Fraunhofer-Studie: Recycling gewinnt immer

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07.10.2015 14:24

Fraunhofer-Studie: Recycling gewinnt immer

Dipl.-Chem. Iris Kumpmann Abteilung Public Relations
Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

    Der internationale Rohstoffbedarf steigt stetig, parallel sinkt die Menge der verfügbaren Primärressourcen. Es ist daher umso wichtiger, die Rohstoffe, die bereits im Umlauf sind, effizient zu nutzen. Klima und Umwelt durch nachhaltiges Wirtschaften mit Ressourcen zu schonen, ist eine globale Herausforderung. Fraunhofer UMSICHT zeigt in einer aktuellen Studie auf, welchen Beitrag die ALBA Group dazu leistet. Der Recycling- und Umweltdienstleister schonte 2014 durch die Kreislaufführung von rund 6 Millionen Tonnen Wertstoffen über 48,3 Millionen Tonnen Primärressourcen.

    Tausende Tonnen Abraum aus der Rohstoffgewinnung, Erdöl oder Erdgas für Kraftstoffe, hinzukommen Raffinerieabfälle und Gewässerverschmutzung – die Nutzung von Primärressourcen wie Kupfererze oder Rohöl ist mit einem immensen Rohstoffaufwand verbunden. »Diese Vorkette fällt in der Sekundärproduktion teilweise deutlich kürzer aus«, erklärt Dr. Hartmut Pflaum, Abteilungsleiter Ressourcen- und Innovationsmanagement bei Fraunhofer UMSICHT. Denn im Recyclingfall schöpfe die Industrie aus einem bereits im Wirtschaftskreislauf vorhandenen Materialfundus, ohne energie- und rohstoffintensive Gewinnung.

    3,3 Millionen Autos weniger

    Deutschland ist Vorreiter auf dem Gebiet der Wiederverwertung von Abfällen und Reststoffen. Jährlich ersetzt das Recycling von Abfällen hier Rohstoffimporte im Wert von 20 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2020 könnte die Summe auf rund 30 Milliarden Euro ansteigen*. Einen wichtigen Part übernehmen dabei Unternehmen aus der Recycling- und Umweltbranche. Fraunhofer UMSICHT begleitet bereits seit 2007 die ALBA Group wissenschaftlich und ermittelt, welchen Effekt das Recycling der Unternehmensgruppe auf die Umwelt hat. Für 2014 hat das Oberhausener Forschungsinstitut die gebündelten Recyclingaktivitäten in Deutschland, Österreich, Polen und Slowenien untersucht.

    Wie viele Ressourcen wurden in einem Jahr durch die Kreislaufführung von Metallen, Elektroaltgeräten, Papier/Pappe/Karton, Glas, Leichtverpackungen, Kunststoffen und Holz eingespart? Die Studie »resources SAVED by recycling« zeigt, dass die ALBA Group mehr als 48,3 Millionen Tonnen Primärressourcen durch die Wiederverwertung von rund 6 Millionen Tonnen Wertstoffen schonen konnte. Im selben Zeitraum wurden zudem 6,6 Millionen Tonnen weniger Treibhausgasemissionen in die Umwelt emittiert. Um einen vergleichbaren Effekt zu erzielen, müsste die Anzahl der Autos auf deutschen Straßen um etwa 3,3 Millionen reduziert werden.

    Ganzheitliche Kreislaufwirtschaft der richtige Schlüssel

    Recycling-Experte Dr. Pflaum weiß: »In unserem Vergleich ‚Primär’ gegen ‚Sekundär’ gewinnt Recycling fast immer – egal ob es um Ressourcenschonung, Treibhausgasersparnis oder wirtschaftliche und gesellschaftliche Implikation geht.« Um die Ziele des von der Bundesregierung fixierten Ressourceneffizienzprogramms ProgRess einzuhalten, bis 2020 die Ressourcenproduktivität in Deutschland gegenüber 1994 zu verdoppeln, sind ehrgeizige Maßnahmen notwendig. Fraunhofer UMSICHT zeigt mit der vorliegenden Studie, dass Recyclingunternehmen einen deutlichen Beitrag leisten können und eine ganzheitliche Kreislaufwirtschaft der richtige Weg ist.

    Die Studie »resources SAVED by recycling« ist kostenlos über das ALBA-Group-Informationsportal www.resources-saved.com erhältlich.

    *Quelle: Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag des BDE vom 9. September 2010: »Volkswirtschaftliche Bedeutung der Entsorgungs- und Rohstoffwirtschaft«


    Weitere Informationen:

    http://www.resources-saved.com


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Gesellschaft, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


    Nachhaltige Kreislaufführung in der Abfallwirtschaft schont Ressourcen.


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    Auswirkungen des Braunkohletagebaus.


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