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28.09.2015 12:08

Radfahren für mehr Elektromobilität

Marie-Luise Righi Marketing und Kommunikation
Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

    Elektrofahrräder können maßgeblich dazu beitragen, dass der Stadtverkehr entlastet wird und weniger Verkehrslärm sowie CO2-Ausstoß die Umwelt beeinflussen. Doch bisher fehlen Erkenntnisse, wie sich Einsatzbedingungen und Alterungsmechanismen auf die Batterien der sogenannten E-Bikes auf längere Frist auswirken. Genau diese Daten untersucht das Fraunhofer ISC gemeinsam mit Partnern im Projekt »PEDElEc – Pendler-eBike Dauertest mit elektrischen und elektrochemischen Untersuchungen«. Jana Müller, Projektleiterin des Fraunhofer ISC, stellt das Projekt in der Vortragsreihe »Zukunftsstadt« der Stadt Würzburg ausführlich vor.

    E-Bikes beziehungsweise Pedelecs haben nicht nur den Vorteil, dass sie die Umwelt wesentlich geringer belasten als treibstoffbetriebene Fahrzeuge, sondern gleichzeitig sorgen sie für mehr Bewegung und erlauben gegenüber herkömmlichen Fahrrädern größere Entfernungen bei weniger Kraftanstrengung zurückzulegen. Laut ADFC gibt es 2014 in Deutschland bereits 1,6 Millionen Pedelecs. Verlässliche Informationen über das Pendlerverhalten und die Leistungsfähigkeit von Akkus können zur Optimierung von Batterien und damit zum weiteren Ausbau der Elektromobilität beitragen.

    Im Rahmen ihres Vortrags am 12. Oktober 2015 berichtet Jana Mülller über den ersten Feldversuch mit Pedelecs zur Untersuchung von Akkulaufzeiten und -alterungsprozessen, der in enger Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie durchgeführt wurde. Von Oktober 2013 bis September 2015 fuhren 12 Mitarbeiter des Fraunhofer ISC und 7 Mitarbeiter der Stadtverwaltung Bad Neustadt an der Saale mit Pedelecs der Firma Winora-Staiger GmbH zur Arbeit. Die Serienfahrräder wurden mit speziellen Datenloggern ausgerüstet, sodass die Forscher automatisch Informationen über zurückgelegte Strecken sowie Informationen über den Zustand und die Belastungen der Akkus erhalten. Aus diesen gesammelten Daten werden Simulationsprogramme erstellt, mit denen Batterien zusätzlich im Labor gezielt gealtert werden.

    Die unter realen Bedingungen und die künstlich gealterten Batteriezellen werden vom Fraunhofer ISC auf elektrochemischer Ebene untersucht, um Restkapazität und Alterungsmechanismen festzustellen. So können mögliche Ursachen für frühzeitige Abnutzung oder einen Komplettausfall gefunden werden. Bisherige Ergebnisse zeigen u. a., welche negativen Auswirkungen zu hohe Ladeendspannungen und extreme Temperaturen auf die Batterien haben. Gleichzeitig jedoch wurden die Erwartungen des Fahrradherstellers im positiven Sinne übertroffen: Die Akkus sind länger leistungsfähig, als angenommen. Bei 500 Ladezyklen zeigten die Untersuchungen aus den Pendlerdaten eine Restkapazität oberhalb von 70 Prozent.

    Jana Müller wird im Vortrag auch Tipps geben, was man selbst tun kann, um Akkulaufzeit und -leistung zu optimieren. Interessenten können den Vortrag kostenfrei im Ratssaal des Rathauses Würzburg besuchen. Beginn ist um 18:30 Uhr, 12. Oktober 2015.

    Mehr Informationen zum Programm rund um das Wissenschaftsjahr »Zukunftsstadt« gibt es unter www.wuerzburg.de/wirtschaft-wissenschaft.


    Weitere Informationen:

    http://www.isc.fraunhofer.de
    http://www.wuerzburg.de/wirtschaft-wissenschaft


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Chemie, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
    Deutsch


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