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08.12.2015 11:14

Kriminalität und Innere Sicherheit: Objektive Lage und Wahrnehmung durch Medien und Politik

Renate Bogdanovic Pressestelle
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung DIW Berlin

    Das aktuelle Vierteljahrsheft zur Wirtschaftsforschung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) widmet sich ökonomischen Aspekten von Kriminalität. Eine zentrale Fragestellung dabei lautet: Inwieweit entspricht die subjektiv empfundene Bedrohung durch Kriminalität dem tatsächlichen Kriminalitätsgeschehen in Deutschland, und zwar über das gesamte Bundesgebiet hinweg? Grundlage sind unter anderem neue Daten aus dem am DIW Berlin entwickelten WISIND-Projekt – ein wirtschaftswissenschaftliches Indikatoren-System zur Messung von Sicherheit und Sicherheitswirtschaft in Deutschland.

    Der Indikator speist sich aus einer Vielzahl verschiedener Quellen, wie etwa der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik, repräsentativen Bevölkerungsbefragungen und Experteninterviews sowie aus Nutzungsdaten sozialer Netzwerke. Neben dem einführenden Beitrag bietet auch der Aufsatz von Mathias Bug einen Einblick in die Ergebnisse. Den Daten zufolge korrelieren Kriminalitätsgeschehen und Kriminalitätsfurcht in Deutschland stark. Horst Entorf und Johannes Rieckmann schauen sich auf dieser Datenbasis insbesondere das in den letzten Jahren angestiegene Phänomen der Wohnungseinbrüche genauer an. Ein weiterer Aspekt ist die Vermittlung von Kriminalitätsbedrohung durch Medien und Politik, denen oftmals ein Hang zur Skandalisierung und Einseitigkeit nachgesagt wird. So hat etwa das Thema Innere Sicherheit im Wahlkampf oder die Berichterstattung über Kriminalität in den Medien einen hohen Stellenwert für die subjektive Wahrnehmung von Bedrohung. Zwei Beiträge dieses Vierteljahrsheftes legen entsprechend einen besonderen Fokus auf Politik und Medien.

    Inhalt:

    Mathias Bug, Kati Krähnert und Martin Kroh: Kriminalität und Innere Sicherheit: Objektive Lage und Wahrnehmung durch Medien und Politik
    Horst Entorf und Johannes Rieckmann: Smarte Täter, naive Opfer? Eine Studie zur Typisierung der Opfer von Diebstahl und Wohnungseinbruch
    Holger Ihle, Uli Bernhard und Marco Dohle: Gefährliche Nachbarschaft? Welches Bild von Kriminalität die deutsche lokale und regionale Tagespresse zeichnet – Ergebnisse einer standardisierten Inhaltsanalyse
    Mathias Bug und Eric van Um: Neue Parteien, Skandale und Alltägliches in Landtagswahlkämpfen – Thementreiber der Inneren Sicherheit
    Mathias Bug: Ansätze und Datenquellen in der Kriminalitätsmessung – ein Überblick zu den offen zugänglichen WISIND-Daten

    Kriminalität und Innere Sicherheit: Objektive Lage und Wahrnehmung durch Medien und Politik. Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 2/2015. Hrsg: DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.). Duncker & Humblot, Berlin


    Weitere Informationen:

    http://sicherheitsindikator.de/ - Dynamische Darstellung der Ergebnisse aus dem WISIND-Projekt


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik, Psychologie, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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