idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
16.11.2015 17:28

Dies Academicus an der FernUniversität: Ein Juwel des deutschen Bildungssystems

Susanne Bossemeyer Dez. 7.2 – Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
FernUniversität in Hagen

    Die FernUniversität ist ein Juwel des deutschen Bildungssystem befand NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Auf dem Dies Academicus der FernUniversität gratulierte sie der einzigartigen nordrhein-westfälischen Hochschule zu ihrem 40-jährigen Bestehen und dankte ihr für ihre Pionierleistung.

    „Wenn Johannes Rau nicht so viel Weitsicht bewiesen hätte, die FernUniversität in Hagen zu gründen, dann müsste man sie heute noch erfinden“, sagte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Sie war nach Hagen gekommen, um der einzigartigen nordrhein-westfälischen Universität zum 40. Geburtstag zu gratulieren. Und sie dankte der Hagener Hochschule auf ihrem Dies Academicus für ihre Pionierleistung. Kraft: „Die FernUni ist ein Juwel des deutschen Bildungssystems. Es ist wunderbar, dass es sie gibt.“ Sie selber hatte die Hochschule viele Jahre als Wissenschaftsministerin eng begleitet. Deshalb war sie auch überzeugt: „In Zeiten der Digitalisierung der Hochschullehre wird die Bedeutung der FernUniversität noch deutlich zunehmen.“ Kraft: „Die FernUni ist eine Idee mit Perspektive.“
    Niemand hätte vor 40 Jahren zu prognostizieren gewagt, sagte Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer bei seiner Begrüßung, dass aus dem Experiment auf der grünen Wiese Deutschlands größte Universität erwachsen würde: „Das ist eine großartige Erfolgsgeschichte.“
    Hoyer freute sich sehr, dass zum Höhepunkt des Jubiläumsjahres nicht nur zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Gesellschaft auf den Campus gekommen waren. Auch alle ehemaligen Rektoren der FernUniversität inklusive des Gründungsrektors Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Otto Peters machten ihrer Universität zum Geburtstag die Aufwartung.
    Rektor Hoyer schlug den Bogen 40 Jahre zurück und fragte, was aus dem damaligen Bildungsauftrag der FernUniversität geworden ist: „Das Thema Chancengerechtigkeit“, befand der Rektor, erfülle die FernUniversität angesichts der zu 80 Prozent berufstätigen Studierenden und der großen Zahl beruflich Qualifizierter ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung mit Bravour. Zur Studienreform trage die FernUniversität bei durch ihr IT-gestütztes Studienkonzept für das Lernen mit Neuen Medien bei enger Betreuung. Und mit ihrem Akademiestudium leiste sie einen Beitrag zur akademischen Weiterbildung.
    Sein Fazit nach 40 Jahren lautet also: Der Bildungsauftrag wurde erfüllt.
    Die heute hohe Zahl an Studierenden sei ein Beleg für die nach wie vor große Nachfrage nach einem akademischen Fernstudienangebot. Rektor Hoyer war es zugleich ein Anliegen, die Leistung der Professorinnen und Professoren an diesem Erfolg deutlich zu machen: Mit nur 85 Professuren hat die FernUniversität im letzten Jahr mehr als 3000 Absolventinnen und Absolventen zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums gebracht. Hoyer: „Das sind im Schnitt nahezu 35 Abschlüsse pro Professur. Ein Spitzenwert in Deutschland.“
    Seinen Dank an die Ministerpräsidentin für das, was NRW in den 40 Jahren FernUni-Geschichte geleistet hat, verknüpfte Rektor Hoyer mit der Bitte an Hannelore Kraft, gemeinsam das Ungleichgewicht bei der Finanzierung der Hochschule anzugehen und beim Bund eine Beteiligung an einer auskömmlichen Alimentierung einzufordern. Hoyer: „Wer, wenn nicht wir, ist ein Kandidat für eine Bundes-Cofinanzierung!“
    Er bot ihr zugleich die Unterstützung der FernUniversität bei der Digitalisierungsinitiative des Landes im Hochschulbereich an. Und zwar mit der Erfahrung als ein auch international akzeptierter Partner und Systemführer im Bereich des modernen netzgestützten Fernstudiums.
    Rektor Hoyer dankte abschließend allen, die sich in den vergangenen 40 Jahren an der Entwicklung der FernUniversität zur anerkannten Universität beteiligt haben
    Für den AStA überbrachte die stellvertretende Vorsitzende des Studierendenparlaments Petra Lambrich Glückwünsche und Grüße der Studierenden zum Jubiläum ihrer Hochschule. Als ideale Universität für alle, die aus den verschiedensten Gründen nicht an einer Präsenzuniversität studieren wollen oder können, sei gerade die große Flexibilität der FernUniversität in Hagen für die Studierenden ein großer Gewinn.
    Die Auszeichnung des wissenschaftlichen Nachwuchses für besondere Leistungen war ein festlicher Höhepunkt des Hochschultages.
    Die Preise für die hervorragenden Examensarbeiten stiftete die Gesellschaft der Freunde der FernUniversität. Der Vorstandsvorsitzende Frank Walter überreichte sie an:
    • Sirko Sebastian (Dresden), Bachelorarbeit „Ausnahmen von der unbegrenzten akzessorischen Haftung der Gesellschafter einer GbR“, Prof. Dr. Ulrich Wackerbarth (Rechtswissenschaftliche Fakultät);
    • Christina Angersbach (Bonn), Bachelorarbeit "Wie kann das Zugehörigkeitsgefühl von Mitgliedern einer ethnischen Minorität in Deutschland untersucht werden? Ein Photovoice-Ansatz", Prof. Dr. Anette Rohmann (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften);
    • Thierry Clerc (Wettswil, Schweiz), Bachelorarbeit „Elektronische Wahlen in der Schweiz: Das Genfer System“, Prof. Dr. Luise Unger (Fakultät für Mathematik und Informatik);
    • Michaela Meyer (Liebenburg), Masterarbeit „Der Einfluss des europäischen Rechts auf die zivilrechtlichen Regelungen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs“, Prof. Dr. Andreas Bergmann (Rechtswissenschaftliche Fakultät);
    • Juliane Mannewitz (Leipzig), Masterarbeit „Die Freiwillige Selbstkontrolle der Arzneimittelindustrie – Ursachen der Entstehung des FSA-Kodex „Fachkreise“, Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften);
    • Michael Hutzler (Villach/Österreich), Masterarbeit „Collisions of optical solitons in two-level media - fundamentals of all-optical switching “, Prof. Dr. Jürgen Jahns (Fakultät für Mathematik und Informatik);
    • Christian Schütte-Nütgen (Schlieren, Schweiz), Bachelorarbeit „Explaining cooperative behavior in public goods games: An assessment of influencing factors in the decision making process“, Prof. Dr. Alfred Endres (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft);
    • Julia Kommritz (Hagen), Masterarbeit „Steuerwettbewerb in föderalen Systemen“, Prof. Dr. Thomas Eichner (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft).

    Die Auszeichnung für die besten Promotionsarbeiten stiftete die Sparkasse Hagen. Der Vorstandsvorsitzende Frank Walter überreichte die Preise an:
    • Dr. Christian Kurrat (Hagen), „Renaissance des Pilgertums. Zur biographischen Bedeutung des Pilgerns auf dem Jakobsweg“, Prof. Dr. Dr. Heinz Abels (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften);
    • Dr. Simon Gruhn (Wiesbaden/Brunai), „Sky Marshals in der Zivilluftfahrt – Rechtliche Rahmenbedingungen des Einsatzes von Flugsicherheitsbegleitern an Bord deutscher Luftfahrzeuge“, Prof. Dr. Andreas Haratsch, (Rechtswissenschaftliche Fakultät);
    • Dr. Christina Klee (Erfurt), „Interdependenzen am Finanzmarkt – Eine modellgestützte Untersuchung der Preisbeziehung zwischen originären und unbedingten derivativen Finanztiteln“, Prof. Dr. Michael Bitz und Prof. Dr. Thomas Hering, (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft);
    • Dr. Andreas Thies (Schenefeld), „Constraintbasierte Refaktorisierung von Deklarationen in JAVA“, Prof. Dr. Friedrich Steimann (Fakultät für Mathematik und Informatik).

    Den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender erhält in diesem Jahr Frau Liubov Synyshina aus St. Petersburg (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft). Der Preis wurde vom Rektor der FernUniversität Professor Hoyer überreicht.


    Weitere Informationen:

    http://www.fernuni-hagen.de/universitaet/aktuelles/2015/11/am-dies-academicus-20...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    überregional
    Organisatorisches, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).