an: bei der Ausbildung der Pflegeschülerinnen und anderer Fachkräfte im Gesundheitswesen. So ist es geplant, die Nachhaltigkeit in den Unterrichtsstoff aufzunehmen. Die Wissenschaftler wollen praktische Hilfen entwickeln – wie beispielsweise Online-Lehrmaterialien, die alle Lehrkräfte in Europa nutzen können. Am Ende soll ein umfangreicher „Werkzeugkoffer“ (NurSus Toolkit) öffentlich zur Verfügung stehen.

    Als großer Berufsstand kann die Pflege in Europa viel in Sachen Nachhaltigkeit bewirken

    Doch bevor die Ausbildungspläne in Theorie und Praxis überarbeitet werden, stehen umfangreiche Befragungen an. So wollen die vier Hochschulen Schülerinnen und Schüler im Gesundheitswesen, Studierende und Lehrende befragen und daraus Schlüsse für die weitere Studie ziehen.

    „Der globale Klimawandel und seine Folgen bedrohen die Zukunft des Planeten. Es ist zwingend notwendig, dass wir fundierte Antworten auf diese Herausforderungen entwickeln. Die Pflege ist einer der größten Berufsstände in Europa und kann damit auch viel in punkto Nachhaltigkeit bewirken“, erläutert die Projektleiterin Prof. Dr. Norma Huss von der Hochschule Esslingen.

    „Für ein nachhaltiges Gesundheitswesen ist es unverzichtbar, die Energie- und Ressourceneffizienz, die Beschaffung und auch die Abfallwirtschaft zu verbessern“, ergänzt die Gesamt-Projektleiterin Prof. Janet Richardson von der Universität Plymouth.

    Alle vier am Projekt beteiligen Hochschulen sind in ihren Ländern für nachhaltige Forschung und Lehre bekannt und wurden für ihre Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet.

    Die Hochschule Esslingen – Nah an Mensch und Technik.

    Die Hochschule Esslingen sorgt für die akademische Ausbildung in den Bereichen Ingenieur-, Wirtschafts-, Sozial- und Pflegewissenschaften. Rund 6.100 Studierende sind in 26 Bachelor- und 12 Masterstudiengängen eingeschrieben. Die Lehre kombiniert mit einem hohen Praxisanteil hat höchste Priorität an der Hochschule. Interdisziplinäre Projekte sorgen dafür, dass technische und gesellschaftliche Entwicklungen schon früh aufgegriffen werden.

    Auch in der angewandten Forschung ist die Hochschule stark. Kein Wunder, dass Esslingen in zahlreichen Rankings immer unter den besten Hochschulen in Deutschland zu finden ist. Die Hochschule Esslingen hat das Thema Nachhaltigkeit im Leitbild verankert und integriert Nachhaltigkeit deshalb in Forschung und Lehre.


    Weitere Informationen:

    http://www.nursus.eu
    http://www.hs-esslingen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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