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28.01.2016 14:32

10 Jahre Forschungsschiff MARIA S. MERIAN – 50. Expedition: Einzigartige Proben und Daten an Bord

Dr. Kristin Beck Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

    Am Freitag, den 29. Januar 2016, läuft die MARIA S. MERIAN wieder in ihren Heimathafen Rostock ein. Damit geht die erste umfangreiche Winter-Expedition zur Erforschung von Stoffkreisläufen am Meeresgrund von Nord- und Ostsee zu Ende. Unter Federführung des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung (IOW) waren 16 WissenschaftlerInnen drei Wochen lang bei Sturm und Schneetreiben, Minusgraden, Nebel und Regen den beiden deutschen „Hausmeeren“ auf den Grund gegangen. Dabei spürten sie das Leben im Meeresboden auf, untersuchten, welche Stoffe aus dem Sediment ins Wasser gelangen, und „jagten“ mit einer High-Tech-Sonde winzige, für Stoffkreisläufe jedoch sehr wichtige Wirbel über dem Meeresboden.

    „Was im Winter in der Grenzschicht zwischen Sediment und Wasser passiert, war bisher weitgehend unbekannt. Deswegen sind die Proben und Daten, die wir auf dieser Fahrt sammeln konnten, besonders wertvoll. Ihre Auswertung wird maßgeblich zu unserem Verständnis der Stoffflüsse in beiden Meeresgebieten beitragen“, sagt IOW-Direktor Prof. Dr. Ulrich Bathmann, der die Fahrtleitung der KüNO INTERFACE-Expedition übernommen hatte. KüNO ist die Kurzbezeichnung des BMBF finanzierten Verbundprojektes Küstenforschung Nordsee-Ostsee.

    Es war die 50. Fahrt der im Februar 2006 in Dienst gestellten MERIAN – eine Jubiläums-fahrt mit einem straffen und umfangreichen Arbeitsprogramm: Nach Expeditionsstart am 6. Januar in Bremerhaven führte die Fahrtroute von der Nordsee durch den Skagerrak in den Kattegat. Nach Querung des Großen Belt standen Forschungsarbeiten in der Lübecker und Mecklenburger Bucht, im Arkonabecken, der Oderbank und dem Tromper Wieck auf dem Programm. An insgesamt 31 Stationen in der Nord- und Ostsee nahmen die Meeresforscher im Schichtbetrieb rund um die Uhr Proben und führten Messungen durch. Dabei wurden über 3500 hochauflösende Profile der Wassersäule vermessen, 191 Geräte zur Bodenprobenahme eingesetzt und 24 Verankerungen ausgebracht und wieder eingeholt. Dies ist mehr als zu Fahrtbeginn geplant war und deutlich mehr, als von der Expedition im Winter erwartet werden konnte. (Weitere Informationen zum wis-senschaftlichen Programm der Expedition unter: http://idw-online.de/de/news643963)

    Das Team an Bord setzte sich zusammen aus 16 Wissenschaftlerinnen und Wissen-schaftler, darunter 12 vom IOW und 4 vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material-und Küstenforschung, sowie der Schiffsbesatzung. Die enge und gute Zusam-menarbeit mit der Besatzung der MARIA S. MERIAN habe maßgeblich zum Erfolg der Jubiläumsfahrt beigetragen, betont Bathmann, der zum ersten Mal mit der MERIAN in der Ostsee auf Expedition war. „Die Leistungsfähigkeit dieses Schiffes hat mich überaus beeindruckt und die Zusammenarbeit mit Kapitän Ralf Schmidt und seiner Mannschaft war exzellent“, kommentiert der IOW-Direktor abschließend.

    **Wochenberichte der aktuellen MARIA S. MERIAN-Expedition:
    http://www.io-warnemuende.de/mit-uns-auf-see-merian.html

    **Fragen zur MARIA S. MERIAN-Expedition beantwortet
    Prof. Dr. Ulrich Bathmann | Direktor des IOW | ulrich.bathmann@io-warnemuende.de

    **Weiterführende Info zum Forschungsverbund „Küstenforschung Nordsee-Ostsee“ (KüNO) mit den Projekten „SECOS“ und „NOAH“ zur Charakterisierung von Sedimenten und Habitaten in Nord- und Ostsee: http://www.deutsche-kuestenforschung.de

    **Informationen zum Forschungsschiff MARIA S. MERIAN:
    http://www.portal-forschungsschiffe.de/schiffe/maria_s_merian

    **Kontakt IOW-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
    Dr. Kristin Beck | Tel.: 0381 – 5197 135 | kristin.beck@io-warnemuende.de
    Dr. Barbara Hentzsch | Tel.: 0381 – 5197 102 | barbara.hentzsch@io-warnemuende.de

    Das IOW ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, zu der zurzeit 89 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung gehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwis-senschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Bund und Länder fördern die Institute gemeinsam. Insgesamt beschäftigen die Leibniz-Institute etwa 18.100 MitarbeiterInnen, davon sind ca. 9.200 WissenschaftlerInnen. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,64 Mrd. Euro. (http://www.leibniz-gemeinschaft.de)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


    Die MARIA S. MERIAN lief auf ihrer Jubiläumsfahrt und ersten Winter-Expedition zur Erforschung von Stoffkreisläufen am Meeresgrund von Nord- und Ostsee auch die MARNET-Station Arkona See an.


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    Das Spezialgerät „WaBOB“ (Warnemünder in situ Benthic Observation Chamber) hilft, Austauschraten von Substanzen zwischen Meeresboden und überstehendem Wasser direkt am Meeresgrund zu ermitteln.


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