idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
1000. idw-Mitglied!
1000 Mitglieder
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
21.05.2003 12:35

Arzneimittel aus Krankenhausabwasser entfernen

Beate Kostka M. A. Presse- und Informationsstelle, Standort Duisburg
Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (bis 31.12.2002)

    Wie man effektiv und umweltschonend medikamentenbelastetes Krankenhausabwasser reinigt, stellt das Duisburger Institut für Energie- und Umwelttechnik gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut UMSICHT jetzt auf der ACHEMA vor, der Fachmesse für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie in Frankfurt/M.

    Das Problem ist seit langem bekannt: im Abwasser von Kliniken, in denen zum Beispiel chemotherapiert wird, konzentrieren sich erbgutschädigende und umweltbelastende Medikamentenrückstände. Einige dieser biologisch nicht abbaubaren Substanzen sind auch nach der Kläranlagenbehandlung in Konzentrationen nachweisbar, die mit Pflanzenschutzmitteln vergleichbar sind. Die Hinweise verdichten sich, dass dies auch der Grund dafür ist, dass Antibiotika nicht mehr so wirksam sind und Fische immer mehr verweiblichen.

    Wirksamkeit liegt bei mindestens 90 Prozent

    Effektive und kostengünstige Abhilfe verspricht nun ein neues Verfahren, das auf der zur Zeit laufenden ACHEMA vorgestellt wird. Die ersten Laborversuche haben gezeigt, dass mit dem erweiterten Oxidationsverfahren die Belastung von Kliniktoilettenabwässern schnell und zuverlässig zu mindestens 90 Prozent abgebaut werden kann.

    Projektleiterin Dr. Thekla Kiffmeyer: "Mich freut natürlich, dass wir das Verfahren so erfolgreich vorantreiben konnten, damit unsere Flüsse demnächst wieder sauberer werden können. Denn wir müssen immer bedenken, je mehr Stoffe wir hier eintragen, desto weniger schlagen künftig die Medikamente beim Menschen an."

    Gefördert wurde das Projekt (?Entwicklung eines Verfahrens zur oxidativen Behandlung von Krankenhausabwasser-Teilströmen - insbesondere zur Eliminierung von Zytostatika im Abwasser?) von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke".

    Redaktion: Beate H. Kostka, Tel 0203/379-2430
    Weitere Infos: Dr. Thekla Kiffmeyer, Tel 02065/418-159
    Internet: www.iuta.de, www.umsicht.fraunhofer.de, www.aif.de


    Weitere Informationen:

    http://www.iuta.de
    http://www.umsicht.fraunhofer.de
    http://www.aif.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Elektrotechnik, Energie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).