Süßwasserhaie schwimmen auch im Salzwasser

idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
14.10.2015 13:46

Süßwasserhaie schwimmen auch im Salzwasser

Dr. Barbara Eckardt Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Potsdam

    Biologe an Veröffentlichung in PNAS beteiligt

    Ein internationales Forscherteam, dem auch Prof. Dr. Michael Hofreiter von der Universität Potsdam angehört, ist es gelungen, mit Hilfe von DNA-Sequenzen aus Museumsexemplaren und frisch gefangenen Tieren die Evolutionsgeschichte und Ökologie der lange als ausgestorben geltenden Süßwasserhaie der Gattung Glyphis zu klären. Die Ergebnisse der Studie veröffentlichen die Wissenschaftler jetzt im renommierten Wissenschaftsmagazin Proceedings of the National Academy of Science of the USA (PNAS).
    Süßwasserhaie waren lange nur anhand weniger, über 100 Jahre alter Typusexemplare aus Museen bekannt. Sie galten bis Ende des 20. Jahrhunderts, als in Australien und Südostasien einige Populationen wiederentdeckt wurden, als ausgestorben. Die Forscher untersuchen die Evolutionsgeschichte dieser seltenen Haie anhand kompletter Genome. Sie nutzten dabei eine Technik, mit deren Hilfe sich auch aus der stark beschädigten DNA der Museumsexemplare komplette Genome rekonstruieren lassen. Die Ergebnisse halten gleich mehrere Überraschungen bereit. So zeigt der rekonstruierte Stammbaum, dass die Süßwasserhaie offensichtlich nicht auf Süßwasserhabitate beschränkt sind, sondern regelmäßig große Strecken im offenen Ozean zurücklegen. Damit gibt es innerhalb der Knorpelfische echte Süßwasserarten nur bei den Rochen, nicht aber bei den Haien. Die Ergebnisse zeigen auch, dass mehrere beschriebene Arten zur gleichen biologischen Art gehören. Gleichzeitig entdeckten die Wissenschaftler anhand der Sequenzen auch eine bisher noch unbeschriebene Art. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, wie wenig nach wie vor über viele Haiarten bekannt ist.

    Kontakt: Prof. Dr. Michael Hofreiter, Institut für Biochemie und Biologie
    Telefon: 0331 977-6321
    E-Mail: mhofreit@uni-potsdam.de
    Internet: http://www.pnas.org/content/early/2015/10/07/1508735112.abstract

    Medieninformation 14-10-2015 / Nr. 138
    Dr. Barbara Eckardt

    Universität Potsdam
    Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Am Neuen Palais 10
    14469 Potsdam
    Tel.: +49 331 977-2964
    Fax: +49 331 977-1130
    E-Mail: presse@uni-potsdam.de
    Internet: www.uni-potsdam.de/presse


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie
    überregional
    Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay