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25.08.2015 08:53

„Chemie verbindet“ - Wissenschaftsforum Chemie zu Gast in Dresden

Dr. Renate Hoer Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

    Das Wissenschaftsforum Chemie 2015 der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) findet vom 30. August bis 2. September in Dresden statt. Die international bedeutende Chemie-Tagung wird damit erstmalig in den neuen Bundesländern zu Gast sein. Unter dem Motto „Chemie verbindet“ treffen sich rund 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um sich fachlich auszutauschen, Brücken zwischen Forschung und Anwendung zu schlagen und um die Verbindung der Chemie zu den Nachbardisziplinen zu vertiefen. Abgesehen vom wissenschaftlichen Fachprogramm finden in Dresden im Tagungszeitraum auch einige öffentliche Veranstaltungen statt, zu denen alle Interessierten – ob mit oder ohne chemische Vorkenntnisse – herzlich eingeladen sind.

    Bereits am 29. August lädt die GDCh um 20.00 Uhr alle Interessierten zu einem Science Café rund um das Thema „Chemie und Licht“ in die Kellerbar „Campus“, Hübnerstraße 13, ein. In lockerer Atmosphäre werden Dr. Jan Blochwitz-Nimoth, Novaled GmbH, Professor Dr. Thomas Jüstel, Fachhochschule Münster, und Professor Dr. Michael W. Tausch, Bergische Universität Wuppertal, in verständlichen und effektvollen Kurzvorträgen präsentieren, was Chemie mit Licht zu tun hat. Im Anschluss stehen die Referenten für lebhafte Diskussionen und weiterführende Fragen zur Verfügung. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

    In die faszinierende Welt der Restaurierung historischer Uhren entführt Professor Dr. Dr. h.c. Arndt Simon seine Zuschauer im Rahmen eines öffentlichen Abendvortrags am 31. August um 20.30 Uhr im Marta-Fraenkel-Saal des Deutschen Hygiene-Museums. Der gebürtige Dresdner zeigt, welchen Beitrag die Chemie hier leisten kann und präsentiert einige Beispiele gelungener Restaurierungen, die in den Dresdner Raum führen. So war Arndt beispielsweise an der Restaurierung der astronomischen Pendeluhr von J. G. Zimmer beteiligt, die in diesem Jahr im Mathematisch-Physikalischen Salon des Dresdner Zwingers gezeigt wurde. Auch bei dieser Veranstaltung ist der Eintritt frei.

    Ein dunkles Kapitel der Chemiegeschichte thematisiert eine Lesung, die ebenfalls am 31. August um 19.00 Uhr in der Thalia-Buchhandlung Technische Universität, Rugestraße 6-10, stattfindet. Professor Dr. Dr. h.c. Henning Hopf, Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker in den Jahren 2004-2005, liest aus dem im Frühjahr erschienenen Buch „Chemiker im Dritten Reich" des deutschen Wissenschafts- und Technikhistorikers Helmut Maier. Diese umfassende Studie wurde von der GDCh in Auftrag gegeben und beleuchtet die Geschichte der beiden Vorläuferorganisationen der Gesellschaft. Während die Geschichte der chemischen Industrie im Dritten Reich umfassend dokumentiert wurde, fehlte bisher eine Untersuchung der wissenschaftlichen Organisationen der Chemiker während dieser Zeit. Entstanden ist eine fundierte Auseinandersetzung mit den Verstrickungen Einzelner und der chemischen Gesellschaften als solche in das NS-Unrechtsregime, die nicht nur für Chemiker, sondern auch für alle geschichtlich Interessierten von Interesse sein dürfte. Für die Veranstaltung wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 5,00 Euro erhoben. Um Anmeldung unter Thalia.Dresden-BTU@Thalia.de wird gebeten.

    Darüber hinaus finden noch ein Science Slam zum Thema Chemie für Oberstufenschülerinnen und -schüler sowie mehrere Aufführungen eines Chemie-Puppentheaters für Kinder statt. Beide Veranstaltungen sind bereits vollständig ausgebucht.

    Weitere Informationen finden sich unter http://www.wifo2015.de/sonderveranstaltungen.

    Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Ihre bedeutendste Tagung ist das alle zwei Jahre stattfindende GDCh-Wissenschaftsforum Chemie, das 2015 vom 30. August bis 2. September in der MESSE DRESDEN/BÖRSE DRESDEN stattfindet. Im Rahmen der Tagung geben Wissenschaftler aus der ganzen Welt – unter ihnen mit Professor Dr. Stefan W. Hell und Professor Karl Barry Sharpless, Ph.D. auch zwei Chemie-Nobelpreisträger – in über 240 Vorträgen einen Einblick, was Chemie alles leisten kann. Die Themen reichen dabei von Energie, Ressourcen und Umwelt über neuartige Materialien bis hin zur Geschichte der Chemie.


    Weitere Informationen:

    http://www.gdch.de
    http://www.wifo2015.de
    http://www.wifo2015.de/sonderveranstaltungen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Chemie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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