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22.05.2003 14:22

Heinz Nixdorf Recall Studie am Klinikum: Untersuchung geht in die erste Zielgerade

Monika Roegge Pressestelle Standort Essen
Universität Essen (bis 31.12.2002)

    Mit der Heinz Nixdorf Recall Studie läuft in Essen, Mülheim und Bochum eine der größten Studien, die in Deutschland jemals zur Erforschung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durchgeführt wurde. 4 000 Männer und Frauen im Alter zwischen 45 und 75 Jahren haben sich bisher kostenlos mit modernsten medizinischen Methoden untersuchen lassen. Damit geht die Studie nun in die Zielgerade der ersten Untersuchungsrunde (Basiserhebung). Sie wird im Juli enden, und bis dahin sollen insgesamt 4 550 Teilnehmer gewonnen worden sein. Sie werden während der folgenden fünf Jahre regelmäßig nach Ihrem Gesundheitszustand befragt.

    Jeder einzelne Teilnehmer trägt mit seinem Engagement zum Gelingen dieses Gemeinschaftsprojekts der Universitäten Duisburg-Essen, Köln, Düsseldorf und Witten-Herdecke bei. Ziel ist es, die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern und gleichzeitig neue Erkenntnisse über deren Entstehung zu gewinnen. Denn immer noch sind Herzerkrankungen die Haupt-todesursache in Deutschland - und das Ruhrgebiet ist hier keine Ausnahme. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, diese Volkskrankheiten zu erkennen und zu behandeln, bevor sie zu Infarkten oder gar zum Herztod führen.

    Risikofaktoren

    Erste Ergebnisse der Studie belegen, dass eine verbesserte Vorbeugung auch und gerade im Ruhrgebiet ein wichtiges Thema ist. Denn bei Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht liegen die Probanden der Studie, die nach einem Zufallsverfahren repräsentativ für die Bevölkerung von Essen, Mülheim und Bochum ausgewählt wurden, im oberen Bundesdurchschnitt. Häufig sind sich die Betroffenen eines Risikos gar nicht bewusst: Wie aktuelle Auswertungen der Studie zeigen, hatten 5 v.H. der Teilnehmer in der Vergangenheit bereits einen Herzinfarkt, den sie aber selber nicht bemerkt hatten. In diesem Fall spricht man von einem "stummen" Infarkt.

    Gesundheit im Ruhrgebiet

    Für die Zukunft verspricht die Auswertung der Basiserhebung viele weitere Erkenntnisse über die Herz-Kreislauf-Gesundheit im Ruhrgebiet. Entscheidend für den Wert dieser Ergebnisse ist aber eine möglichst hohe Teilnahme der zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürger in den letzten Monaten der Basiserhebung. Die Daten werden durch ein aufwändiges Untersuchungsprogramm gewonnen. Die Probanden besuchen dafür das Untersuchungszentrum an der Robert Koch-Straße 9-11 am Universitätsklinikum in Essen. Dort erfolgen die medizinischen Tests mit modernsten Diagnoseverfahren, ein ausführliches Gespräch mit der Studienärztin und ein Interview zum Lebensstil. Da es sich um eine reine Beobachtungsstudie handelt, müssen keine Medikamente oder Kontrastmittel eingenommen werden.

    Hinweis für die Redaktionen: In den nun laufenden letzten Wochen der Basiser-hebung sind alle interessierten Journalisten einladen, diese umfangreichen Un-tersuchungen und damit auch die eigene Herz-Kreislauf-Gesundheit aus erster Hand kennen zu lernen. Damit wollen die Organisatoren einen direkten Einblick in den Ablauf dieser großen Gesundheitsstudie geben. Nach Absprache mit Frau Dr. Moebus können alle Untersuchungen durchlaufen und die Ergebnisse sofort mitgeteilt werden.

    Redaktion: Daniela Endrulat, Tel.: (0201) 183-4518
    Weitere Informationen: Dr. Susanne Moebus, Tel.: 0201-723-4523/4524, E-Mail: Recall@uni-essen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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